OAT im September

Fre­itag 4. Sep­tem­ber 2026 / 18:30 Uhr / com­mune — Hin­ter­haus / Roten­hof­s­traße 1 / Saarbrücken 

Für dieses OAT haben wir Basti Drumm vom Kein Bock auf Nazis Fes­ti­val Kusel KBAN ein­ge­laden, um mit uns zum The­ma “Antifa in der Prov­inz” zu sprechen.

Seit 2 Jaren organ­isieren wir gemein­sam mit der Antifaschis­tis­chen Jugend Saar und befre­un­de­ten Genoss*innen das OAT in der Saar­brück­er com­mune. Das OAT ist ein Ort an dem Antifaschist*innen jeden Alters und aus unter­schiedlichen Zusam­men­hän­gen zusam­menkom­men, Infos aus­tauschen und sich ver­net­zen. Ide­al für Neuensteiger*innen.
Das OAT find­et in der Regel am ersten Fre­itag des Monats statt. Beginn ist pünk­tlich um 18.30 Uhr und danach gibt es die Möglichkeit bei einem Bier oder ein­er Apfelschor­le noch zusam­men­zusitzen und die Diskus­sio­nen zu ver­tiefen und sich näher ken­nen zu lernen.

 

Was Hortensia nicht mehr erzählen konnte“

Lesung mit Friederike Hofert

12. Sep­tem­ber 2026
18:00 Uhr
com­mune Ver­anstal­tungsraum, Ein­gang Roten­hof­str. 1, 66111 Saarbrücken

Weit­er­lesen: Was Hort­en­sia nicht mehr erzählen konnte“

Während des Spanis­chen Bürg­erin­nenkriegs sind sie ins Gefäng­nis des Fran­co-Regimes gekom­men: Hort­en­sia, hochschwanger und zum Tode verurteilt. Elvi­ra, deren einziges Ver­brechen es ist, dass ihr Brud­er auf der ‚falschen Seite‘ ste­ht. Tomasa, die zuse­hen musste, wie ihre gesamte Fam­i­lie ermordet wurde. Und Reme, Mut­ter von fünf Kindern und zu zwölf Jahren Knast verurteilt, weil sie eine repub­likanis­che Flagge genäht hat. Außer­halb ste­ht Pepi­ta, Hort­en­sias jün­gere Schwest­er, deren Besuche im Gefäng­nis allmäh­lich dazu führen, dass auch sie in die Geschicht­en und Schick­sale der anderen Frauen hineinge­zo­gen wird. Auch noch lange nach dem Ende des Bürg­erin­nenkriegs sitzen die Frauen im über­füll­ten Gefäng­nis fest – ohne zu wis­sen, ob sie verurteilt, freige­lassen oder hin­gerichtet werden.

 Dulce Chacón hat auf der Grund­lage zahlre­ich­er Inter­views mit über­leben­den Frauen aus den Gefäng­nis­sen der Fran­co-Dik­tatur in Spanien und deren Ange­höri­gen diesen ergreifend­en Roman über Frauen im Wider­stand und in den Fän­gen der Fran­co-Dik­tatur geschrieben. Der his­torisch genaue Roman erzählt fes­sel­nd die weib­liche Geschichte unter der Fran­co-Dik­tatur. Eine Geschichte, die es bish­er noch nicht zu lesen gab.

Wir haben die Über­set­zerin Friederike Hofert ein­ge­laden, aus dem Roman zu lesen. Friederike wurde für diese Über­set­zung aus­geze­ich­net mit dem Bücher­Frauen-Lit­er­atur­preis „Chris­tine“. Das Buch ist erschienen im Ver­lag w_orten & meer, 2024.

Die Autorin

Dulce Chacón kommt aus ein­er aris­tokratis­chen rechts-kon­ser­v­a­tiv­en Fam­i­lie. In ihrem Aufwach­sen hat sie nach eigen­er Aus­sage nur die Geschichte der Sieger*innen des Spanis­chen Bürger*innenkriegs und der Zeit danach gehört, war aber überzeugt davon, dass es auch andere Geschicht­en geben müsse. Sie wurde zu ein­er Vorkämpferin für die Rechte der Opfer der Fran­co-Dik­tatur und war aktiv gegen die spanis­che Beteili­gung am Irak-Krieg. Sie hat fünf Romane und fünf Gedicht­samm­lun­gen veröf­fentlicht. Was Hort­en­sia nicht mehr erzählen kon­nte wurde 2002 mit dem wichti­gen Azorín­preis für den besten spanis­chen Roman aus­geze­ich­net und 2011 von Ben­i­to Zam­bra­no ver­filmt. Dulce Chacón starb 2003 an Krebs.

Die Über­set­zerin

Friederike Hofert über­set­zt aus dem Englis­chen und Spanis­chen, forscht zum Zusam­men­hang von Macht und Lit­er­aturkon­takt und arbeit­et mit jed­er Über­set­zung daran, diesen zu unter­graben.
Für w_orten & meer über­set­zte Friederike Hofert 2022 bere­its den his­torischen Roman In der Tiefe der Wurzeln begin­nt ein Sin­gen von Tina Mak­ereti aus dem neuseeländis­chen Englisch. Ab 2024 erscheint außer­dem die von ihr über­set­zte Rei­he ver­bun­den sein.

Eine Ver­anstal­tung der Antifa Saar / Pro­jekt AK, Cri­Think! e. V. – Gesellschaft zur Förderung des kri­tis­chen Denkens und Han­delns, Hein­rich-Böll-Stiftung Saar

Emanzipation und antikolonialer Widerstand

Eine Geschichte des Zionismus

Vor­trag und Diskus­sion mit Alex Carstiuc

Sam­stag, 1. August 2026
19:00 Uhr
com­mune Ver­antstal­tungsraum
Ein­gang Roten­hoft­sr. 1

Der aktuelle Anti­semitismus bezieht sich nicht erst seit dem Mas­sak­er und der genozi­dalen Botschaft der Hamas vom 7.10. wesentlich auf den Staat Israel und den Zion­s­mus. Israel ist nun­mehr endgültig „Der Jude unter den Staat­en“ (Léon Poli­akov) gewor­den.
In vie­len öffentlichen Debat­ten wird Zion­is­mus mit Ras­sis­mus, Kolo­nial­is­mus oder sog­ar mit Faschis­mus und Nation­al­sozial­is­mus gle­ichge­set­zt.
Alex Carstiuc geht in seinem Refer­at auf die Wurzeln des Zion­is­mus ein: Die sozial­is­tis­chen und uni­ver­sal­is­tis­chen Ele­mente, den antikolo­nialen Kampf gegen das osman­is­che Reich und das Britis­che Empire, den revi­sion­is­tis­chen Zion­is­mus. Nicht zulet­zt wird es um die Idee ein­er Emanzi­pa­tion der Juden der Dis­apo­ra von der sie unter­drück­enden Mehrheits­ge­sellschaft und die Vision der Schaf­fung ein­er nationalen jüdis­chen Heim­stätte gegen den Anti­semitismus gehen.

Alex Carstiuc ist His­torik­er, Sozialar­beit­er, Über­set­zer und Mit­be­treiber der Pro­gramm­Schänke Bajszel in Berlin. Er hat u.a. Werke von Léon Poli­akov und Pas­cal Bruck­n­er über­set­zt. Im Herb­st erscheint seine Über­set­zung von Georges Ben­sous­san „Die Ursprünge des ara­bisch-israelis­chen Kon­flik­tes“. Er ist Mit­be­grün­der des Vere­ins Masiy­ot Aufk­lärung-Kri­tik-Bil­dung e.V. und macht Pro­jek­tar­beit gegen Anti­semitismus und Antizionismus.

Eine Ver­anstal­tung der Antifa Saar / Pro­jekt AK und Cri­Think! e.V. Gesellschaft zur Förderung des kri­tis­chen Denkens und Handelns

 

Jüdische Identitäten und Antisemitismus im Punk

Buchvorstel­lung & Punkrocktresen

Sam­stag, 8. August 2026
19:00 Uhr
com­mune 
Ver­anstal­tungsraum Ein­gang Rotenhofstr.1
66111 Saar­brück­en

In nahezu allen Gesellschafts­bere­ichen erleben wir derzeit einen ras­an­ten Anstieg von Anti­semitismus. Darauf weisen aktuelle Forschungsergeb­nisse eben­so hin wie Sta­tis­tiken von Melde- und Beratungsstellen wie RIAS und OFEK. Beson­ders bemerkenswert ist die Zunahme juden­feindlich­er Vor­fälle in alter­na­tiv­en und sich pro­gres­siv geben­den Milieus, die sich in ihrer Selb­st­wahrnehmung oft­mals immun gegenüber solchen Ten­den­zen wäh­nen. In diesem Buch fra­gen sich die Autor:innen, wie eine Sub­kul­tur wie Punk, deren Geschichte und Gegen­wart maßge­blich auch von jüdis­chen Protagonist:innen geprägt wurde und wird, anfäl­lig für anti­semi­tis­che Dynamiken wer­den kon­nte? Inwiefern set­zen sich Punks gegen Anti­semitismus zur Wehr? Wie erleben jüdis­che Punks – auch in Deutsch­land – die Entwick­lun­gen seit dem Siebten Okto­ber? Was macht Sub­kul­turen wie Punk den­noch auch für Juden und Jüdin­nen noch immer attrak­tiv? Kann Punk ein Reser­voir sein, für eine Kri­tik und Bekämp­fung des Anti­semitismus auf der Höhe der Zeit?

Wir haben die Her­aus­ge­ber ein­ge­laden, das Buch bei uns vorzustellen: Andreas Borsch ist His­torik­er und Grün­dungsmit­glied der Ini­tia­tive Inter­diszi­plinäre Anti­semitismus­forschung an der Uni­ver­sität Tri­er. Tobias Johann ist Sozi­ologe und schreibt u.a. für das Punk­fanzine „Ost­saar­zorn“.

Eine Ver­anstal­tung von Krachkollek­tiv, Antifa Saar / Pro­jekt AK, Cri­Think! e.V. Gesellschaft zur Förderung des kri­tis­chen Denkens und Han­delns, SKS Sol­i­darisches Kul­tur- und Sportkollek­tiv.
In Koop­er­a­tion mit der Rosa Lux­em­burg Stiftung Saar­land / Peter Imandt Gesellschaft e.V.

Männer werden Täter – aber warum?

Sub­jek­t­the­o­retis­che Über­legun­gen zu häus­lich­er Gewalt

Mit Deb­o­ra Eller

Son­ntag, 17. Mai 2026
18:00 Uhr
Café Kos­mos
Fut­ter­str. 4
66111 Saar­brück­en

Die Öffentlichkeit wird als Errun­gen­schaft der Aufk­lärung betra­chtet: Sie ver­sprach poli­tis­che Mündigkeit und die Emanzi­pa­tion der Frau aus der rein pri­vat­en Sphäre.

Heute sind Frauen dop­pelt verge­sellschaftet: als unbezahlte Sorgear­bei­t­erin­nen und als Lohnar­bei­t­erin­nen. Trotz gegen­teiliger Erzäh­lun­gen beste­hen Objek­ti­fizierung und Misog­y­nie fort. Doch mit dem Ein­tritt in die Öffentlichkeit ver­schwand häus­liche Gewalt nicht, das Pri­vate bleibt ein wider­sprüch­lich­er Raum.

Er bietet Schutz vor beispiel­sweise dem Zugriff des Staates und stellte ander­er­seits lange einen Ort der Aus­beu­tung und Zurich­tung von Frauen dar: Hier kon­nten unter Auss­chluss der Öffentlichkeit patri­ar­chale Herrschaftsver­hält­nisse in ihrer per­son­alen Form gewalt­sam ausagiert wer­den. Misog­y­nie schlägt in konkrete physis­che Gewalt um.

Der Vor­trag fokussiert die gesellschaftlichen Bedin­gun­gen, unter denen Män­ner zu Tätern wer­den. Zen­tri­ert wird die Frage nach den gesellschaftlichen Grund­la­gen von häus­lich­er Gewalt. Die Über­legun­gen stellen eine Verbindung zwis­chen fem­i­nis­tisch-poli­tis­ch­er The­o­rie und Sub­jek­t­the­o­rie dar. Dabei wer­den die aktuelle Gesellschaftsstruk­tur und die Sub­jek­tkon­sti­tu­tion des Mannes aufeinan­der bezogen.

Veranstalter*innen: Antifa Saar / Pro­jekt AK; Cri­Think! e.V.; Antifaschis­tis­che Jugend Saar
 
Die Ver­anstal­ter behal­ten sich vor, von ihrem Haus­recht Gebrauch zu machen und Per­so­n­en, die extrem recht­en Parteien oder Organ­i­sa­tio­nen ange­hören, der recht­en Szene zuzuord­nen sind oder bere­its in der Ver­gan­gen­heit durch ras­sis­tis­che, nation­al­is­tis­che, anti­semi­tis­che oder men­schen­ver­ach­t­ende Äußerun­gen in Erschei­n­ung getreten sind, den Zutritt zur Ver­anstal­tung zu ver­wehren oder sie von dieser auszuschließen.

Antisemitismus und die AfD – Buchvorstellung und Diskussion mit Stefan Dietl

Sam­stag, 11. April 2026
18:30 Uhr
Café Kos­mos
Fut­ter­str. 4
Saar­brück­en

Anti­semitismus ist in der AfD all­ge­gen­wär­tig. Immer wieder attack­iert die Partei unter Rück­griff auf anti­semi­tis­che Stereo­type promi­nente Vertreterin­nen jüdis­chen Lebens, teilen führende AfD-Funk­tionärin­nen anti­semi­tis­che Ver­schwörungserzäh­lun­gen oder rel­a­tivieren die Ver­brechen des Nation­al­sozial­is­mus. Trotz der zahlre­ichen ein­schlägi­gen Skan­dale in ihrer noch jun­gen Parteiengeschichte wird dem Antisemitis­mus in der Analyse der AfD jedoch kaum Beach­tung geschenkt.

In seinem Buch beschreibt Ste­fan Dietl den Anti­semitismus als wesentlich­es Ide­olo­gieele­ment und Wel­terk­lärungsmod­ell der AfD. Dabei nimmt er die ver­schiede­nen Erschei­n­ungs­for­men des Juden­has­s­es in der Partei eben­so unter die Lupe wie die Ver­suche der AfD, sich als Boll­w­erk gegen Anti­semitismus und Für­sprecherin Israels zu inszenieren.

Hin­weis: am Vortag spricht Ste­fan Dietl bei der Arbeit­skam­mer zu Anti­semitismus und Gewerkschaften

Veranstalter*innen: Antifa Saar / Pro­jekt AK; Cri­Think! e.V.; Hein­rich Böll Stf­tung Saar; Deutsch-Israelis­che Gesellschaft Saar; Junges Forum Saar.

Die Ver­anstal­ter behal­ten sich vor, von ihrem Haus­recht Gebrauch zu machen und Per­so­n­en, die extrem recht­en Parteien oder Organ­i­sa­tio­nen ange­hören, der recht­en Szene zuzuord­nen sind oder bere­its in der Ver­gan­gen­heit durch ras­sis­tis­che, nation­al­is­tis­che, anti­semi­tis­che oder men­schen­ver­ach­t­ende Äußerun­gen in Erschei­n­ung getreten sind, den Zutritt zur Ver­anstal­tung zu ver­wehren oder sie von dieser auszuschließen.

 

 

 

Diskussion mit Hamza Howidy – Trapped between extremes: A lecture on islamist jihadist mentality and religious nationalist ideology

03.09.2025, 19:00 22:00 Uhr, Veranstaltungsraum der commune, Rotenhofstr. 1, 66111 Saarbrücken 

Hamza Howidy stammt aus dem Gaza­s­treifen. Er ist Frieden­sak­tivist und wurde als solch­er mehrfach von der Hamas ver­haftet und gefoltert. Im August 2023, kurz vor dem Mas­sak­er der Hamas am 7. Okto­ber, floh er aus dem Gaza­s­treifen – über Ägypten, Griechen­land nach Deutsch­land. Die Hamas kri­tisiert er weit­er, eben­so wie die Rolle des Iran und die der glob­alen Linken. Als Aktivist, der sich gegen Anti­semitismus und Islamis­mus ein­set­zt, wird er auch in Europa bedro­ht. Denn der lange Arm der Hamas und ihrer Helfer­shelfer reicht weit über Gaza hin­aus. Und den­noch will er nicht aufhören. Hamza Howidy berichtet aus erster Hand, was es bedeutet, im Gaza­s­treifen unter knapp 20 Jahren Hamash­errschaft aufzuwach­sen. Deutsch­land möchte ihn abschieben. Diese Stimme darf nicht verstummen.

Der Mord an Samuel Yeboah — Veranstaltung mit Vertreter:innen der Nebenklage

Sam­stag, 1. Juli 2023 / 19:00 Uhr
Schlosskeller Saar­brück­en, Schloss­platz 1–15, 66119 Saarbrücken

Der Bran­dan­schlag aus ras­sis­tis­chen Motiv­en auf eine Geflüchtete­nun­terkun­ft im Sep­tem­ber 1991 in Saar­louis wird seit Novem­ber 2022 vor dem OLG Koblenz ver­han­delt. Angeklagt ist ein 51-jähriger Neon­azi wegen des Mordes an Samuel Yeboah, 20-fachen ver­sucht­en Mordes und Brand­s­tiftung mit Todes­folge. Über­lebende und Bewohn­er des Haus­es erhiel­ten nach der Tat nicht die ihnen zuste­hende Unter­stützung, sie wur­den alleine gelassen mit ihren Trau­ma­tisierun­gen und teil­weise aus Deutsch­land abgeschoben. Acht Über­lebende nehmen als Neben­kläger an dem Gericht­sprozess teil und brin­gen ihre Per­spek­tive über ihre Anwält:innen ein. Im Rah­men dieser Ver­anstal­tung wollen wir Ver­lauf und Ergeb­nisse des Gericht­sprozess­es aus Sicht von Vertreter:innen der Neben­klage beleucht­en und ein­er antifaschis­tis­chen, kri­tis­chen Prozess­beobach­tung Raum geben.

In Koop­er­a­tion mit der Hein­rich-Böll-Strif­tung Saar, Cri­Think! e. V. – Gesellschaft zur Förderung des kri­tis­chen Denkens und Han­delns. Mit Unter­stützung von Aktion 3. Welt Saar, Con­n­Act Saar, See­brücke Saar.

Pleiten, Pannen und Rassismus – 5 Jahre AfD im Landtag

Online-Veranstaltung, Freitag, 11.03.2022 um 19 Uhr

In den let­zten fünf Jahren machte die saar­ländis­che AfD vor allem durch ihre ständi­gen inter­nen Kämpfe auf sich aufmerk­sam. Das bewirk­te glück­licher­weise auch eine weit­ge­hende Unfähigkeit, poli­tisch wirk­lich kam­pag­nen­fähig zu sein. Auf der anderen Seite lenk­te der Dauerzank auch von der poli­tis­chen Arbeit und den Aktiv­itäten der Partei, ihrer andauern­den ras­sis­tis­chen Het­ze und Pro­pa­gan­da, ab. Kurz vor den Land­tagswahlen wollen wir deshalb ger­ade darauf einen Blick wer­fen und erk­lären, warum wir es im Saar­land mit einem der radikalsten und recht­esten AfD-Lan­desver­bände zu tun haben.

Dabei wollen wir zwei Per­spek­tiv­en mit zwei Ref­er­enten beleucht­en. Ein Vertreter von der Antifa Saar/Projekt AK wird für uns einen Blick darauf wer­fen, was die Partei außer­halb des Par­la­ments macht: Auf die Verbindun­gen zur extremen Recht­en, auf ihre enge Verknüp­fung mit recht­en Burschen­schaften und auf ihre Zusam­me­nar­beit mit der Quer­denker,- und Reichs­bürg­er­szene. Linksju­gend­mit­glied und Linken-Land­tagsab­ge­ord­neter Den­nis Lan­der wird sich hinge­gen die Arbeit der AfD im Land­tag zuwen­den und aufzeigen, welche faschis­toiden Vorstel­lun­gen die Partei im Par­la­ment ver­bre­it­et hat und wie die ges­pal­tene Gruppe alter Män­ner sich dort aufge­führt hat.

Es bleibt zu hof­fen, dass die AfD bei den kom­menden Land­tagswahlen die Quit­tung erhält und uns fünf weit­ere Jahre erspart bleiben.

Die Ver­anstal­tung find­et online statt. Auf­grund möglichen Störak­tio­nen aus dem extrem recht­en Mil­lieu bit­ten die Ver­anstal­ter um vorherige Anmel­dung über das For­mu­lar unter fol­gen­den Link: https://linksjugend-saar.de/…/veranstaltung-pleiten…/

Solidarität mit Tbilisi Pride!

Kundge­bung am Sam­stag, 10. Juli 2021 um 14 Uhr
Rathaus­platz Saarbrücken


Am Mon­tag dieser Woche wurde in Saar­brück­ens Part­ner­stadt Tbil­isi (Georgien) die Absage der dor­ti­gen CSD-Demo gewalt­sam erzwun­gen. Hun­derte Nation­al­is­ten grif­f­en vere­int mit radikalen Chris­ten Aktivist*innen und ver­mutete Teilnehmer*innen des “Tbil­isi Pride” an. Dutzende Men­schen wur­den ver­let­zt, das CSD-Büro vom Mob gestürmt und ver­wüstet. Polizei und Regierung macht­en deut­lich, dass sie kein Inter­esse am Schutz der Parade haben und drängten die Veranstalter*innen zur Absage.
Gegen diesen nation­al­is­tis­chen und klerikalfaschis­tis­chen Ter­ror wer­den wir am Sam­stag (ver­mut­lich Rathaus­platz) in Saar­brück­en Stel­lung beziehen. Unsere Sol­i­dar­ität gilt den LGBTI in Georgien!