Heraus zum Frauenkampftag! Redebeitrag der Antifa Saar / Projekt AK zum Internationalen Frauenkampftag

Deutsch­land, 2005: Eine Frau wird mit drei Kopf­schüssen ermordet. Hatun Sürücü hat­te sich emanzip­iert von den streng religiösen Struk­turen, in denen sie aufgewach­sen war; sie hat­te ihr Kopf­tuch abgelegt und ihren Mann aus der Zwang­sheirat sowie ihre Fam­i­lie ver­lassen; sie hat sich gegen die islamis­che famil­iäre Tra­di­tion gestellt und begonnen ein selb­st­bes­timmtes Leben zu führen. Dafür wurde sie vor 15 Jahren, kurz vor ihrer Abschlussprü­fung als Elek­troin­stal­la­teurin, von ihrem Brud­er ermordet. Die Polizei hat­te Hatun Sürücüs Mel­dung wegen der Mord­dro­hun­gen gegen sie nicht ernst genom­men.

Gewalt gegen – vor allem – emanzip­ierte Frauen spielt auch bei den vie­len recht­en Atten­tätern der let­zten Jahre eine Rolle. Das Tat­mo­tiv Frauen­hass wurde wenig beleuchtet, rück­te aber in den let­zten Monat­en und Wochen endlich mehr in den Blick. Und dabei ist es so offen­sichtlich:

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Heraus zum Internationalen Frauenkampftag!

Diesen Aufruf zum Inter­na­tionalen Frauenkampf­tag teilen wir gerne:

Hin­aus zum inter­na­tionalen Frauenkampf­tag!
8. März 2020, 15:00 Uhr, Lud­wigskirche

Hin­aus! Seit über 150 Jahren kämpfen Frauen weltweit am 8. März für ihre Rechte. Alltäglich sind beson­ders Frauen von patri­ar­chaler Gewalt betrof­fen, und das nicht nur auf­grund des aktuellen Recht­srucks. Beson­ders wegen des Erstarkens antifem­i­nis­tis­ch­er Posi­tio­nen ist es wichtig, unsere bish­eri­gen Errun­gen­schaften zu vertei­di­gen und den fem­i­nis­tis­chen Kampf fortzuset­zen. Wir sehen uns in der his­torischen Lin­ie unser­er Vorgänger_innen und tra­gen unseren Wider­stand auf die Straße. Wir rufen dazu auf, am 8. März in Saar­brück­en mit uns zu demon­stri­eren.

Plakat zur Demonstration
Plakat zur Demon­stra­tion
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Klerikalfaschistischer Aufmarsch massiv gestört!

Am heuti­gen Sam­stag, den 16. Novem­ber 2019, gelang es einem Bünd­nis aus fem­i­nis­tis­chen, linken und antifaschis­tis­chen Grup­pen den recht­en Auf­marsch der soge­nan­nten „Pius Brüder“ zu stören.

Für 16 Uhr hat­te ein “Aktion­skom­mit­tee Chris­ten für das Leben — Aktion Leben e.V.“ zu einem Auf­marsch gegen das Recht auf Abtrei­bung aufgerufen. Maßge­blich mit­ge­tra­gen wird der jährlich stat­tfind­ende Auf­marsch von den “Pius-Brüdern” vom Saar­brück­er “Pri­o­rat St. Maria zu den Engeln”. Das Pri­o­rat ist Teil der anti­mod­er­nen und anti­semi­tis­chen „Priester­brud­er­schaft St. Pius X.“ (auch Pius-Brud­er­schaft). Die christlich-fun­da­men­tal­is­tis­che Organ­i­sa­tion will einen Gottesstaat auf Grund­lage der katholis­chen Lehre erschaf­fen, fiel in der Ver­gan­gen­heit immer wieder wegen anti­semi­tis­ch­er Äußerun­gen ihrer Vertreter_innen auf und lehnt das Recht auf sex­uelle Selb­st­bes­tim­mung von Frauen ab. Nicht zufäl­lig sollte ihre Demon­stra­tion daher Weit­er­lesen

Aufruf zur Demonstration am 16.11. gegen den “Marsch für das Leben”

Wie jedes Jahr will auch diesen Novem­ber wieder die Pius­brud­er­schaft ihren klerikalfaschis­tis­chen Marsch durch Saar­brück­en abhal­ten. Wir rufen gemein­sam mit anderen Grup­pen und Ini­tia­tiv­en zu Gegen­protesten auf! Schließt euch zahlre­ich an!

Sam­stag, 16. Novem­ber, 15:30 Uhr
Landwehrplatz, Saar­brück­en

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Heraus zum International Safe Abortion Day!

Für sichere Abtrei­bun­gen und kör­per­liche Selb­st­bes­tim­mung!

Her­aus zum Inter­na­tion­al Safe Abor­tion Day!
Der 28. Sep­tem­ber ist der bun­desweite Aktion­stag für die Legal­isierung von Schwanger­schaftsab­brüchen. In über zwei Dutzend Städten find­en par­al­lel Aktio­nen statt, die Sol­i­dar­ität mit Frauen aus­drück­en wollen und die die derzeit­i­gen juris­tis­chen und medi­zinis­chen Regelun­gen ablehnen. Auch in Saar­brück­en wird am Sam­stag, dem 28.09 um 14:00 Uhr eine Kundge­bung vor der Europa­ga­lerie durchge­führt. Diese wird organ­isiert von einem fem­i­nis­tis­chen Bünd­nis, in dem sich die Linksju­gend [’sol­id] Saar, die Grüne Jugend Saar, die Jusos Saar, die LAG Lisa, die PARTEI Saar, der Arbeit­skreis Fem­i­nis­mus des AStA, die Antifa Saar/Projekt AK, Fem Up und Con­n­Act Saar — sowie weit­ere Aktivistin­nen engagieren.

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