Bericht: Antifa Saar unterstützt Proteste gegen IS – Solidarität mit Kobanê

Update: Flug­blatt zur aktuellen Lage und Fotos aus Saar­brück­en

Am 6.Oktober, als die Lage im umkämpften Kobanê (s.u.) immer kri­tis­ch­er wurde, begann in Saar­brück­en eine Welle der Sol­i­dar­ität ihren Weg auf die Straße zu brechen. Bere­its am Abend des 6.Oktober fand in Saar­brück­en eine Spon­tandemon­stra­tion mit 300 Teilnehmer_innen statt, an der auch die Antifa Saar / Pro­jekt AK teilgenom­men hat. Am Dien­stag, den 7.Oktober, waren wir mor­gens an ein­er Mah­nwache vor dem Land­tag mit anschließen­der Demon­stra­tion zur Europa­ga­lerie beteiligt.

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Kundge­bung vor der Europa­ga­lerie in Saar­brück­en

Abends fand unter erneuter Beteili­gung von etwa 300 Per­so­n­en eine weit­ere Demon­stra­tion vom Landwehrplatz zur Europa­ga­lerie, bei der kurzzeit­ig die Ein­gang­shalle des Haupt­bahn­hofs beset­zt wurde, statt. Am 9. Okto­ber wurde mit mehreren hun­dert Teilnehmer_innen von der Europa­ga­lerie zum Saar­brück­er Rathaus demon­stri­ert. Am Sam­stag, den 11. Okto­ber, gehörte die Antifa Saar zu den Unter­stützern ein­er Großdemon­stra­tion in Düs­sel­dorf mit über 20 000 Men­schen. Weit­er­lesen

»Say it loud, say it clear, refugees are welcome here«

Pressemit­teilung des saar­ländis­chen Flüchtlingsrates (SFR) vom 23.05.2014

»Say it loud, say it clear, refugees are wel­come here«
Flüchtlings­marsch für die Frei­heit kommt am Mon­tag,
26. Mai ins Saar­land – Gren­züber­tritt bei Saargemünd /
Han­weil­er für 11 Uhr geplant — Bre­ite Sol­i­dar­ität und Unter­stützung im Saar­land

keinmenschistillegalDer Saar­ländis­che Flüchtlingsrat ruft zusam­men mit vie­len Grup­pen,
Organ­i­sa­tio­nen und Einzelper­so­n­en aus der Region dazu auf, die Flüchtlinge und Migrant_innen bei ihrem Gren­züber­tritt von Frankre­ich ins Saar­land am kom­menden Mon­tag (26. Mai) sol­i­darisch zu begleit­en: ca. 11 Uhr, Saargemünd / Han­nweil­er.
Am 26. und 27. Mai wird der Marsch Sta­tion in Saar­brück­en machen, wo es weit­ere Öffentlichkeit­sak­tio­nen geben wird. Danach geht es weit­er über Völk­lin­gen, Saar­louis, Merzig und Perl Rich­tung Schen­gen, wo am
Son­ntag, 1. Juni, eine große Kundge­bung stat­tfind­en wird. Es ist aus­drück­lich erwün­scht, dass Unter­stützer des Frei­heits­marsches auch einzelne Streck­en­ab­schnitte mit gehen.
»Say it loud, say it clear, refugees are wel­come here« — Mit dieser Parole startete am 18. Mai dieser selb­stor­gan­isierte Marsch für die Frei­heit vom badis­chen Kehl nach Straßburg, um sich von dort aus auf den rund 500 Kilo­me­ter lan­gen Weg nach Brüs­sel zu begeben. Das bedeutet: Fast täglich müssen die Men­schen rund 20 km gehen.
“Der Frei­heits­marsch richtet sich ganz direkt gegen die europäis­che Asylpoli­tik, die mit­tler­weile Tausende von Toten zu ver­ant­worten hat.”, erk­lärte Roland Röder für den Saar­ländis­chen Flüchtlingsrat. Die vie­len im Mit­telmeer ertrunk­e­nen Flüchtlinge seien kein unab­wend­bares Schick­sal, son­dern einkalkulierte Opfer ein­er aggres­siv­en, auf Abwehr
aus­gerichteten Poli­tik. Die Ver­ant­wor­tung dafür läge direkt bei der EU und ihren Insti­tu­tio­nen. Solange Europa weit­er­hin Zäune baue, Flüchtlings­boote abdränge und Fluchthelfer_innen krim­i­nal­isiere, werde es weit­ere Tote im Mit­telmeer geben.
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Für Selbstbestimmung und Menschenrechte

Für Selb­st­bes­tim­mung und Men­schen­rechte
Sol­i­dar­ität mit allen Flüchtlin­gen inner­halb und außer­halb der Fes­tung Europa

Aufruf des saar­ländis­chen Flüchtlingsrates (SFR):

Unter­stützt den Protest­marsch von Geflüchteten und Migrant_innen von Straßburg
nach Brüs­sel gegen die europäis­che Grenz- und Asylpoli­tik.

MARCH-POSTER-A2-Dates2In den let­zten Jahren haben Proteste und Wider­stände von Geflüchteten zugenom­men. Ihre Hunger­streiks, Protest­märsche oder Camps in den Innen­städten sind ein deut­lich­es Zeichen gegen eine Poli­tik der Diskri­m­inierung und Aus­gren­zung. Auch im Flüchtlingslager Lebach organ­isierten 2010 mehrere Hun­dert Flüchtlinge Kundge­bun­gen und einen Boykott der Lebens­mit­tel­pakete, um auf die Bevor­mundung und schlechte Ver­sorgungssi­t­u­a­tion aufmerk­sam zu machen (AIB Juli 2010). All diesen Kämpfen gemein­sam ist ihre Kri­tik an der Unter­bringung in Flüchtlingslagern, am Arbeitsver­bot, an der Res­i­den­zpflicht oder den per­ma­nen­ten Abschiebun­gen. Es ist offen­sichtlich: Immer mehr Flüchtlinge weigern sich, Objek­te staatlich­er Poli­tik und Betreu­ung zu sein. Es geht um das, was schon am Anfang jed­er Flucht ste­ht: Der Wun­sch und die Frei­heit über den eige­nen Lebensweg zu entschei­den. Was für Men­schen aus den Län­dern des “Nor­dens” eine Selb­stver­ständlichkeit ist, als Geschäfts­mann oder Touristin über­all in der Welt hinzureisen, ist es für viele Men­schen aus dem “Süden” noch lange nicht. Und während das Schen­gener Abkom­men EU-Bürg­er_in­nen Freizügigkeit und Mobil­ität ver­spricht, war dieses eben­so die Grund­lage für den Auf­bau ein­er repres­siv­en europäis­chen Flüchtlingspoli­tik, die vor allem auf den Ele­menten der Abwehr und Abschreck­ung basiert. FRONTEX (oper­a­tive EU-Gren­za­gen­tur), EUROSUR (europäis­ches Gren­züberwachungssys­tem) und EURODAC (Spe­icherung von Fin­ger­ab­drück­en) zie­len darauf, möglichst viele geflüchtete Men­schen abzuwehren. Im Innern der EU-Staat­en find­et diese Poli­tik ihre Fort­set­zung in den Flüchtlingslagern wie dem in Lebach oder den Abschiebege­fäng­nis­sen wie dem in Ingel­heim. Weit­er­lesen

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Der faschistische Agitator” — Übersetzung einer Rede des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan

Unser Genosse M. hat die Rede des türkischen Min­is­ter­präsi­den­ten Recep Tayyip Erdo­gan, die er am 7. Juni 2013 vor zahlre­ichen Anhänger_innen in Istan­bul gehal­ten hat, ins Deutsche über­set­zt. Wir doku­men­tieren hier das Video (Unter­ti­tel müssen evtl. eingeschal­tet wer­den), damit sich jede_r ein Bild von der Rhetorik Erdo­gans und sein­er Anhänger machen kann.

Doku­men­ta­tion des Wort­lautes der Rede (und der Parolen der Menge) im pdf-For­mat

Auf dem YouTube-Chan­nel spon­taneitaet find­en sich noch weit­ere unter­titelte Videos zur The­matik.

Der faschistische Agitator” — Übersetzung einer Rede des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan

Unser Genosse M. hat die Rede des türkischen Min­is­ter­präsi­den­ten Recep Tayyip Erdo­gan, die er am 7. Juni 2013 vor zahlre­ichen Anhänger_innen in Istan­bul gehal­ten hat, ins Deutsche über­set­zt. Wir doku­men­tieren hier das Video (Unter­ti­tel müssen evtl. eingeschal­tet wer­den), damit sich jede_r ein Bild von der Rhetorik Erdo­gans und sein­er Anhänger machen kann.

Doku­men­ta­tion des Wort­lautes der Rede (und der Parolen der Menge) im pdf-For­mat

Auf dem YouTube-Chan­nel spon­taneitaet find­en sich noch weit­ere unter­titelte Videos zur The­matik.