Solidaritätskundgebung: Rechte Störaktion

Aggres­sive Stör­er wer­den der Kundge­bung ver­wiesen

Am heuti­gen Sam­stag ver­sam­melten sich mehrere hun­dert Men­schen auf dem Tib­liss­er Platz in Saar­brück­en um für Sol­i­dar­ität in der Coro­na-Krise und gegen Ver­schwörungs-Het­ze zu demon­stri­eren. Am Rande hat­ten sich in mehreren Kle­in­grup­pen Nazis und Ver­schwörungs­gläu­bige ver­sam­melt. Diese hat­ten sich zuvor über soziale Net­zw­erke zu Störak­tio­nen verabre­det. Einige ver­sucht­en aggres­siv in die Kundge­bung zu gelan­gen und pöbel­ten am Rande. Die Polizei schritt nur zöger­lich ein. Die Anhänger der Gelb­west­en Saar ver­sucht­en mit zahlre­ichen Kam­eras Fotos von den Demon­stri­eren­den anzufer­ti­gen. Eine ältere Per­son war augen­schein­lich sog­ar mit einem soge­nan­nten “Kampf-Schirm” bewaffnet. Ins­ge­samt hiel­ten sich im Umfeld der Kundge­bung etwa 30 Per­so­n­en in feindlich­er Absicht auf. Den­noch kon­nte mit der Kundge­bung ein starkes und deut­lich­es Zeichen für Sol­i­dar­ität und gegen Het­ze geset­zt wer­den. Weit­ere Infor­ma­tio­nen über die erfol­gre­iche Kundge­bung und weit­ere Aktiv­itäten find­en sich bei den Veranstalter:innen und auf Block­ade Saar.
 
Weit­ere Infor­ma­tio­nen:

Kunstaktionen”: Mythen und Nazis statt echter Kritik

eine Kurze Bestandsaufnahme und Analyse der Demonstrationen gegen die Maßnahmen zum Infektionsschutz

Seit knapp drei Wochen regt sich in Saar­brück­en Protest gegen die Maß­nah­men zum Infek­tion­ss­chutz im Rah­men der Coro­na-Pan­demie. Wir haben diese Proteste beobachtet und ziehen erste Schlüsse.

Alle haben Angst um die Wirtschaft, Verschwörungsdenken hat Hochkonjunktur

Generell kur­sieren zur Zeit viele Ver­schwörungserzäh­lun­gen über das Coro­n­avirus. Die Ideen reichen dabei von „Das Virus existiert gar nicht“ über „Das Virus ist im chi­ne­sis­chen Labor gezüchtet wor­den“ und „Das Virus ist ein Angriff von den USA und Großbri­tan­nien“ bis zu der Erzäh­lung, das Coro­n­avirus fungiere als Ablenkung und Ver­tuschung der Gefahr durch den Funk­stan­dard 5G. In Saar­brück­en erschienen am ver­gan­genen Sam­stag auf der Demon­stra­tion gegen die Maß­nah­men zum Infek­tion­ss­chutz Schilder mit Auf­schriften wie „Für freie Impfentschei­dung“, „Stop Virus Dik­tatur“, „Frei­heit keine Dik­tatur auch für die Impfentschei­dung“ , „Immu­nitätspass? Denkpass!“. Dabei gibt es noch gar keinen Impf­stoff. Und wer bitte hat denn von Zwang gesprochen außer denen, die sich davor fürcht­en? Genau: nie­mand. Und dass in ein­er Gesellschaft bes­timmte Regeln gel­ten, bedeutet nicht, dass Dik­tatur herrscht.

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Saarbrücken: Nazis bei Corona-Protest

Am heuti­gen Sam­stag ver­sam­melten sich etwa 250 Men­schen vor dem Staat­sthe­ater, um gegen die Coro­na-Maß­nah­men zu demon­stri­eren. Unter den sich größ­ten­teils alter­na­tiv geben­den Men­schen fan­den sich Impfgegner:Innen und Verschwörungstheoretiker:Innen. Auf Schildern wur­den dun­kle Mächte für die Maß­nah­men ver­ant­wortlich gemacht und es wur­den eso­ter­ische Tänze aufge­führt. Etwa 30 Neon­azis aus dem Umfeld der ehe­ma­li­gen Sage­sa fühlten sich hier sichtlich wohl. Sie nah­men mit beschrifteten West­en und Nazi-Sym­bo­l­ik an der Ver­anstal­tung teil. Zuvor hat­ten sie sich abseits gesam­melt und kamen geschlossen an. Auch Jaque­line Süß­dorf stand in der Menge, allerd­ings sichtlich isoliert von ihren Kamerad:Innen, die mit Sigrid Kieczewsky die weitaus größere Gruppe bilde­ten.

      

Klerikalfaschistischer Aufmarsch massiv gestört!

Am heuti­gen Sam­stag, den 16. Novem­ber 2019, gelang es einem Bünd­nis aus fem­i­nis­tis­chen, linken und antifaschis­tis­chen Grup­pen den recht­en Auf­marsch der soge­nan­nten „Pius Brüder“ zu stören.

Für 16 Uhr hat­te ein “Aktion­skom­mit­tee Chris­ten für das Leben — Aktion Leben e.V.“ zu einem Auf­marsch gegen das Recht auf Abtrei­bung aufgerufen. Maßge­blich mit­ge­tra­gen wird der jährlich stat­tfind­ende Auf­marsch von den “Pius-Brüdern” vom Saar­brück­er “Pri­o­rat St. Maria zu den Engeln”. Das Pri­o­rat ist Teil der anti­mod­er­nen und anti­semi­tis­chen „Priester­brud­er­schaft St. Pius X.“ (auch Pius-Brud­er­schaft). Die christlich-fun­da­men­tal­is­tis­che Organ­i­sa­tion will einen Gottesstaat auf Grund­lage der katholis­chen Lehre erschaf­fen, fiel in der Ver­gan­gen­heit immer wieder wegen anti­semi­tis­ch­er Äußerun­gen ihrer Vertreter_innen auf und lehnt das Recht auf sex­uelle Selb­st­bes­tim­mung von Frauen ab. Nicht zufäl­lig sollte ihre Demon­stra­tion daher Weit­er­lesen

Veranstaltungen im Oktober — November

Irakische Juden ver­lassen den Flughafen Lod (Israel) auf ihrem Weg zum ma’abara-Tran­sit­lager (1951).

Mittwoch / 30.10.2019 / 20.00 Uhr
Vere­inte Natio­nen gegen Israel – Wie die Uno den jüdis­chen Staat dele­git­imiert
Vor­trag von Alex Feuer­herdt
Fest­saal des Rathaus­es / Rathaus­platz 1 / 66111 Saar­brück­en

Don­ner­stag / 21.11.2019 / 20:00 Uhr
Der Exo­dus der Juden aus der ara­bis­chen Welt & dem Iran:
Diskri­m­inierung, Flucht & Vertrei­bung
Vor­trag von Dr. Stephan Gri­gat
Fest­saal des Rathaus­es / Rathaus­platz 1 / 66111 Saar­brück­en

Die Ver­anstal­tun­gen find­en statt im Rah­men­pro­gramm der Ausstel­lung:
1948. Die Ausstel­lung” — Zur Grün­dung des Staates Israel
Zu sehen vom 28.10. 2019 – 21.11.2019 im Rathaus Saar­brück­en / Hauber­riss­er Saal

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Piusbrüder + Co.: Von wegen “für das Leben” — my body, my choice!

Das fem­i­nis­tis­che Aktions­bünd­nis “My body — my choice” ruft auf:

Samstag, 17.11.2018 — 15:00 Uhr — Europagalerie Saarbrücken

Kommt mit uns auf die Straße, um für fem­i­nis­tis­che Inhalte und gegen den ‚Marsch für das Leben‘ zu demon­stri­eren!

Aufruf zur Kundgebung:

Es geht um mehr als Schwanger­schaftsab­brüche –
die christlichen Fundamentalist_innen bekämpfen ganz offen:

- die all­ge­meinen Men­schen­rechte
— die Tren­nung von Kirche und Staat
— die Gle­ich­berech­ti­gung der Frau
— Homo­sex­u­al­ität
— Reli­gions­frei­heit
— Schei­dun­gen
— Schwanger­schaftsab­brüche und Ver­hü­tungsmit­tel
— Ster­be­hil­fe
— Die Errun­gen­schaften der Aufk­lärung

Beteiligt Euch am Protest gegen die sex­is­tis­che, homofeindliche, antifem­i­nis­tis­che und antifortschrit­tliche Agen­da der Pius­brüder und ihrer Fre­unde. Christliche Kul­tur­rev­o­lu­tion ver­hageln!

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In antisemitischer Gesellschaft“

Vor­trag und Diskus­sion mit Leo Elser (Redak­tion Póle­mos)
Fre­itag, 17. August
19.00 Uhr
Fut­ter­straße 17–19, Saar­brück­en

Aber es gibt keine Anti­semiten mehr“ – heißt es in der Dialek­tik der Aufk­lärung, denn sich Anti­semit zu nen­nen, hat in der Poli­tik zweifel­sohne einen werbe­strate­gis­chen Nachteil. Doch nur weil Raider heute auch Twix heißt, hat sich an der inneren Logik des anti­semi­tis­chen Ressen­ti­ments deswe­gen noch nichts geän­dert. Was der pos­i­tivis­tis­che Ver­stand nicht begreifen will, dass auf den verän­derten Namen nicht notwendig der verän­derte Gegen­stand fol­gt; ent­ge­ht der Anti­semi­t­is­forschung so wie den heuti­gen Anti­semiten, die größ­ten­teils davon überzeugt sind, keine zu sein.
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Veranstaltungsreihe: Kritische Theorie der Gesellschaft


Down­load:
Ankündi­gungs­fly­er [PDF]Plakat zur Ver­anstal­tungsrei­he [PDF]

Post­nazis­mus revis­it­ed – Das Nach­leben des Nation­al­sozial­is­mus im 21. Jahrhun­dert
Buch­präsen­ta­tion & Diskus­sion mit dem Her­aus­ge­ber Stephan Gri­gat
Dien­stag, 22. Mai 2012
19 Uhr
Filmhaus Saar­brück­en, Mainz­er­straße 8, 66111 Saar­brück­en

Die sus­pendierte Gat­tung – Zur Kri­tik der deutsch-europäis­chen Flüchtlingspoli­tik
Vor­trag und Diskus­sion mit Danyal (Ham­burg), Autor des Blogs Cos­mo­pro­le­tar­i­an Sol­i­dar­i­ty
Don­ner­stag 21. Juni 2012
19 Uhr
DAJC Saar­brück­en, Johan­nis­straße 13, Saar­brück­en

Nichts gel­ernt und nichts vergessen“ – Geschichte und Zukun­ft des Antizion­is­mus in Deutsch­land
Vor­trag und Diskus­sion mit Joachim Bruhn (Freiburg)
Fre­itag, 03. August
19 Uhr
Saar­brück­en, Fut­ter­straße 17–19

Kap­i­tal und Sou­veränität – Ein­führung in die mate­ri­al­is­tis­che Staatskri­tik
Tagessem­i­nar mit Joachim Bruhn (Ini­tia­tive Sozial­is­tis­ches Forum)
Sam­stag, 04. August
Saar­brück­en, Fut­ter­straße 17–19
Anmel­dun­gen an: info@crithink.de
Down­load Read­er: Kap­i­tal und Sou­veränität — Ein­führung in die mate­ri­al­is­tis­che Staatskri­tik [PDF]

In anti­semi­tis­ch­er Gesellschaft
Vor­trag und Diskus­sion mit Leo Elser (Redak­tion Póle­mos)
Fre­itag, 17. August
Fut­ter­straße 17–19, Saar­brück­en

Nichts gelernt und nichts vergessen“ – Geschichte und Zukunft des Antizionismus in Deutschland

Vor­trag und Diskus­sion mit Joachim Bruhn (Freiburg), Co-Autor u.a. „Das Konzept Mate­ri­al­is­mus“ der Ini­tia­tive Sozial­is­tis­ches Forum (ça ira-Ver­lag)

Fre­itag, 03. August
19 Uhr
Fut­ter­straße 17–19, Saar­brück­en

Irgend­wann zwis­chen der Wannsee-Kon­ferenz und der Grün­dung Israels ver­liert der Hass auf die Juden jed­wede Geschichte. Danach gab es keine Anti­semiten mehr: weil alle es sind. Der Anti­semitismus wird zum logis­chen wie zum his­torischen Apri­ori, zur Ontolo­gie des gesellschaftlichen Seins der Deutschen. Was immer sich seit­dem auch ereignet hat – es spiegelt den prinzip­iellen Still­stand der Geschichte, den Bann, die Angstlust der erpreßten Ver­söh­nung.
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Veranstaltung: Nationale Wiedergeburt, moralische Revolution. Strukturen des völkischen Denkens in Ungarn

07.02.2012 | 19.00 Uhr | Saar­brück­en | Frauen­bib­lio­thek Saar­brück­en
Ble­ich­str. 4, 66111 Saar­brück­en

Bei den ungarischen Wahlen im April 2010 kon­nte die völkische Partei Fidesz-Bürg­er­liche Union 53% der Stim­men auf sich vere­inen und hat bei den Kom­mu­nal­wahlen im Okto­ber einen weit­eren erdrutschar­ti­gen Sieg erzielt. Ihre Pop­u­lar­ität hat inzwis­chen einge­büßt, doch noch immer würde sie an die Macht kom­men, wären mor­gen Wahlen in Ungarn. Dass die recht­sradikale, offen anti­semi­tis­che und antizigan­is­tis­che Partei Job­bik bei den let­zten Par­la­mentswahlen mit 17% als drittsträrk­ste Kraft ins Par­la­ment kam, ist alles andere als Zufall, ist doch der Fidesz Chef, Vik­tor Orban sozusagen der ide­ol­o­gis­che Ziehvater des Chefs von Job­bik, Gabor Vona. Fidesz’ und Job­biks Ide­olo­gien liegen nicht weit voneinan­der ent­fer­nt. Weit­er­lesen