Pressemitteilung: Vor 20 Jahren wurde Samuel Yeboah durch einen rassistischen Brandanschlag in Saarlouis ermordet
Vor 20 Jahren wurde Samuel Yeboah durch einen rassistischen Brandanschlag in Saarlouis ermordet
Am Ort des Geschehens wurden am gestrigen Montag Morgen von einer Gruppe Antifaschist_innen Blumen niedergelegt und ein Gedenkstein temporär aufgestellt. Die Antifa Saar / Projekt AK fordert ein würdiges Gedenken und ruft für den kommenden Samstag zu einer Demonstration in Saarlouis auf. Weiterlesen
20. Jahrestag der Ermordung Samuel Yeboahs – zugesandter Kurzbericht eines Antifaschisten
Heute ist der 19.September 2011. Vor genau 20 Jahren wurde Samuel Yeboah in Saarlouis Opfer eines rassistischen Brandanschlages. Gegen 3:30 Uhr morgens war in dem Asylbewerber_Innenheim in Saarlouis Fraulautern mit Hilfe eines flüssigen Brennstoffs Feuer gelegt worden. Bis heute ist nicht ganz klar ob Samuel, der heute 47 Jahre alt wäre, versucht hatte durch das brennende Treppenhaus zu flüchten oder ob er bereits aus dem Haus hinausgekommen war und versuchen wollte anderen Menschen zu helfen. Weiterlesen
Pressemitteilung: Anquatschversuch in Ottweiler
Anquatschversuch durch den saarländischen Verfassungsschutz in Ottweiler
Erneut haben Mitarbeiter des Verfassungsschutzes versucht einen Antifaschisten zu überrumpeln, um an Informationen über antifaschistische Strukturen zu kommen. Der Angesprochene lehnte das Gespräch jedoch ab. Weiterlesen
Sächsischer Verein AKuBiZ e.V. übernimmt Patenschaft für Samuel Yeboah – Gedenktafel
Der Verein AkuBiZ e.V. aus dem sächsischen Pirna hat am ersten Septemberwochenende dieses Jahres die Patenschaft für den Gedenkstein für Samuel Yeboah übernommen. Weiterlesen
20. Todestag von Samuel Yeboah – Demonstration gegen Rassismus und deutschen Nationalismus am 24.09.2011
Aufruf zur Demonstration:
Am 19. September 1991 fiel Samuel Kofi Yeboah in Saarlouis einem rassistischen Brandanschlag zum Opfer. Er ist eines der ersten Opfer rassistischer Gewalt in Westdeutschland nach der Wiedervereinigung. Anlässlich seines nahenden 20. Todestags wollen wir mit einer Aktionsreihe an Samuel Yeboah, dessen Mörder_innen nie gefasst wurden, würdig erinnern und den rassistischen Alltag in der Bundesrepublik und Europa thematisieren.
Wir knüpfen hiermit an Aktivitäten anlässlich des 5., 10. und 15. Todestags an. Am 10. Todestag hielten mehrere antirassistische Gruppen eine Gedenkveranstaltung ab, in deren Verlauf am Rathaus in Saarlouis eine schwere Steinplatte zum Gedenken an Yeboah angebracht wurde. Die Stadt fühlte sich durch das Gedenken offenbar gestört und prozessierte sowohl auf straf- als auch auf zivilrechtlichem Weg gegen die Anbringung der Gedenktafel und bekam vor Gericht Schadensersatz zugesprochen. Weiterlesen
In Gedenken an die Opfer des Saarbrücker „Rote Hilfe Prozesses“
„Der Stadtrat beschließt die Verlegung von drei „Stolpersteinen“ vor dem Rathaus St. Johann. Abstimmungsergebnis: Gegen die Stimme des Mitglieds der NPD beschlossen.“
So steht es im Protokoll der Sitzung des Saarbrücker Stadtrats vom 08.02.2011. Auf Anregung der Vereinigten der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) wurde beschlossen, der drei von den Nazis ermordeten Stadtratsmitglieder mit der Verlegung so genannter „Stolpersteine“ zu gedenken – wenig verwunderlich gegen die Stimme des NPD-Abgeordneten Peter Marx.
Die „Stolpersteine“ für Fritz Dobisch (SPD), Peter Roth (Kommunistische Partei – KP) und Wendel Schorr (KP) wurden am 08.04.2011 vor dem Saarbrücker Rathaus verlegt.
Die „Stolpersteine“ sind ein Konzept, entwickelt von Gunter Demnig. Mit den Gedenkplatten, welche zumeist vor dem letzten Wohnort in das Pflaster eingelassen werden wird an von den Nazis ermordete und vertriebene Menschen erinnert. Derzeit gibt es 24 „Stolpersteine“ in Saarbrücken.
Erschienen in “Die Rote Hilfe 03.2011”.
RoteHilfeZeitung03.2011: Der “Rote-Hilfe-Prozess” 1938 in Saarbrücken
Neuer PGP-Key
Ab sofort ist die Antifa Saar / Projekt AK verschlüsselt nur noch mit dem neuen PGP — Key erreichbar.
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Nazikonzert in Rohrbach-lès-Bitche (Lothringen / Frankreich) am 09.07.2011
Am Samstag, den 09. Juli 2011 fand in einer Sporthalle im französischen Rohrbach (Lothringen) ein Neonazikonzert mit circa 2.500 Besuchern statt, die vor allem aus der Bundesrepublik Deutschland und dem angrenzenden Ausland angereist waren. Auf diesem Konzert, welches bereits seit mehreren Monaten öffentlich in zahlreichen neonazistischen Webseiten und Foren beworben wurde, spielten die in Neonazikreisen sehr beliebten Bands „Bound for Glory“ (USA), „Division Germania“ (Mönchengladbach), „Brutal Attack“ (UK), „Frakass“ (Lyon / Frankreich) sowie „Jungsturm“ (Saarland). Weiterlesen
Vortrag mit anschließender Diskussion zur Extremismusklausel mit Steffen Richter (AKuBiZ e.V. Pirna)
Vortrag mit anschließender Diskussion zur Extremismusklausel mit Steffen Richter (AKuBiZ e.V. Pirna)
Am 15 Juli um 20.00 Uhr im Filmhaus Saarbrücken, Mainzerstraße 8
Am 18. Juli um 19.00 Uhr im Infoladen Trier, Hommerstraße 14
Seit Beginn des Jahres 2011 sind alle Bundesprogramme zur Förderung zivilgesellschaftlicher Initiativen im Bundesprogramm “TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN” zusammengefasst.
Damit Organisationen, die sich im Kampf gegen Rechts engagieren, weiterhin Geld vom Bund erhalten sind sie nach der Satzung dieses Programms dazu verpflichtet, eine sogenannte “Demokratieerklärung” zu unterzeichnen. So unproblematisch, wie der Begriff vielleicht klingen mag, ist er jedoch bei Weitem nicht. Die unterzeichnenden Organisationen garantieren nicht nur ihre Treue zum Grundgesetz, sondern gleichzeitig auch die Verfassungstreue ihrer Partner. Im Zweifelsfall sollen diese ihre Partnerorganisationen durch das Bundesamt für Verfassungsschutz auf ihre Treue zum Grundgesetz überprüfen lassen.
Dies löste eine Reihe von Protesten von diversen zivilgesellschaftlichen Organisationen, Gewerkschaften sowie Bundes- und Landtagsfraktionen aus. Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer, drohte der Bundesregierung gar mit einer Klage. Weiterlesen