Antifa Saar / Projekt AK unterstützt den Appell des Saarländischen Flüchtlingsrates

Kein saar­ländis­ches AnkER-Zen­trum
Ein Appell des
Saar­ländischen Flüchtlingsrates e.V.

Willkom­men­skul­tur? Fam­i­lien­zusam­men­führung? Inte­gra­tion? Mit der AfD im Rück­en haben heutzu­tage in der Flüchtlingspoli­tik Abschot­tung und Abschiebun­gen Kon­junk­tur. Das beweist auch die Entschei­dung des saar­ländis­chen Min­is­ter­präsi­den­ten Tobias Hans (CDU), das Flüchtlingslager Lebach zu einem so genan­nten AnkER-Zen­trum aufzurüsten, ohne über­haupt den Koali­tion­spart­ner (SPD) zu informieren.

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Lesehinweis: Die Marschrichtung der “Lebenschützer”

Am 21. Oktober 2017 war es wieder soweit: Selb­st ernan­nte „Lebens­schützer” unter Fed­er­führung der „Priester­brud­er­schaft St. Pius X.”, die auch im katholis­chen Rhein­land ver­ankert ist, ziehen durch Saar­brükck­en. Jeanette Schweitzer, Red­ner­in der Abschlusskundge­bung, wet­tert gegen „Auswüchse irrsin­niger fem­i­nis­tis­ch­er Gen­der- und Abtreibungs­lobby”. Schilder proklamieren „Stoppt Gen­der-ide­olo­gie” und „Deutsch­land treibt seine Zukun­ft ab” — was als implizite Ref­erenz zum Bestsel­ler Thi­lo Sar­razins gele­sen wer­den kann.

Der Artikel ist in der Aus­gabe 70 der Zeitschrift Lot­ta — Antifaschis­tis­che Zeitung aus NRW, Rhein­land-Pfalz und Hes­sen erschienen.

Down­load als PDF: Lot­ta #70: Die Marschrich­tung der “Leben­schützer”

Tagung in Malstatt gegen die „autoritäre Revolte“

Knapp 40 Antifaschist*innen trafen sich am Son­ntag, dem 19. Novem­ber im Saar­brück­er Stadt­teil Mal­statt, um sich für die anste­hen­den gesellschaftlichen Kämpfe gegen den zunehmenden Recht­sruck ein­er­seits und die Ver­harm­lo­sung islamistis­ch­er Bewe­gun­gen ander­er­seits mit notwendi­gem Wis­sen auszurüsten. Als Ref­er­ent ein­ge­laden hat­ten wir den His­torik­er Volk­er Weiß, der mit seinem aktuellen Buch „Die autoritäre Revolte – die Neue Rechte und der Unter­gang des Abend­lan­des“ eine präzise Analyse der Neuen Recht­en vorgenom­men hat. In mehreren Beiträ­gen stellte er The­sen aus seinem Werk vor. Ver­tieft wurde ins­beson­dere die Rolle der Presse, die auf die Strate­gie der Metapoli­tik der Neuen Recht­en immer wieder here­in fällt. . Dabei wur­den auch Gegen­vorschläge zum medi­alen Umgang unter­bre­it­et. Deut­lich dargestellt wurde, anhand ein­er „Fam­i­lien­auf­stel­lung“ der Neuen Recht­en, dass diese so neu gar nicht ist. Von Weit­er­lesen

Artikel über Nazistrukturen im Saarland

In der aktuellen Aus­gabe #67 der Zeitung Lot­ta — Antifaschis­tis­che Zeitung aus NRW, Rhein­landp­falz und Hes­sen — ist ein Artikel über Nazistruk­turen im Saar­land erschienen. Unter dem Titel “Hoff­nungsvoll zer­strit­ten” gibt der Artikel einen Überblick über ver­schiedene Teile der Naziszene im Saar­land. Die aktuelle Lot­ta erhal­tet ihr am Info­tisch der Antifa Saar / Pro­jekt AK. Den Artikel bekommt ihr hier:

Durch Klick­en auf das Bild öffnet sich der Artikel als .pdf-Datei.

Die CDU Saar und die St. Martins-Lüge: Rabimmel Rabammel Rabumm

Der saar­ländis­che Hetz-Wahlkampf hat begonnen: Mit ein­er obskuren Aktion zum katholis­chen Brauch­tum des St. Mar­tins­festes ver­sucht die Saar-CDU die saar­ländis­che Rechte hin­ter sich zu brin­gen.

cdublatt

Dieses lügner­ische Het­zblatt verteilte die CDU an mehreren Ort im Saar­land.

Es ist schon fast ein alter Hut. Seit eini­gen Jahren macht auf Social-Media-Por­tal­en die Mel­dung die Runde, dass das St. Mar­tins­fest, welch­es in der let­zten Woche im katholis­chen Milieu gefeiert wurde, aus Rück­sicht auf andere Kul­turen abgeschafft würde. Diese Falschmel­dung wird vor allem von Nazis und anderen recht­en Seit­en immer wieder gerne ver­bre­it­et, um Stim­mung gegen Mus­lime zu machen.1 Die Vorstel­lung, dass ein katholis­ches Brauch­tum, das auf ein­er Leg­ende über den Bischof von Tours (gestor­ben 397 nach Chris­tus) beruht, von Mus­li­men entwei­ht wer­den kön­nte, ist für die recht­en Het­zer jeden Braun­tons Anlass genug, die Bedro­hung des „christlichen Abend­lan­des“ durch ange­bliche „islamis­che Inva­soren“ her­aufzubeschwören.

Diesen mit­tler­weile zum recht­en Topos verkomme­nen Inter­net­mythos greift die CDU Saar in einem jüngst erschiene­nen Flug­blatt auf.2 Sie fordert dort: St. Mar­tin solle St. Mar­tin bleiben. Wer auf die Mar­tin­stra­di­tion verzichte und ein „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ feiern wolle, gäbe eine Tra­di­tion auf, die für die deutsche Gesellschaft heute wichtiger denn je sei.

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Die Saar-AfD: Rechtsaußen angekommen

Vorne: AfD, Hinten: andere Nazis u.a. Lothar Jünger (SaGeSa), Harry Kirsch (FBU), Gabriele Conrad (SaGeSa) und Peter Marx (Landesvorsitzender der NPD). Foto: Saarbrücker Zeitung

Nicht nur inhaltlich nah beisam­men: AfD, NPD und Sage­sa auf ein­er AfD — Kundge­bung. Foto: Saar­brück­er Zeitung

Auf ihrem Lan­desparteitag am 17. April 2016 stell­ten sich die Delegierten hin­ter den Vor­sitzen­den Josef Dörr und dessen Stel­lvertreter Lutz Heck­er. Diese waren über Recherchen gestolpert, in denen die Koop­er­a­tion der Saar-AfD mit extrem recht­en Split­ter­grup­pen aufgedeckt wurde. Mit dem Parteitags­beschluss ord­net sich die Saar-AfD damit in eine Rei­he extrem rechter Lan­desver­bände um den Faschis­ten Björn Höcke1 ein. Ein endgültiger Beschluss des Parteis­chieds­gerichts über die Auflö­sung des Saar-Lan­desver­ban­des durch die Bun­despartei ste­ht noch aus. Neben der Zusam­me­nar­beit mit der extremen Recht­en rekru­tiert die AfD Mit­glieder aus nation­al­is­tis­chen Burschen­schaften und bietet auch Geschicht­sre­vi­sion­is­ten und NS-Ver­her­rlich­ern eine wohlige Heimat. Am 3. Juli find­et nun erneut ein Lan­desparteitag in Völk­lin­gen Wehrden statt, auf dem Rudolf Müller als enger Ver­trauter des skan­dalumwit­terten Parteivor­sitzen­den Dörr zum Spitzenkan­di­dat­en gewählt wer­den soll.2

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