Heraus zum Internationalen Frauenkampftag!

Diesen Aufruf zum Inter­na­tionalen Frauenkampf­tag teilen wir gerne:

Hin­aus zum inter­na­tionalen Frauenkampf­tag!
8. März 2020, 15:00 Uhr, Lud­wigskirche

Hin­aus! Seit über 150 Jahren kämpfen Frauen weltweit am 8. März für ihre Rechte. Alltäglich sind beson­ders Frauen von patri­ar­chaler Gewalt betrof­fen, und das nicht nur auf­grund des aktuellen Recht­srucks. Beson­ders wegen des Erstarkens antifem­i­nis­tis­ch­er Posi­tio­nen ist es wichtig, unsere bish­eri­gen Errun­gen­schaften zu vertei­di­gen und den fem­i­nis­tis­chen Kampf fortzuset­zen. Wir sehen uns in der his­torischen Lin­ie unser­er Vorgänger_innen und tra­gen unseren Wider­stand auf die Straße. Wir rufen dazu auf, am 8. März in Saar­brück­en mit uns zu demon­stri­eren.

Plakat zur Demonstration
Plakat zur Demon­stra­tion

Was wir wollen. Wir wollen in ein­er Gesellschaft leben, in der nie­man­dem auf­grund des Geschlechts physis­che beziehungsweise psy­chis­che Gewalt zuge­fügt wird.
In unser­er Gesellschaft ist jede dritte Frau in ihrem Leben von Gewalt betrof­fen. Über 80% aller Gewalt­tat­en in ein­er Part­ner­schaft richt­en sich gegen Frauen. Auch sex­uelle Gewalt bet­rifft fast auss­chließlich Frauen. Ein Leben völ­lig ohne Angst vor patri­ar­chaler Gewalt ist im pri­vat­en wie im öffentlichen Raum kaum möglich.
Wir wollen in ein­er Gesellschaft leben, in der nie­mand aus­ge­beutet wird. Auch wenn in unser­er Gesellschaft nicht nur Frauen aus­ge­beutet wer­den, sind sie doch beson­ders davon betrof­fen: Fam­i­lie, Beziehung, Beruf – durch Haus- und
Lohnar­beit wer­den Frauen dop­pelt aus­ge­beutet. Das bein­hal­tet zusät­zlich Tätigkeit­en, für die keine Bezahlung geleis­tet wird, wie soziale und emo­tionale Arbeit im Ehre­namt oder im Pri­vat­en. Deshalb gehen wir gegen patri­ar­chale Gewalt und Aus­beu­tung auf die Straße!

Patri­ar­chale Gewalt bet­rifft alle unter­drück­ten Geschlechter, also Frauen, inter­sex­uelle Men­schen, Nicht-Binäre und Transper­so­n­en. Immer wenn Men­schen weib­liche Merk­male tra­gen, sich als weib­lich ver­ste­hen bzw. als weib­lich gese­hen wer­den, kön­nen sie gle­icher­maßen von spez­i­fisch auf Frauen aus­gerichtete Gewalt und Aus­beu­tung betrof­fen sein. An diesem Punkt führen wir einen gemein­samen Kampf.

Wir sind sol­i­darisch mit den fem­i­nis­tis­chen Kämpfen weltweit. Wir wehren uns. Wir ver­lassen uns nicht darauf, dass andere für uns sor­gen oder für unsere Rechte ein­treten wer­den – das nehmen wir selb­st in die Hand. Macht mit!
Kommt zu unser­er fem­i­nis­tis­chen Demo mit  antikap­i­tal­is­tis­chem, antifaschis­tis­chem und israel­sol­i­darischem Kon­sens.

Auf, auf! Packt eure fem­i­nis­tis­chen Fah­nen ein, malt Plakate, bringt eure Freund_innen mit. Seid laut! Alle Geschlechter sind willkom­men.