Sagesa blamiert sich – 0 (in Worten: Null) Teilnehmer bei Nazi-Kundgebung an der Europagalerie

Fast schon klammheim­liche Freude kon­nte man bei den Aktivistin­nen und Aktivis­ten der Saar­län­der gegen Salafis­ten (Sagesa) spüren, wenn sie sich in den sozialen Net­zw­erken über den „Amok­lauf“ von München äSagesa-Kartoffelußerten. Sahen sie doch in diesen hin­ter­hälti­gen Mor­den die Chance nochmal an die Öffentlichkeit zu treten. Und so wurde schnell angekündigt zeit­gle­ich in Saar­brücken und in Kaiser­slautern Kundge­bun­gen durchzuführen. In Kaiser­slautern ver­sam­melten sich etwa 16 Gefol­gsleute der „Pfälzer Spaziergänge“ und in Saar­brücken standen den etwa 25 anwe­senden Antifaschist_in­nen sage und schreibe 0 (in Worten: Null) Sagesa-Leute gegenüber. Ange­blich weil dem Sagesa-Aktivis­ten Sascha Wag­ner der PKW ver­reckt sei. Wir sind ges­pannt wie Sagesa diesen Minus­rekord in Zukunft noch top­pen will. Den neuen VW Caddy von Sascha Wag­ner im Wert von 18.400 € wurde ihm übri­gens erst vor kurzem von der „Aktion Kinderträume“1 gespendet. Ob dieser „Verein der deutschen Fleis­chwirtschaft e.V.“ glück­lich damit ist, dass der PKW nun zur Durch­führung ras­sis­tis­cher und teil­weise neon­azis­tis­cher Kundge­bun­gen genutzt wer­den soll, ist uns derzeit noch nicht bekannt.

Die näch­ste Gele­gen­heit den saar­ländis­chen Nazis eins auszuwis­chen, ist aber schon in sicht­barer Nähe. Für Fre­itag, den 5. August 2016 hat Jacky Süß­dorf mit ihrem „Bünd­nis Saar“ und der Partei „Die Rechte“ eine Kundge­bung ab 17.30 Uhr an der Europa­ga­lerie angemeldet. 

1http://www.aktion-kindertraeume.de/projekte.php?id=1215

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Aufruf: Kundgebung in Sulzbach am 10.08.2016

In Gedenken an Ahmed Sar­lak – am 9.8.2002 von Nazis ermordet

Mittwoch, 10. August 2016, 18:30 Uhr
Ravanusaplatz, Sulzbach

dillingen-flyer

Aufruf zur Kundge­bung als PDF

In der Nacht vom 9. auf den 10. August 2002 wurde Ahmed Şar­lak in Sulzbach ermordet. Dem Mord ging ein Streit mit den stadt­bekan­nten Nazis Car­los Neu und Paul Fis­cher voraus, in dessen Ver­lauf Car­los Neu ein Messer zog und fünf­mal auf Ahmed ein­stach. Der Ver­let­zte schleppte sich noch zu einer Polizeistreife, welche Erste Hilfe leis­tete und den Notarzt ver­ständigte. Neun Stun­den später erlag der 19-jährige Ahmed im Kranken­haus seinen schw­eren Ver­let­zun­gen.

Die bei­den Täter waren bere­its zuvor durch ras­sis­tis­che Über­griffe in Erschei­n­ung getreten. Als Reak­tion auf den Mord fan­den zwei Demon­stra­tio­nen statt, an denen ins­ge­samt über 3000 Men­schen teil­nah­men. In Folge der Ermit­tlun­gen und eines Prozesses wurde Car­los Neu später zu einer mehrjähri­gen Haft­strafe verurteilt. Beze­ich­nend in diesem Zusam­men­hang ist, dass die Staat­san­waltschaft von Anfang an ver­suchte die Tat zu ent­poli­tisieren und den ras­sis­tisch motivierten Mord zu einer unpoli­tis­chen Kirmess­chlägerei unter Jugendlichen umzudeuten.

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Antifaschist_innen stören erfolgreich die Sagesa-Kundgebung am St. Johanner Markt

 

12 Teil­nehmer hatte die Nazi-Bastel­gruppe „Sagesa“ mobil­isiert, die dem Ges­tam­mel Peter Marx‘ lauschten und eine stil­voll beschmierte Tapete in die Luft hiel­ten.

Am Don­ner­stag, den 14. Juli war es wieder so weit: Der vorbe­strafte Nazi-Hool Sascha Wag­ner mobil­isierte wieder eine Auswahl an Lächer­lichkeit nach Saar­brücken. Ger­ade ein­mal 12 Teil­nehmer_in­nen kon­nte er nur deshalb mobil­isieren, weil er um Hilfe von den Pfälzer Spaziergängern gebeten hatte. Von der ursprünglichen Aktivis­ten­gruppe ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die sog. „besorgten Bürger“ bleiben zuhause, während die Lücken mühevoll mit Nazis aus dem Hooli­gan-Spek­trum, der FBU und der NPD Saar aufge­füllt wer­den.

Über 30 Antifaschist_in­nen standen spon­tan bereit, sich Sagesa ent­ge­gen­zustel­len und ihre Kundge­bung zu stören. Zahlre­iche Pas­san­ten schlossen sich der Kundge­bung an und machten mit Parolen und Trillerpfeifen ihrem Unmut über den pein­lichen Auftritt der Sagesa-Nazis Luft. Weit­er­lesen

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Bericht: Kundgebung in Dillingen am 16.07.2016

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Kundge­bung auf dem Hoy­er­swerda-Platz

Am heuti­gen Sam­stag, dem 16.07.2016 fand in Dillin­gen eine antifaschis­tis­che Kundge­bung unter dem Motto „Pogrome ver­hin­dern, bevor sie entste­hen!“ statt.

Dillin­gen ist die Part­ner­stadt von Hoy­er­swerda in Sach­sen. Die 50 Kundge­bung­steil­nehmer_in­nen erin­nerten an das Pogrom vom Sep­tem­ber 1991, mit dem diese Stadt in Ost­sach­sen trau­rige Berühmtheit erlangte. So genan­nte „Gas­tar­beit­er_in­nen“ und Migrant_in­nen wur­den dort von einem nation­al­is­tis­chen deutschen Mob über mehrere Tage hin­weg ange­grif­fen und unter dem Beifall und der Mith­ilfe „besorgter Bürger“ ter­ror­isiert. Im gle­ichen Zeitraum wurde in Saar­louis der Flüchtling Samuel Yeboah durch einen ras­sis­tis­chen Bran­dan­schlag ermordet. Weit­er­lesen

Aufruf: Kundgebung in Dillingen am 16.07.2016

Pogrome ver­hin­dern, bevor sie entste­hen! Organ­isiert den antifaschis­tis­chen Selb­stschutz!
Sam­stag, 16. Juli 2016, 14 Uhr
Hoy­er­swerda-Platz, Dillin­gen

dillingen-flyerIn der Woche vom 17. bis um 22. Sep­tem­ber 1991 tobte in der ost­säch­sis­chen Stadt Hoy­er­swerda, der Part­ner­stadt Dillin­gens, der deutsche Mob: Bis zu 500 Men­schen belagerten fünf Tage lang ein Wohn­heim von Ver­tragsar­beit­er_in­nen und eine Flüchtling­sun­terkunft, skandierten ras­sis­tis­che Parolen und ver­set­zten die Bewohn­er_in­nen in Tode­sangst. Unter dem Applaus und mit der Unter­stützung zahlre­icher Anwohn­er_in­nen war­fen schließlich dutzende Neon­azis Steine und Molo­tow-Cock­tails auf die Unterkün­fte. Die Polizei war – wie so oft – nicht in der Lage oder nicht Wil­lens, die Täter_in­nen zu stop­pen. Schließlich wur­den die Betrof­fe­nen, die unter anderem aus Viet­nam, Rumänien, Ghana, Iran und Banglade­sch stammten, mit Bussen aus Hoy­er­swerda abtrans­portiert. Damit hatte sich der braune Mob am Ende des fün­ften Tages durchge­setzt und kon­nte Hoy­er­swerda zur „ersten aus­län­der­freien Stadt“ Deutsch­lands erk­lären. Weit­er­lesen

Die Saar-AfD: Rechtsaußen angekommen

Vorne: AfD, Hinten: andere Nazis u.a. Lothar Jünger (SaGeSa), Harry Kirsch (FBU), Gabriele Conrad (SaGeSa) und Peter Marx (Landesvorsitzender der NPD). Foto: Saarbrücker Zeitung

Nicht nur inhaltlich nah beisam­men: AfD, NPD und Sagesa auf einer AfD – Kundge­bung. Foto: Saar­brücker Zeitung

Auf ihrem Lan­desparteitag am 17. April 2016 stell­ten sich die Delegierten hin­ter den Vor­sitzen­den Josef Dörr und dessen Stel­lvertreter Lutz Hecker. Diese waren über Recherchen gestolpert, in denen die Koop­er­a­tion der Saar-AfD mit extrem rechten Split­ter­grup­pen aufgedeckt wurde. Mit dem Parteitags­beschluss ord­net sich die Saar-AfD damit in eine Reihe extrem rechter Lan­desver­bände um den Faschis­ten Björn Höcke1 ein. Ein endgültiger Beschluss des Parteis­chieds­gerichts über die Auflö­sung des Saar-Lan­desver­ban­des durch die Bun­despartei steht noch aus. Neben der Zusam­me­nar­beit mit der extremen Rechten rekru­tiert die AfD Mit­glieder aus nation­al­is­tis­chen Burschen­schaften und bietet auch Geschicht­sre­vi­sion­is­ten und NS-Ver­her­rlich­ern eine wohlige Heimat. Am 3. Juli findet nun erneut ein Lan­desparteitag in Völk­lin­gen Wehrden statt, auf dem Rudolf Müller als enger Ver­trauter des skan­dalumwit­terten Parteivor­sitzen­den Dörr zum Spitzenkan­di­daten gewählt wer­den soll.2

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Bericht: Antifaschistische Kundgebung in Völklingen

70 Teil­nehmer_in­nen bei antifaschis­tis­cher Kundge­bung vor dem Weltkul­turerbe in Völk­lin­gen

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Ver­schlimmbessert: Die umbe­nan­nte „Röch­ling Höhe“ ehrt nun drei verurteilte Kriegsver­brecher

Am Son­ntag fol­gten anlässlich des let­zten Tages der Ausstel­lung „Die Röch­lings und die Völk­linger Hütte“ 70 Per­so­nen dem Aufruf der Antifa Saar / Pro­jekt AK und Koop­er­a­tionspart­ner_in­nen der Kam­pagne „HASS HAT KONSEQUENZEN“ zu einer anti-faschis­tis­chen Kundge­bung vor der Völk­linger Hütte. Die Teil­nehmer_in­nen forderten ein Ende der posthu­men Verehrung des verurteil­ten Kriegsver­brech­ers und überzeugten Nation­al­sozial­is­ten Her­mann Röch­ling und seines Clans.

Ein Red­ner der Antifa Saar / Pro­jekt AK forderte, im Saar­land müsse endlich ein gesellschaftlicher Sinneswan­del ein­set­zen, Schluss gemacht wer­den mit der Rein­waschung von NS-Tätern wie den Röch­lings und stattdessen ein würdi­ges Gedenken an die Opfer nation­al­sozial­is­tis­cher Ver­nich­tungspoli­tik und rechten Ter­rors stat­tfinden. Ger­ade vor dem Hin­ter­grund des Wieder­erstarkens men­schen­feindlicher Ide­olo­gien in der Gesellschaft, müsse daran erin­nert wer­den, was diese in let­zter Kon­se­quenz bedeuten.

20160619_Kundgebung-VoelklingerHuette_3Hubert Kester­n­ich, Autor eines Buches über die Völk­linger Hütte und die Röch­lings, sowie Gün­ther Dan­niger sprachen für die „Bürg­erini­tia­tive gegen das Vergessen und die Gle­ichgültigkeit“ und für das „Völk­linger Aktions­bünd­nis Stolper­steine / Frieden“. Kester­n­ich wies darauf hin, dass die Röch­lings nicht nur Nation­al­sozial­is­ten und Ver­traute Hitlers waren, son­dern auch Aus­beuter, Lohn­drücker und Unter­drücker der in ihren Werken täti­gen Arbeit­er_in­nen. Weit­erer Red­ner war Erich Später, His­toriker und Geschäfts­führer der Hein­rich Böll Stiftung Saar, der auf die Mit­glied­schaft Mein­rad Maria Grewenigs, Gen­eraldirek­tor der Völk­linger Hütte, in der „klerikal-faschis­tis­chen Vere­ini­gung Rit­ter des Heili­gen Grabes zu Jerusalem“ hin­wies. Grewenig war in der Diskus­sion um die Umbe­nen­nung der „Her­mann Röch­ling Höhe“ vehe­ment für eine Beibehal­tung des Namens zur Ehrung des nation­al­sozial­is­tis­chen Kriegsver­brech­ers Her­mann Röch­ling einge­treten.

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Aufruf: Kundgebung | Sonntag, 19. Juni 2016 | 14 Uhr | Völklinger Hütte

Völk­lin­gen: Ver­drän­gen, Leug­nen, Rein­waschen

vr-gedenksteinWeltkul­turerbe Völk­linger Hütte: Ort der Aus­beu­tung und NS-Kriegswirtschaft

Die Völk­linger Hütte, die nach ihrer Stil­l­le­gung 1986 viele Jahre vor sich hin ros­tete, hat sich in den ver­gan­genen Jahren als Zen­trum saar­ländis­cher „Indus­triekul­tur“ zu einer der wichtig­sten touris­tis­chen Sehenswürdigkeiten des Saar­lan­des entwick­elt. Mehrere hun­dert­tausend Besuch­er_in­nen locken die ver­schiede­nen Ausstel­lun­gen, Musik-Fes­ti­vals und das Fer­ro­drom jährlich in die alten Anla­gen der Völk­linger Stahl­pro­duk­tion, die eine imposante Kulisse für Pop-Art, Ethno-Kitsch und mod­erne Musik bieten. Auch zur Funk­tion­sweise der alten Anlage kön­nen die Besuch­er_in­nen so manches ler­nen, speziell für Kinder wird die zugrunde liegende Tech­nik, Chemie und Physik im Fer­ro­drom erleb­bar gemacht. Die Völk­linger Hütte, 1994 von der UNESCO zum Weltkul­turerbe erk­lärt, gilt im Saar­land als Parade­beispiel für den erfol­gre­ichen Struk­tur­wan­del, weg von der Schw­erindus­trie hin zu einem mod­er­nen Dien­stleis­tungs- und Touris­mus­stan­dort. Doch der schöne Schein hat so manchen Makel. Weit­er­lesen

Vortragsveranstaltungen im Rahmen der Kampagne HASSHATKONSEQUENZEN:

vr-gedenksteinAm 19. Sep­tem­ber 2016 jährt sich zum 25. Mal der Todestag von Samuel Kofi Yeboah. Er fiel bere­its 1991 einem ras­sis­tis­chen Bran­dan­schlag in Saar­louis zum Opfer. Damals wie heute dominierten in Deutsch­land Forderun­gen der Rechten die Öffentliche Debatte. Wir wol­len Taten wie den Mord an Samuel Yeboah in ihrem gesellschaftlichen Kon­text betra­chten und aufzeigen, wohin uns der Mob führt, der aktuell auf den Straßen und in den Par­la­menten gegen Flüchtlinge hetzt. Wenn die saar­ländis­che Zivilge­sellschaft men­schen­feindliche Entwick­lun­gen nicht tolerieren will, muss sie sich mit den hier began­genen Akten rechten Ter­rors auseinan­der­set­zen. Mit der Kam­pagne „HASSHATKONSEQUENZEN“ wol­len wir aufzeigen, welche Akte rechter und reak­tionärer Gewalt im Saar­land verübt wur­den. Unser Ziel ist ein würdi­ges Gedenken an die Opfer rechter Gewalt zu etablieren. Wir wol­len zur kri­tis­chen Auseinan­der­set­zung anre­gen. Allerd­ings wol­len wir dabei nicht ste­hen­bleiben. Daher möchten wir mit euch die aktuelle poli­tis­che Lage disku­tieren und Möglichkeiten zur Ein­mis­chung aufzeigen. Wie kön­nen wir im Kleinen und im Großen auf aktuelle Entwick­lun­gen Ein­fluss nehmen? Wie kann prak­tis­che Hilfe für Geflüchtete ausse­hen? Wie kön­nen wir der wach­senden Bedro­hung von Rechts begeg­nen?

Die Ref­er­entIn­nen wer­den in einem kurzen Vor­trag einen Abriss zu reak­tionärer Gewalt im Saar­land geben und die Kam­pagne „Hass hat Kon­se­quen­zen“ als Beispiel der Inter­ven­tion vorstel­len. Danach besteht die Möglichkeit sich auszu­tauschen.

Bish­erige Ter­mine:

  • Fre­itag – 10. Juni 2016, 19:00: Blieskas­tel / P-Werk (Blick­weil­er­str. 11, 66440 Blieskas­tel)
  • Sam­stag – 18. Juni 2016, 19:00: Saar­brücken / Galerie im Filmhaus (Mainzer Str. 8, 66111 Saar­brücken)
  • Fre­itag – 8. Juli, 19:00: Saar­louis / juz Utopia (Lis­dor­fer Str. 16a, 66740 Saar­louis)
  • Mittwoch – 20. Juli, 19:00 Uhr: Dillin­gen / Falken­büro (Stumm­straße 36, Dillin­gen)