Kurzmitteilung: Prozessbeginn nach Brand in Wiebelskirchen

Vor dem Landgericht Saar­brück­en hat am 30.01.2019 der Prozess wegen des tödlichen Brands von Wiebel­skirchen begonnen. Bei dem Feuer, das von den 19 und 29 Jahre alten Angeklagten im April des ver­gan­genen Jahres in einem Wohn­haus in der Kuchen­bergstraße gelegt wor­den war, ist ein 38-Jähriger ums Leben gekom­men. Zum Motiv der Täter heißt es im Bericht des SR:

Dem­nach hat­ten sich die bei­den Beschuldigten am Tatabend in Wiebel­skirchen mit einem Bekan­nten getrof­fen und Bier getrunk­en. Im Laufe des Tre­f­fens soll der Ältere der bei­den erk­lärt haben, dass in dem Haus in der Kuchen­bergstraße Aus­län­der wohn­ten, die seine Mut­ter belei­digt hät­ten. Wörtlich soll er gesagt haben, denen werde er es heimzahlen.

Aus deM Bericht des Sr

Erneut Naziveranstaltung im Hotel Budapest in Saarbrücken-Fechingen

Für ein „Patri­o­tis­ches Neu­jahrstr­e­f­fen“ am 13. Jan­u­ar 2019 im „Großraum Pfalz/Saar“ war­ben bekan­nte Neon­azis wie Sascha Wag­n­er und auch der extrem rechte Blog „WiR“ aus Heil­bronn vor allem über das Inter­net. Wo genau das Ganze stat­tfind­en sollte ließen die Ver­anstal­ter offen und mobil­isierten über einen Schleusungspunkt zum Ort des Geschehens, dem Hotel Budapest in der Blies­rans­bach­er Straße im Saar­brück­er Stadt­teil Bre­bach-Fechin­gen.

Dass es sich beim Ver­anstal­tungs­da­tum um keinen zufäl­lig gewählten Ter­min han­delte machte man bere­its in der Ein­ladung klar in der zur „Feier des 84. Jahrestages der Saar­be­freiung“ geladen wurde.

Die ver­sam­melte Nazipromi­nenz feierte den Anschluss des Saarge­bi­ets an das nation­al­sozial­is­tis­che Deutsch­land im Jahr 1935 für den bei ein­er Abstim­mung über 90% der Saar­län­derIn­nen stimmten.

Weit­er­lesen

100 BesucherInnen bei Veranstaltung zum NSU

Für den ver­gan­genen Son­ntag, den 25. Novem­ber 2018 hat­ten wir gemein­sam mit der Hein­rich Böll Stiftung Saar, der Gesellschaft zur Förderung des kri­tis­chen Denkens und Han­delns Cri­Think! e.V. sowie der Gruppe Con­n­Act ins Saar­brück­er Kino Achtein­halb ein­ge­laden. The­ma des Abends war der Münch­en­er NSU-Prozess und die Ver­strick­un­gen bun­des­deutsch­er Behör­den mit den mor­den­den Nazis. Mit 100 BesucherIn­nen war der Saal gut gefüllt. Als Ref­er­enten kon­nten wir Fritz Burschel bere­its zum vierten Mal zu diesem The­ma in Saar­brück­en begrüßen.

Weit­er­lesen

Veröffentlicht unter Nazis

Heimatgeschichten“ – Band 2 erschienen!

Mit dem zweit­en Band der Schriften­rei­he „Heimat­geschicht­en – Schlaglichter auf die extreme Rechte an der Saar“ wollen die Antifa Saar / Pro­jekt AK zusam­men mit dem Antifaschis­tis­chen AutorIn­nenkollek­tiv einen Blick auf die extreme Rechte im Saar­land wer­fen und darüber hin­aus aufzeigen, wie sich autoritäre und geschichtsver­fälschende Sichtweisen auch in der Arbeit von Behör­den und Historiker_innen aus­drück­en.

Die zweite Aus­gabe der „Heimat­geschicht­en“ beschäftigt sich selb­stver­ständlich wieder mit den Aktiv­itäten „klas­sis­ch­er“ saar­ländis­ch­er Nazis, dies­mal mit dem Fokus auf die Kam­er­ad­schaftsszene. Jedoch geht der Blick weit darüber hin­aus und stellt in einem Beitrag über die „Pius­brud­er­schaft“ extrem rechte Umtriebe unter dem Deck­man­tel der Kirche ins Licht ein­er hof­fentlich bre­it­eren Öffentlichkeit. Auch Skan­dale inner­halb der saar­ländis­chen Polizei wer­den beleuchtet und der Blick darauf gerichtet, welche Kräfte die immer weit­ere Ver­schär­fung der Repres­sion­s­ge­set­ze maßge­blich vorantreiben.

Weit­er­lesen

Veröffentlicht unter Nazis

Durchsuchung bei Hammerskin im April

Am 23. April wurde die Woh­nung des Ham­mer­skin Robert Kiefer in Püt­tlin­gen durch­sucht. Kiefer hat­te auf seinem Grund­stück im franzö­sis­chen Vol­mun­ster einen SS-Gedenkstein aufgestellt (wir berichteten). Das Grund­stück dient den Ham­mer­skins regelmäßig auch als Konzert­lo­ca­tion. Die Durch­suchung wurde auf­grund eines Recht­shil­fege­such aus Sar­reguem­ines durchge­führt. In Frankre­ich wird gegen Kiefer wegen Ver­her­rlichung von Kriegsver­brechen und von Ver­brechen gegen die Men­schlichkeit ermit­telt.

Presse zum The­ma:
Saar­brück­er Zeitung v. 12.01.18: Saar­län­der stellte SS-Gedenkstein im Bitsch­er Land auf
Saar­brück­er Zeitung v. 12.07.18: Nazi-Gedenkstein: Jus­tiz ermit­telt gegen Saar­län­der

 

Antifa Saar / Projekt AK unterstützt den Appell des Saarländischen Flüchtlingsrates

Kein saar­ländis­ches AnkER-Zen­trum
Ein Appell des
Saar­ländischen Flüchtlingsrates e.V.

Willkom­men­skul­tur? Fam­i­lien­zusam­men­führung? Inte­gra­tion? Mit der AfD im Rück­en haben heutzu­tage in der Flüchtlingspoli­tik Abschot­tung und Abschiebun­gen Kon­junk­tur. Das beweist auch die Entschei­dung des saar­ländis­chen Min­is­ter­präsi­den­ten Tobias Hans (CDU), das Flüchtlingslager Lebach zu einem so genan­nten AnkER-Zen­trum aufzurüsten, ohne über­haupt den Koali­tion­spart­ner (SPD) zu informieren.

Weit­er­lesen

Lesehinweis: Die Marschrichtung der “Lebenschützer”

Am 21. Oktober 2017 war es wieder soweit: Selb­st ernan­nte „Lebens­schützer” unter Fed­er­führung der „Priester­brud­er­schaft St. Pius X.”, die auch im katholis­chen Rhein­land ver­ankert ist, ziehen durch Saar­brükck­en. Jeanette Schweitzer, Red­ner­in der Abschlusskundge­bung, wet­tert gegen „Auswüchse irrsin­niger fem­i­nis­tis­ch­er Gen­der- und Abtreibungs­lobby”. Schilder proklamieren „Stoppt Gen­der-ide­olo­gie” und „Deutsch­land treibt seine Zukun­ft ab” — was als implizite Ref­erenz zum Bestsel­ler Thi­lo Sar­razins gele­sen wer­den kann.

Der Artikel ist in der Aus­gabe 70 der Zeitschrift Lot­ta — Antifaschis­tis­che Zeitung aus NRW, Rhein­land-Pfalz und Hes­sen erschienen.

Down­load als PDF: Lot­ta #70: Die Marschrich­tung der “Leben­schützer”

Stadt Sulzbach und Polizei versöhnen sich mit Neonazis

Als „ver­söhn­liche Geste“ (SR Aktuell vom 06.04.2018 / 21.45 Uhr) hät­ten die Stadt Sulzbach und die Polizei den knapp 100 Neon­azis, die am Fre­itag, dem 6. April 2018, im Salzbrun­nen­haus zu ein­er Pro­pa­gan­da-Ver­anstal­tung ein­ge­laden hat­ten, eine Ver­längerung eingeräumt. Ohne diese Ver­längerung hätte das Konz­ert mit der recht­en Hooli­gan-Com­bo Kat­e­gorie C gar nicht erst stat­tfind­en kön­nen. Denn die kamen – wegen eines Staus auf „des Führers Auto­bahn“ erst mit mehrstündi­ger Ver­spä­tung in Sulzbach an.

Sara Jost, Press­esprecherin der Antifa Saar / Pro­jekt AK hierzu:

Das schlägt dem Fass nun endgültig den Boden aus. Sollte es sich bewahrheit­en, dass die Stadt Sulzbach und die Polizei den ver­sam­melten Neon­azis aus der hal­ben Repub­lik mit ein­er Ver­längerung der Ver­anstal­tungser­laub­nis nun ent­ge­gengekom­men ist und somit diese auf dem Sil­bertablett servierte Chance ver­tan hat, den Auftritt dieser Band doch noch auf den let­zten Drück­er zu ver­hin­dern, dann kann man an die Ver­ant­wortlichen eigentlich nur noch die Frage richt­en: Wer hat Euch denn ins Gehirn geschissen?“ Weit­er­lesen

Protest gegen den Trauermarsch der Nazikameradschaft „Nationaler Widerstand Zweibrücken“ am 14. März 2018

Jedes Jahr im März demon­stri­eren in Zweibrück­en Nazis mit einem Fack­elzug und grässlich­er Musik durch die Zweibrück­er Innen­stadt und gedenken dabei ihren Opfern durch den alli­ierten Beschuss der Stadt im 2. Weltkrieg. Dieses Jahr hat­te die antifaschis­tis­che Gruppe „Sol­i­darische Rose“ mit dem Bünd­nis „Gemein­sam gegen Rechts“ zum Gegen­protest aufgerufen. Etwa 150 Men­schen kamen zu deren Kundge­bung auf dem Hallplatz, während sich 26 Nazis auf dem Alexan­der­platz ver­sam­melten. Nach ein­er Weile gin­gen viele Kundgebungsteinehmer_innen vom Hallplatz in Rich­tung Alexan­der­platz, um ihren Protest auch in Sicht- und Hör­weite der Nazis laut­stark fortzuset­zen. Während die Polizei dies mit Schal­g­stock­ein­satz zu ver­hin­dern ver­suchte, löste das Ord­nungsamt Weit­er­lesen

Pressemitteilung zum „Nationalen Widerstand Zweibrücken“

Die Antifa Saar / Pro­jekt AK hat eine Recherche über die Nazikam­er­ad­schaft „Nationaler Wider­stand Zweibrück­en“ (NWZ) veröf­fentlicht. Außer­dem ist es gelun­gen, die vom NWZ in der Ver­gan­gen­heit für die Ver­bre­itung ihrer men­schen­ver­ach­t­en­der Pro­pa­gan­da genutzte Inter­net­do­main (www.nationaler-widerstand-zweibrücken.org) zu übernehmen. Statt Nazi­parolen sind dort nun Infor­ma­tio­nen über Aktiv­itäten und Per­so­n­en der Zweibrück­er Naziszene zu find­en.

Am 10.03.2018 (nach der Veröf­fentlichung unseres Recherche-Infos unter www.nationaler-widerstand-zweibrücken.org) präsen­tierte der NWZ sich mit diesem Trans­par­ent in Hom­burg und machte damit selb­st auf unsere Recherche aufmerk­sam. 😀
(Bildquelle: Kai Schw­erdt)

Weit­er­lesen