Saarbrücken. Am Willi-Graf-Ufer unter der Luisenbrücke wurden am Sonntag, den 7. Juni 2026, gegen 17 Uhr mehrere antifaschistische Graffitis gezielt mit weißer Farbe übersprüht. Darüber hinaus wurde unter anderem das Logo des ukrainischen Azow-Regiments an den Brückenpfeiler gesprüht.Die drei Täter wurden dabei von Zeug*innen beobachtet und konnten gefilmt werden. Nach Einschätzung der Antifa Saar / Projekt AK handelt es sich bei den Tätern zweifelsfrei um Neonazis. Die Aufnahmen veröffentlichen wir im Folgenden ausschnittsweise.
Es handelt sich nicht um einen Einzelfall. Bereits einen Tag später, am 8. Juni 2026, wurde in der Großherzog-Friedrich-Straße auf Höhe der Hausnummer 53 ein ebenfalls mit weißer Farbe gesprühtes Hakenkreuz entdeckt. Zudem war wenige Tage zuvor das Waldbesetzer*innen-Camp „Barrio Hanni“ im Saarbrücker Uni-Wald Ziel eines rechten Angriffs geworden. Unbekannte drangen nachts in das Camp ein, hinterließen nationalsozialistische Symbole und verwüsteten Teile des Camps.
Die Ereignisse belegen eine zunehmende Aktivität rechter Akteure im Saarbrücker Stadtgebiet. Die gezielte Zerstörung von antifaschistischer Streetart, das Auftauchen von Nazi-Symbolik im öffentlichen Raum sowie Angriffe auf linke Projekte sind Teil einer politischen Strategie der Einschüchterung und Raumnahme. Die Antifa Saar / Projekt AK ruft dazu auf den rechten Umtrieben entschlossen entgegenzutreten. Hinweise zu den beteiligten Neonazis können vertraulich an info@antifa-saar.org gesendet werden.
Kein Fußbreit den Faschisten!
Nazis gibt’s in jeder Stadt – bildet Banden, macht sie platt!
Unglaublich aber wahr: Noch in diesem Sommer soll unsere Gedenktafel für Samuel Yeboah ins Saarlouiser Rathaus wandern und dort dauerhaft ausgestellt werden. Die Gedenktafel wurde im Rahmen einer Demonstration zum 10. Todestag von Samuel Yeboah im September 2001 von autonomen Antifaschist*innen an der Saarlouiser Rathausfassade angebracht. Die Stadt Saarlouis ließ die Tafel noch in der selben Nacht wieder entfernen und erstattete Anzeige. In dem Zusammenhang kam es zu langwierigen Prozessen gegen den Anmelder der Demonstration.
Seit knapp 25 Jahren steht diese Gedenktafel für den Kampf um die Erinnerung an Samuel Yeboah. Und dafür, dass der rassistischen Hintergrund dieses Mordes über Jahrzehnte verleugnet wurde.
Erst als aufgrund neuer Ermittlungen und des anschließenden Prozesses samt Verurteilung eines der Mörder nun auch staatliche Organe den rassistischen Hintergrund der Tat zweifelsfrei festgestellt haben, konnte die Stadt Saarlouis es nicht länger abstreiten.
Die kontinuierliche Erinnerungsarbeit und zahlreiche Kampagnen der Aktion 3. Welt Saar, des Saarländischen Flüchtlingsrates und der Antifa Saar / Projekt AK haben das Gedenken an Samuel Yeboah und die gesellschaftlichen Hintergründe des Mordes wach gehalten, so dass auch heute jüngere Generationen von Antifaschist*innen sehr genau über die Ereignisse von vor über 30 Jahren in Saarlouis Bescheid wissen.
Und tatsächlich konnte der Saarlouiser Oberbürgermeister Marc Speicher (CDU) davon überzeugt werden, die Tafel dauerhaft im Saarlouiser Rathaus auszustellen. So gilt es nun, den Gedenkstein zu „verabschieden“ und auf seine Reise ins Saarlouiser Rathaus zu schicken. An dieser Stelle sei nochmal insbesondere der Aktion 3. Welt Saar gedankt, die dies maßgeblich voran gebracht hat.
Dazu laden wir ein am Sonntag, dem 15. Juni 2025 ab 15.00 Uhr. Veranstaltungsraum der Commune (Rotenhofstraße 1 / Hinterhaus) 66111 Saarbrücken
Geplant ist ein Programm mit vielen Pausen und Möglichkeiten zur Stärkung bis 18.00 Uhr, um dann den Abend noch gemeinsam ausklingen zu lassen. Wir werden zahlreiche Materialien der letzten 30 Jahre zu dem Thema ausstellen, es wird Büchertische geben, eine Dia-Show und Aktivist*innen werden von Eindrücken, persönlichen Erlebnissen und politischen Einschätzungen rund um die Gedenktafel berichten.
Wir würden uns sehr freuen, Euch dort zu begrüßen.
Die Antifa Saar / Projekt AK ruft gemeinsam mit dem Bündnis gegen Antisemitismus zu einer Kundgebung am 7. Oktober 2024 um 18 Uhr auf dem Landwehrplatz in Saarbrücken auf.
Die Hamas will alle Jüdinnen und Juden töten und den Staat Israel vernichten. Dies steht in Ihrer Charta und dies zeigte sie bei ihrem Massaker am 7.10.2023 durch die Ermordung von 1.200 Menschen in Israel. Sie wurden vor allem deswegen ermordet, weil sie als Jüdinnen und Juden in Israel lebten. Am 07.10. fand auch ein massenhafter Mord an Frauen statt, die außerdem massiver sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren. Besonders brutal richtete sich der Terror auch gegen arabisch-muslimische Israelis, die als Verräter:innen an der islamischen Sache galten. Die Hamas machte auch vor Arbeitsmigrant:innen und weiteren Teilen der israelischen Gesellschaft keinen Halt. Der Hass auf Jüdinnen und Juden geht bei der Hamas so weit, dass sie für ihr Ziel große Teile der Bevölkerung in Gaza opfern würde. Sie benutzt diese systematisch als Schutzschild für ihre militärischen Anlagen in Krankenhäusern, Wohnblocks und Kindergärten. Und noch immer befinden sich mehr als hundert Geiseln in der Gewalt der Hamas und ihrer Verbündeten. Für ihren eliminatorischen Antisemitismus wird die Hamas von einem breiten Bündnis verständnisvoll unterstützt: von vielen – aber nicht allen – Palästinenser:innen, von Linken, von Rechten, von Friedensbewegten und von islamischen Staaten wie dem Iran, der Türkei und Katar. Von dort fließen Gelder und Waffen an die Hamas, die Hisbollah im Libanon und die Huthi-Milizen im Jemen. Unter dem Deckmantel der „Palästina-Solidarität“ und der „Israel-Kritik“ haben sich offene und versteckte Freund:innen der Hamas in Saarbrücken und weltweit daran gemacht, den islamistischen Terror zum „Widerstand“ umzudeuten und Israel mit altbekannten antisemitischen Völkermord-Vorwürfen zu überziehen. Auch wird der Staat Israel als Zufluchtsort von Jüdinnen und Juden, von rechts über die Mitte der Gesellschaft bis nach linksaußen dämonisiert und mit doppelten Standards betrachtet. So wird eine gesellschaftliche Stimmung erzeugt, in der sich Antisemit:innen sicher fühlen und auch in Deutschland sichtbares jüdisches Leben ständigen Angriffen ausgesetzt ist. Unsere Kundgebung am 07. Oktober 2024 in Saarbrücken soll ein deutliches Zeichen der Solidarität mit Israel und Jüdinnen und Juden weltweit setzen.
Wir sagen: Die Existenz Israels als jüdischer Staat ist unverhandelbar! Israel hat das Recht sich zu verteidigen und seine Feinde zu bekämpfen! Der globale Antisemitismus muss bekämpft werden!
Wir unterstützen den Aufruf für den Gegenprotest gegen die AfD-Veranstaltung am 26.01.2014 — 17:30 Landwehrplatz Saarbrücken (von dort Demo mit Kundgebung am Schloss)
Alle zusammen gegen den Faschismus!
Unter dieser Parole haben sich allein in Saarbrücken letztes und dieses Wochenende mehr als 15000 Menschen versammelt. Menschen, die genug haben von Rassismus, von Antisemitismus, von Menschenfeindlichkeit. Menschen, die genug haben von der AfD. Es ist ein Lichtblick in Zeiten eines weltweiten Rechtsrutschs, dass bundesweit hunderttausende auf den Straßen waren und klar gemacht haben: “AfD — ihr kotzt uns an”. Doch die AfD gibt es noch. Und sie ist auch im Saarland aktiv. Die innerparteilichen Querelen sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die AfD im Saarland genauso gefährlich ist wie anderswo. So hat der Landesvorsitzende Carsten Becker die Correctiv-Recherche nicht nur als “Denunziantentum” tituliert, sondern hielt weiterhin an der Forderung nach “Remigration” fest. Diese Forderung trug er bereits im August 2023 auf seinem Shirt — bei einer Schulveranstaltung in Saarlouis. Ein weiteres Beispiel ist Nicole Höchst, eine AfD-Bundestagsabgeordnete aus der Region, die regelmäßig bei dem rechtsextremen “Marsch für das Leben” spricht und sich dabei nicht nur gegen das Recht auf Abtreibung, sondern sich auch für ein ethnisch definiertes deutsches Volk ausspricht. Das ist nur die Spitze des Eisberges. Die AfD verachtet Menschen mit Migrationshintergrund, verachtet Muslim:innen, Jüd:innen, Frauen und Queers. Und die AfD will am Freitag, dem 26.01.2024, auf dem Saarbrücker Schlossplatz eine als “Bürgerdialog” getarnte Veranstaltung machen. Dort werden u. a. Christian Wirth, Sebastian Münzenmaier und Rainer Kraft den Hass und die Lügen der AfD verbreiten. Der saarländische AfD-Bundestagsabgeordnete Christian Wirth hat Verbindungen zu mehreren Saarbrücker Burschenschaften, wo völkisches Elite-Denken, Rassismus und Antisemitismus an der Tagesordnung sind. Mit Sebastian Münzenmaier kommt nicht nur der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, sondern auch ein verurteilter Hooligan. Der bayerische AfD-Abgeordnete Rainer Kraft ist nicht nur ein Gründungsmitglied des offen faschistischen “Flügels” der AfD, er war auch Mitglied einer Chatgruppe, in der Umsturzphantasien besprochen wurden. Aber wir sagen Nein! Mischen wir uns ein! Wir zeigen der AfD vor Ort und Angesicht zu Angesicht, was wir von ihr halten! Wir übertönen ihren Hass und lassen sie nicht zu Wort kommen! Lasst uns ihnen gemeinsam den Abend versauen!
Kommt mit uns zum Landwehrplatz um 17:30, um von dort als laute Demo zum Schloss zur Gegenkundgebung zu gehen.
Bringt Schilder, Plakate, Fahnen mit — und seid laut!
Kurzbericht (Dokumentation von der facebook-Seite Streets of Saarbrooklyn) 500 (!) Leute auf der Demo zum Internationalen Frauenkampftag in Saarbrücken Teilnehmer*innenrekord trotz strömenden Regens. 500 Menschen folgten am heutigen Mittwoch, dem 8. März dem Aufruf des Saarbrücker Bündnis Internationaler Frauenkampftag zur jährlich stattfindenden Demonstration in der Landeshauptstadt. Diese stand in diesem Jahr unter dem Motto „Frau. Leben. Freiheit.“. Bereits am Vormittag beteiligten sich AktivistInnen des Bündnisses an der Streikkundgebung der Sozial- und Erziehungsdienste auf dem Tbilisser Platz und verteilten dort den vierseitigen Aufruf. Eine Rednerin der GEW rief in ihrer Rede zur Teilnahme an der Abend-Demonstration auf. Weiterlesen →
An diesem Wochenende soll im Saarbrücker Brockenhaus ein Kongress der verschwörungsideologischen und antisemitischen Esoterik-Szene stattfinden. Wir haben die Verantwortlichen des Brockenhaus gestern über den Charakter dieser Veranstaltung informiert.
Werbung für eine antisemitische Propagandaveranstaltung im wissenschaftlichen Gewand
Hier unser offener Brief dazu:
An Restaurant Brockenhaus Geschäftsführung und Team - Am Halberg 1 66121 Saarbrücken
Saarbrücken, den 22.06.2022
Offener Brief
Betreff: Kongress der verschwörungsideologischen und antisemitischen Esoterikszene in Ihrem Restaurant
Sehr geehrte Geschäftsführung und Team des „Brockenhaus Saarbrücken“,
mit Entsetzen mussten wir feststellen, dass am Samstag, dem 25.06.2022 in Ihrem Hause der sogenannte „Kongress der vereinten Wissenschaften“ stattfinden soll.
Dabei handelt es sich nicht – wie der Kongresstitel irreführend vermuten lässt – um eine interdisziplinäre Zusammenkunft einigermaßen seriöser Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Vielmehr propagiert der Veranstalter, der esoterischer Kleinverlag „Hesper“ unter Leitung von Sabine Glocker aus Saarbrücken, dort Fehlinformationen aus dem medizinischen Bereich sowie allerlei Verschwörungsideologien. Dabei handelt es sich keineswegs um harmlose Skurrilitäten oder bloße Spinnereien, sondern um teils lebensgefährdende Heilversprechen und knallharte antisemitische Propaganda.
Der angekündigte Referent und selbsternannte Wunderheiler Andreas Kalcker empfiehlt beispielswiese die Verwendung von Chlorbleiche zur Behandlung von u.a. Autismus, Arthritis, Krebs und Corona-Infektionen. In Argentinien gibt es deshalb gegen ihn auch Ermittlungsverfahren wegen Verbrechen gegen die öffentliche Gesundheit, da es im Zusammenhang mit seinen pseudomedizinischen Behandlungsempfehlungen zu Todesfällen kam und Kalcker an der Spitze eines Rings von Chlordioxidhändlern gestanden haben soll.
Als weiterer Redner soll Holger Reißner auftreten. Er verbreitet Falschinformationen über Corona-Impfstoffe und empfiehlt ebenfalls Chlorbleiche als Heilmittel. Als Redner trat er auch bereits bei Kundgebungen der sogenannten „Querdenker“ auf.
Dritter in dem fragwürdigen Bunde ist Harald Kautz. Er referiert gerne über sogenannte Chemtrails und geheime Biowaffen, mit denen die Mächtigen der Welt die Bevölkerung beherrschen würden. Er hat das Vorwort zu dem Buch „Illuminati – der Kult, der die Welt gekapert hat“ verfasst. Dabei handelt es sich um ein zweifelsfrei antisemitisches Werk. Frank Jacob gibt ebenfalls an, eine Verschwörung aufgedeckt zu haben. So sei der Irak-Krieg geführt worden, damit das US-amerikanische Militär sich ein sich dort befindliches „looking glass“ habe aneignen können, mit dessen Hilfe in die Zukunft geschaut und diese somit auch verändert werden könne.
Bei Traugott Ickeroth, angekündigt als Moderator des Kongresses, handelt es sich um einen der bekanntesten Verschwörungsideologen aus dem saarländischen Raum. Er verfügt über mehrere Zehntausende Follower bei telegram und referiert unter anderem über außerirdische Echsenmenschen, die die Regierung und das gesellschaftliche Leben unterwandern würden. Er vertritt die von der extremen Rechten in Umlauf gebrachte „Umvolkungsthese“ und behauptet auf seiner Website unverhohlen, es gebe einen Angriff auf Deutschland, der von „jüdischen Interessen“ gelenkt sei.
Wir gehen davon aus, dass Sie als Geschäftsführung und Team des Brockenhaus nicht über die Inhalte dieser antisemitischen – als wissenschaftlichen Kongress getarnten – Veranstaltung im Bilde waren und nun umgehend Schritte einleiten werden, um zu verhindern, dass der gute Name Ihres Hauses in Zukunft mit derartigen Propagandaveranstaltungen in Verbindung gebracht wird.
Wir gehen weiterhin davon aus, dass es nicht stimmt, dass es sich bei Ihnen selbst um Anhänger dieser Ideologien handelt, wie in einschlägigen telegram-Gruppen mehrfach behauptet wurde.
Vielmehr hoffen wir, dass Sie selbst darüber erschrecken, wer sich da bei Ihnen eingemietet hat und Sie aufgrund arglistiger Täuschung von Ihrem Hausrecht Gebrauch machen werden, den Kongress absagen und damit Ihren Teil dazu beitragen, dass an diesem Wochenende Antisemiten und anderen Verschwörungsideologen in der Landeshauptstadt KEINFORUM geboten wird.
Diesen Brief werden wir in den kommenden Stunden öffentlich machen und würden uns sehr freuen, ihn mit dem Zusatz versehen zu können, dass Sie als Geschäftsführung umgehend mit der Kündigung des Mietvertrags reagiert haben.
Mit freundlichen Grüßen Antifa Saar / Projekt AK
Rund 200–250 Personen sind am Dienstag dem Aufruf des Bündnisses zum Internationalen Frauenkampftag gefolgt und haben sich zur Demonstration am Saarbrücker Max-Ophüls-Platz getroffen.
Das Bündnis zum Internationalen Frauenkampftag mobilisiert zu einer Demonstration am 8. März 2022 um 18:30 Uhr am Max-Ophüls-Platz in Saarbrücken. Hier der Aufruf:
Aggressive Störer werden der Kundgebung verwiesen
Am heutigen Samstag versammelten sich mehrere hundert Menschen auf dem Tiblisser Platz in Saarbrücken um für Solidarität in der Corona-Krise und gegen Verschwörungs-Hetze zu demonstrieren. Am Rande hatten sich in mehreren Kleingruppen Nazis und Verschwörungsgläubige versammelt. Diese hatten sich zuvor über soziale Netzwerke zu Störaktionen verabredet. Einige versuchten aggressiv in die Kundgebung zu gelangen und pöbelten am Rande. Die Polizei schritt nur zögerlich ein. Die Anhänger der Gelbwesten Saar versuchten mit zahlreichen Kameras Fotos von den Demonstrierenden anzufertigen. Eine ältere Person war augenscheinlich sogar mit einem sogenannten “Kampf-Schirm” bewaffnet. Insgesamt hielten sich im Umfeld der Kundgebung etwa 30 Personen in feindlicher Absicht auf. Dennoch konnte mit der Kundgebung ein starkes und deutliches Zeichen für Solidarität und gegen Hetze gesetzt werden. Weitere Informationen über die erfolgreiche Kundgebung und weitere Aktivitäten finden sich bei den Veranstalter:innen und auf Blockade Saar.
QAnon-Anhänger und Akteur_innen der Gelbwesten Saar
Aggressive Störer werden der Kundgebung verwiesen
Valentin Serban (Mitorganisator der sog. “Kunst-Aktionen” gegen die Corna Maßnahmen, wo die Verbreitung von Nazipropaganda und Verschwörungsmythen geduldet wurden)
Störer vom Titelbild (3. v.r.) zusammen mit Jacqueline Süßdorf
Störer mit Kampfschirm
Aggressiver Störer (links im Bild) mit Begleitung
Störer_innen aus der Gruppe der Gelbwesten Saar
Aktivisten der Gelbwesten Saar (Mathias A. links im Bild)
Mauro Mancini (links im Bild) und Jacqueline “Jacky” Süßdorf (ganz rechts)
eine Kurze Bestandsaufnahme und Analyse der Demonstrationen gegen die Maßnahmen zum Infektionsschutz
Seit knapp drei Wochen regt sich in Saarbrücken Protest gegen die Maßnahmen zum Infektionsschutz im Rahmen der Corona-Pandemie. Wir haben diese Proteste beobachtet und ziehen erste Schlüsse.
Alle haben Angst um die Wirtschaft, Verschwörungsdenken hat Hochkonjunktur
Generell kursieren zur Zeit viele Verschwörungserzählungen über das Coronavirus. Die Ideen reichen dabei von „Das Virus existiert gar nicht“ über „Das Virus ist im chinesischen Labor gezüchtet worden“ und „Das Virus ist ein Angriff von den USA und Großbritannien“ bis zu der Erzählung, das Coronavirus fungiere als Ablenkung und Vertuschung der Gefahr durch den Funkstandard 5G. In Saarbrücken erschienen am vergangenen Samstag auf der Demonstration gegen die Maßnahmen zum Infektionsschutz Schilder mit Aufschriften wie „Für freie Impfentscheidung“, „Stop Virus Diktatur“, „Freiheit keine Diktatur auch für die Impfentscheidung“ , „Immunitätspass? Denkpass!“. Dabei gibt es noch gar keinen Impfstoff. Und wer bitte hat denn von Zwang gesprochen außer denen, die sich davor fürchten? Genau: niemand. Und dass in einer Gesellschaft bestimmte Regeln gelten, bedeutet nicht, dass Diktatur herrscht.