Durchsuchung bei Hammerskin im April

Am 23. April wurde die Woh­nung des Ham­mer­skin Robert Kiefer in Püt­tlin­gen durch­sucht. Kiefer hat­te auf seinem Grund­stück im franzö­sis­chen Vol­mun­ster einen SS-Gedenkstein aufgestellt (wir berichteten). Das Grund­stück dient den Ham­mer­skins regelmäßig auch als Konzert­lo­ca­tion. Die Durch­suchung wurde auf­grund eines Recht­shil­fege­such aus Sar­reguem­ines durchge­führt. In Frankre­ich wird gegen Kiefer wegen Ver­her­rlichung von Kriegsver­brechen und von Ver­brechen gegen die Men­schlichkeit ermit­telt.

Presse zum The­ma:
Saar­brück­er Zeitung v. 12.01.18: Saar­län­der stellte SS-Gedenkstein im Bitsch­er Land auf
Saar­brück­er Zeitung v. 12.07.18: Nazi-Gedenkstein: Jus­tiz ermit­telt gegen Saar­län­der

 

Zweibrücken: Neonazis bedrohen Familien und sprühen Hakenkreuze

In der Nacht vom 27. auf den 28. April ertappte ein Anwohn­er drei junge Män­ner, wie sie sich vor seinem Haus zu schaf­fen macht­en. Offen­sichtliche woll­ten die Män­ner etwas an die Fas­sade sprühen. Der Anwohn­er stellte die aggres­siv auftre­tenden Män­ner zur Rede. Dabei äußerten sie deut­liche ihre rechte Gesin­nung und dro­ht­en den bei­den in dem Haus leben­den Fam­i­lien mit kör­per­lichen Angrif­f­en. Auch kündigten sie an, in den näch­sten Tagen wieder zu kom­men. Der Presse ist zu ent­nehmen, dass während den daraus ent­stande­nen Hand­grei­flichkeit­en einem der Neon­azis die Nase gebrochen wurde. Daraufhin flüchteten die Män­ner­gruppe. Nach Augen­zeu­gen­bericht­en fin­gen die Neon­azis auch noch Stre­it mit der später hinzuge­zo­ge­nen Polizei an. In der darauf fol­gen­den Nacht wur­den zwei der drei Män­ner wieder vor dem Haus beobachtet. Sie sprüht­en fünf Hak­enkreuze und kon­nten ver­schwinden bevor die alarmierte Polizei ein­traf.
Die Antifa­gruppe Sol­i­darische Rose gibt an, dass ihr die drei jun­gen Neon­azis als Mit­glieder und Unter­stützer der lokalen Kam­er­ad­schaft Nationaler Wider­stand Zweibrück­en bekan­nt sind. Die Attacke auf das Haus, in der auch eine syrische Fam­i­lie lebt, ist ein weit­er­er Beleg für die aktive Naziszene der Stadt. „Zweibrück­en ist nicht so bunt und weltof­fen wie es Offizielle gerne darstellen. Neon­azis ist wed­er mit Ver­ständ­nis, noch mit Ver­harm­lo­sung oder der Sorge um ein schöneres Stadt­bild zu begeg­nen, son­der nur mit entschlossen­er antifaschis­tis­ch­er Gegen­wehr“ so eine Sprecherin der Gruppe.

Infor­ma­tio­nen zur Zweibrück­er Naziszene sind unter nationaler-widerstand-zweibrücken.org ver­füg­bar.

Die in der Nacht vom 28.04. schlecht gesprüht­en Hak­enkreuze

Quelle: http://solidarischerose.blogsport.de/2018/04/30/neonazis-bedrohen-familien-und-spruehen-hakenkreuze/

Stadt Sulzbach und Polizei versöhnen sich mit Neonazis

Als „ver­söhn­liche Geste“ (SR Aktuell vom 06.04.2018 / 21.45 Uhr) hät­ten die Stadt Sulzbach und die Polizei den knapp 100 Neon­azis, die am Fre­itag, dem 6. April 2018, im Salzbrun­nen­haus zu ein­er Pro­pa­gan­da-Ver­anstal­tung ein­ge­laden hat­ten, eine Ver­längerung eingeräumt. Ohne diese Ver­längerung hätte das Konz­ert mit der recht­en Hooli­gan-Com­bo Kat­e­gorie C gar nicht erst stat­tfind­en kön­nen. Denn die kamen – wegen eines Staus auf „des Führers Auto­bahn“ erst mit mehrstündi­ger Ver­spä­tung in Sulzbach an.

Sara Jost, Press­esprecherin der Antifa Saar / Pro­jekt AK hierzu:

Das schlägt dem Fass nun endgültig den Boden aus. Sollte es sich bewahrheit­en, dass die Stadt Sulzbach und die Polizei den ver­sam­melten Neon­azis aus der hal­ben Repub­lik mit ein­er Ver­längerung der Ver­anstal­tungser­laub­nis nun ent­ge­gengekom­men ist und somit diese auf dem Sil­bertablett servierte Chance ver­tan hat, den Auftritt dieser Band doch noch auf den let­zten Drück­er zu ver­hin­dern, dann kann man an die Ver­ant­wortlichen eigentlich nur noch die Frage richt­en: Wer hat Euch denn ins Gehirn geschissen?“ Weit­er­lesen

Aktueller Bericht zum SS-Gedenkstein saarländischer Neonazis

Wir doku­men­tieren an dieser Stelle zwei Beiträge des SR im Aktuellen Bericht vom 05. und vom 09.01.2018. Der Ver­fas­sungss­chutz ver­harm­lost hier im zweit­en Bericht mal wieder die Aktiv­itäten saar­ländis­ch­er Neon­azis wenn behauptet wird, die Nazi-Band Wolfs­front sei nicht mehr beson­ders aktiv.

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Pro Deutschland” im Nauwieser Viertel

Für Mitt­woch, den 4. Sep­tem­ber, haben die Ras­sis­ten und Anti­se­mi­ten von “Pro Deutsch­land” ab 09:30 Uhr eine Kund­ge­bung auf dem Saar­brü­cker Max-Ophüls-Platz im Nau­wie­ser Vier­tel angemeldet.

du_bist_deutschland

 

Im Rah­men ihrer Wahl­kampf­tour zieht es sie an Orte, die ver­meint­lich beson­ders weit von ihrer Traum­vor­stel­lung eines Deutsch­lands der “rein­ras­si­gen” Bio­deut­schen ent­fernt sind. Für Saar­brü­cken haben sie sich das Nau­wie­ser Vier­tel aus­ge­sucht. Grundge­setz-schwenk­end geben sie vor für Frei­heit und gegen Isla­mis­ten zu demons­trie­ren und sind denen, die sie ver­meint­lich bekämp­fen, doch recht ähn­lich. Ob Natio­nal– oder Umma-sozial­is­ten, einig sind sie sich darin, dass alle, die ihren Vor­stel­lun­gen ein­er homo­ge­nen, repres­si­ven und auto­ri­tä­ren Gemein­schaft nichts abge­win­nen kön­nen, mit aller Härte bekämpft wer­den müssen.

Vor ger­ade ein­mal fünf Wochen haben Nazis ver­sucht, im Nau­wie­ser Vier­tel eine Kund­ge­bung für einen Nazi­kriegs­ver­bre­cher abzu­hal­ten. Dies wurde durch ent­schlos­se­nen anti­fa­schis­ti­schen Pro­test ver­hin­dert. Daran anknüp­fend rufen wir, die Antifa Saar / Pro­jekt AK, dazu auf, die Kund­ge­bung von “Pro Deutsch­land” durch dezen­trale Aktio­nen zu stö­ren und zu ver­hin­dern.
Brin­gen wir gemein­sam den Traum des deut­schen Mobs zum platzen!

Wir soli­da­ri­sie­ren uns mit allen anti­fa­schis­ti­schen Pro­tes­ten!
Pas de quar­tiers pour les fascis­tes — Pas de fascis­tes dans les quartiers!

Recherche-Info: Neonazi — Clubhaus in Saarbrücken — Rußhütte

Naz­itr­e­ff­punkt: Saar­ländis­che Neon­azis aus dem Umfeld der soge­nan­nten „Ham­mer­skins“ nutzen seit Feb­ru­ar 2013 ein kleines Gebäude im Saar­brück­er Stadt­teil Rußhütte als Szen­e­tr­e­ff­punkt und Prober­aum.

Mehrere Jahre waren saar­ländis­che Neon­azis aus dem Kam­er­ad­schafts- und Recht­srock­spek­trum auf der Suche nach Räum­lichkeit­en, in denen sie sich ein „Club­haus“ und Proberäume ein­richt­en kön­nen. Nach­dem sie bere­its in den ver­gan­genen Jahren an ver­schiede­nen Orten im Saar­land Lokalitäten anmi­eten und nutzen kon­nten, war die organ­isierte saar­ländis­che Neon­aziszene in den let­zten Jahren „obdach­los“. Davor nutzte etwa die „Kam­er­ad­schaft Saar­lautern“ im Jahr 2004 Räum­lichkeit­en im saar­ländis­chen Schwal­bach (bei Saar­louis), darüber­hin­aus existierte ein weit­er­er “Clu­braum” in Prim­stal. Die saar­ländis­che Naz­iband „Jungsturm“, die dem „Hammerskin“-Netzwerk zugerech­net wer­den kann, hat­te bis Mai 2011 ihren Prober­aum auf dem Gelände der ehe­ma­li­gen Beck­er-Brauerei in St.Ingbert, wo auch mehrere Recht­srock­konz­erte und (Geburt­stags-) Par­tys stat­tfan­den.

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Erfolgreicher Protest gegen Nazikundgebung in Saarbrücken

200 Antifaschist_innen ver­hin­dern Nazikundge­bung im Nauwieser Vier­tel – Nazis müssen geplanten Kundge­bung­sort aufgeben

Etwa 200 Antifaschist_innen stell­ten sich am heuti­gen Mon­tag, 29. Juli 2013, ein­er Naz­imah­nwache in der Saar­brück­er Innen­stadt ent­ge­gen. Der vom Lud­wigshafen­er Nazikad­er Chris­t­ian Hehl angemelde­ten Kundge­bung zur Freilas­sung des NS-Kriegsver­brech­ers Erich Priebke fol­gten weniger als 20 Nazis aus dem Saar­land und aus Rhein­land – Pfalz.
Die Nazi­wah­nwache kon­nte auf­grund des antifaschis­tis­chen Protests nicht wie geplant vor dem ital­ienis­chen Kon­sulat im Saar­brück­er Nauwieser Vier­tel stat­tfind­en, son­dern wurde von der Polizei vor die Europa Galerie ver­legt. Dort kon­nten sie anfangs nahezu ungestört ihre Mah­nwache abhal­ten. Nach Ankun­ft der Gegen­demon­stra­tion aus dem Nauwieser Vier­tel wurde die Nazikundge­bung laut­stark gestört, sodass die Nazis ihre Mah­nwache been­de­ten und den Rück­zug Rich­tung Saar­brück­er Haupt­bahn­hof antrat­en. Dabei grif­f­en sie trotz Polizeibegleitung auf Höhe der Saar­bahn­hal­testelle Gegendemonstrant_innen an.

Dazu führt Alexan­der Breser, Press­esprech­er der Antifa Saar / Pro­jekt AK, aus: „Die einge­set­zte Polizei war offen­sichtlich mit der Gesamt­si­t­u­a­tion über­fordert, konzen­tri­erte sich lediglich auf das Schikanieren von Gegendemonstrant_innen und war nicht in der Lage zu ver­hin­dern, dass Nazis Antifaschist_innen angreifen und ver­let­zen kon­nten.“

Im weit­eren Ver­lauf wur­den min­destens drei Antifaschist_innen ungerecht­fer­tigt vor­läu­fig festgenom­men. Die Polizei ver­frachtete die Nazis auf­grund der für sie unüber­sichtlichen Sit­u­a­tion am Saar­brück­er Haupt­bahn­hof in ihre Mannschaftswa­gen und ließ sie später in einem bere­it­gestell­ten Lin­ien­bus aus der Stadt fahren. Für die Antifaschist_innen endete der Tag mit ein­er Spon­tandemon­stra­tion durch die Saar­brück­er Fußgänger­zone.

Alexan­der Breser zieht ein pos­i­tives Faz­it: „Dass es uns inner­halb sehr kurz­er Zeit gelun­gen ist so viele Men­schen auf die Straße zu brin­gen und die Nazikundge­bung nicht wie geplant stat­tfind­en zu lassen, ist als Erfolg zu bew­erten. Dafür danken wir allen engagierten Antifaschist_innen, die heute mit uns auf die Straße gegan­gen sind. Wir wer­den auch weit­er­hin unseren Wider­stand auf die Straße tra­gen, wenn Nazis in Saar­brück­en ver­suchen aktiv zu wer­den.“

Presseartikel:
Saar­brück­er Zeitung vom 30.07.2013: Krawall bei rechter Kundge­bung [PDF]
SR — Online vom 29.07.2013: Zusam­men­stöße mit Neon­azis in Saar­brück­en [PDF]
SR 3 vom 29.07.2013: Demo gegen Nazi-Mah­nwache [MP3]
Aktueller Bericht vom 29.07.2013: Proteste gegen Nazikundge­bung in Saar­brück­en [Youtube]

Weit­ere Bilder: http://www.flickr.com/photos/bundphotography/sets/72157634848755574/

29.07.2013: Nazimahnwache vor italienischem Konsulat in Saarbrücken verhindern!

Nazis aus dem süd­west­deutschen Raum pla­nen für Mon­tag, den 29. Juli 2013, um 13.00 Uhr eine Mah­nwache unter dem Mot­to „Frei­heit für Erich Priebke“ vor dem ital­ienis­chen Kon­sulat in der Saar­brück­er Johan­nis­straße. Tre­ff­punkt der Nazis ist bis 12.30 Uhr der Saar­brück­er Haupt­bahn­hof. Weit­er­lesen

Antifaschist von Neonazis ermordet

Clé­ment Méric, ein 18 Jahre alter Antifaschist, wurde am Mittwoch, dem 05. Juni 2013 in Paris von drei Neon­azis zu Tode geprügelt. Er war Mit­glied der Action Antifas­ciste Paris-Ban­lieue, die Neon­azis stam­men aus dem Umfeld der Jeune Nation­al­iste Révo­lu­tion­naire (JNR). Der Über­griff fand am frühen Abend am Paris­er Bahn­hof Hauss­mann — Saint-Lazare statt. Der Mord an Clé­ment ist der furcht­bare und trau­rige Höhep­unkt von Naz­iüber­grif­f­en, die seit den Protesten gegen die Ehe für alle in Frankre­ich stat­tfind­en.

 

Als Reak­tion auf den Mord fan­den europaweit Gedenkmärsche, Sol­i­dar­itäts- und Protestkundge­bun­gen statt.

Ni oubli, Ni par­don!

Kein Vergeben, Kein Vergessen!

 

Antifaschis­tis­che Demon­stra­tion in Paris nach dem Mord an Clé­ment:

 

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Nazi-Oma aus Pirmasens verstorben

Wie die Pir­masenser Zeitung vom 9. April 2013 zu bericht­en weiß, ist diese Tage Ottilie Wolf ver­stor­ben. “Für Gen­er­a­tio­nen von Pir­masenser Kindern war sie Tante Otti” heißt es in dem Zeitungsar­tikel ein­fühlsam. Anerken­nend wird dort über ihr vielschichtiges soziales Engage­ment” berichtet Aber warum berichtet die Pir­masenser Zeitung nicht über das poli­tis­che Engage­ment von “Tante Otti”? Weit­er­lesen