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Gegen “Saargida” am 12.01.2014!
Aufruf des “Offenes Antifa Treffen Saarbrücken”
Am Montag, den 12.1.2015, wollen Nazis und Rassisten dem Dresdner „Erfolgsmodell“ PEGIDA nacheifern und unter dem Namen SAARGIDA einen Aufmarsch in der Saarbrücker Innenstadt abhalten.
Rassisten morden – Der Staat schiebt ab
Ähnlich wie bei den HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten) bzw. SaGeSa (Saarländer gegen Salafisten) Aufmärschen tummeln sich hier neben rassistischen „Wutbürgern“ auch organisierte Neonazis, wie das NPD Landesvorstandsmitglied Sascha Wagner. Ganz bewusst versuchen die hiesigen Nazistrukturen ihre Beteiligung an “SAARGIDA“ zu verschleiern. So instrumentalisieren sie Nicht-Parteimitglieder die Organisation zumindest nach außen hin zu übernehmen.
Neben den üblichen NPD-Nazis treten bei den PEGIDA-Ablegern auch verstärkt weitere Gruppen und Parteien aus der radikalen Rechten auf. Es kommt regelmäßig zu Beteiligungen von AfD‑, Pro Deutschland- oder Die Freiheit Mitgliedern. Faschistische Gruppen wie der „Bloc Identitaire“ oder sogenannte „Freie Kameradschaften“ nehmen ebenfalls immer wieder an PEGIDA-Demos teil. Weiterlesen
Erfolgreiche Veranstaltung „Israel. Der ewige Sündenbock.“
Über 120 Menschen kamen am Sonntag, dem 16. November in den Kultur- und Werkhof in der Nauwieser Straße zu unserer Veranstaltung mit Tilman Tarach zu dem Thema: „Israel. Der ewige Sündenbock.“
Nach einer Einführung in das Thema durch einen Vertreter der Antifa Saar / Projekt AK und einer verurteilenden Stellungnahme des stellvertretenden Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Saar und gleichzeitig Mitglied von dieLinke zu den aktuellen antisemitischen Aktivitäten einiger Bundestagsabgeordneten seiner Partei, begann der Vortrag von Tilman Tarach.
Dabei ging er ausführlich auf die
Ereignisse um den „Gaza-Krieg“ im vergangenen Sommer und seine Darstellung in den Medien ein. Aber auch die Rolle der UN und der europäischen Linken wurde thematisiert.
Es folgte eine interessante Diskussion, in der auch ausgiebig auf die Anmerkungen einiger Kritiker des Vortrags eingegangen wurde.
Die veranstaltenden Gruppen Aktion 3. Welt Saar, Antifa Saar / Projekt AK, CriThink! e.V., DIG Saar und Heinrich Böll Stiftung Saar traten mit der Veranstaltung zum ersten mal offiziell gemeinsam in dieser Konstellation auf und planen ihre Aktivitäten zu diesem Thema auch in Zukunft gemeinsam zu koordinieren.
Vielen Dank auch an die Kolleg_innen vom Kino Achteinhalb für die unkomplizierte Zusammenarbeit.
Die nächste Veranstaltung steht bereits fest. Am 12. März 2015 wird Stephan Grigat sein neues Buch „Die Einsamkeit Israels“ auf unsere Einladung hin in Saarbrücken vorstellen.
Antifa Saar / Projekt AK im November 2014
Gemeinsam gegen Rassismus und Islamismus! — Dem rassistischen „SaGeSa“ Mob entgegen!
Update: Die Gegendemonstration findet am Samstag (22 Nov. 2014), ab 13:00 in der
Bismarckstraße (Kolpingplatz), Völklingen statt.
Zugtreffpunkt: 12.00 Uhr HBF Saarbrücken
Am kommenden Samstag, den 22.11.2014 planen die „Saarländer gegen Salafisten“ (SaGeSa) eine Kundgebung unter dem Motto „Europa gegen den Terror des Islamismus – auch im Saarland“ auf dem Völklinger Otto- Hemmer Platz.
Ab 14.00 Uhr wollen die Nazis um „SaGeSa“ unter dem Vorwand, auf „die Gefahr des Salafismus und extremistischen Islamismus aufmerksam“ zu machen, in Völklingen demonstrieren.
Doch ähnlich wie bei den großen „HoGeSa“ (Hooligans gegen Salafisten) Demonstrationen in Köln und Hannover, welche sich die „SaGeSa“-Aktivisten zum Vorbild genommen haben, ist dies nur ein Vorwand, um ihr rassistisches und ausländerfeindliches Weltbild zum Ausdruck zu bringen. Dies wird deutlich, wenn man sich die Facebook-Seite der Organisatoren ansieht. Hier tummelt sich alles, vom saarländischen Naziproll bis hin zu saarländischen Nazigrößen, wie der ehemaligen Besitzerin der Saarbrücker Nazikneipe „City Train“ Jacky Süßdorf, die neuerdings die Vorsitzende des NPD Orstverbands Burbach ist. Verantwortlicher für die Gruppe ist Andre Huppert, der zuletzt auf einer NPD Kundgebung gegen Flüchtlinge in Lebach in Erscheinung getreten ist. Als Anmelder der Veranstaltung fungiert der NPD — Kader Sascha Wagner.
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Kurzmeldung: Saarbrücker Prügelpolizist zu 18 Monaten verurteilt!
Am heutigen Donnerstag, den 13.11.2014, wurde ein 32-jähriger Beamter der Saarbrücker “Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit” (BFE) vor dem Saarbrücker Amtsgericht wegen Gefährlicher Körperverletzung im Amt und Verfolgung Unschuldiger zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt. In dem Prozess ging es um den Angriff des Beamten auf einen Teilnehmer der Gegendemonstration zu der Mahnwache für den NS-Verbrecher Erich Priebke am 29.07.2013, bei dem der Antifaschist ohne ersichtlichen Grund mit einem Einsatzstock niedergeschlagen wurde und danach ambulant behandelt werden musste. Im Gegensatz zu den Behauptungen des Angeklagten, handelte dieser keineswegs in Notwehr. Nach der Attacke hatte dieser sogar noch versucht die Tat in einem Aktenvermerk zu verschleiern und den Angegriffenen zu belasten.
Saarländische Nazis bei HoGeSa-Demo in Köln
Am 26.10.2014 marschierten ca 4.000 gewaltbereite Hooligans und Neonazis in Köln. Inhaltlicher Aufhänger für die als Demonstration getarnte Krawalle war ein diffuses Bekenntnis gegen Salafismus. Dabei wurde Musik der Naziband Kategorie C gelauscht und auch ansonsten gab es für die abgestumpften Teilnehmer wenig Belästigungen etwa durch Redebeiträge oder einschreitende Polizisten. Das Meiste ist hierzu schon an anderer Stelle gesagt worde. Da sich unter den Teilnehmern aber auch eine Gruppe saarländischer Neonazis befand, die sich gegen 9 Uhr vom Saarbrücker Hauptbahnhof mit dem Zug Richtung Köln aufmachte, wollen wir kurz auf die Protagonisten der saarländischen Neonziszene im Umfeld der sogenannten HoGeSa-Demo eingehen.
Bericht: Antifa Saar unterstützt Proteste gegen IS – Solidarität mit Kobanê
Update: Flugblatt zur aktuellen Lage und Fotos aus Saarbrücken
Am 6.Oktober, als die Lage im umkämpften Kobanê (s.u.) immer kritischer wurde, begann in Saarbrücken eine Welle der Solidarität ihren Weg auf die Straße zu brechen. Bereits am Abend des 6.Oktober fand in Saarbrücken eine Spontandemonstration mit 300 Teilnehmer_innen statt, an der auch die Antifa Saar / Projekt AK teilgenommen hat. Am Dienstag, den 7.Oktober, waren wir morgens an einer Mahnwache vor dem Landtag mit anschließender Demonstration zur Europagalerie beteiligt.
Abends fand unter erneuter Beteiligung von etwa 300 Personen eine weitere Demonstration vom Landwehrplatz zur Europagalerie, bei der kurzzeitig die Eingangshalle des Hauptbahnhofs besetzt wurde, statt. Am 9. Oktober wurde mit mehreren hundert Teilnehmer_innen von der Europagalerie zum Saarbrücker Rathaus demonstriert. Am Samstag, den 11. Oktober, gehörte die Antifa Saar zu den Unterstützern einer Großdemonstration in Düsseldorf mit über 20 000 Menschen. Weiterlesen
Veranstaltung am 27.10.2014: “Ideologie und Herrschaftsrationalität. Nationalsozialistische Germanisierungspolitik in Polen”
Vortrag und Diskussion mit Dr. Gerhard Wolf (University of Sussex)
Montag, 27. Oktober 201420.00 Uhr
Buchhandlung St. Johann
Kronenstr. 6, Saarbrücken
Vor genau 75 Jahren überfiel das nationalsozialistische Deutschland Polen und löste damit den Zweiten Weltkrieg aus. Westpolen wurde dabei direkt an das Deutsche Reich angeschlossen und zum Experimentierfeld nationalsozialistischer Bevölkerungspolitik. In diesen annektierten Gebieten wurden hunderttausende Polen enteignet, ermordet, oder in das nicht direkt annektierte polnische Gebiet des “Generalgouvernements” vertrieben, um Platz für die Ansiedlung “volksdeutscher” Umsiedler zu schaffen. Parallel dazu verlief die Deportation der jüdischen Bevölkerung. Die zahlreichen Ghettos und späteren Vernichtungslager wie Kulmhof und Auschwitz wurden zu Zentren des Völkermords der lokalen jüdischen Bevölkerung und der Juden Europas.
Donnerstag, 13. November 2014: Aufruf zum Prozessbesuch
Prozess gegen prügelnden Polizisten / Antifaschist als Nebenkläger
Update 12.11.2014:
Für den morgigen Prozess wurden vom Gericht besondere “Sicherheitsanforderungen” angekündigt. Diese umfassen einen “gesondert gesicherten Bereich” um den Sitzungssaal 3, der nur nach vorheriger Durchsuchung betreten werden darf. Darüber hinaus werden im Gerichtssaal keine Mobiltelefone, Fotoapparate, Computer etc. sowie “gefährlich erscheinende Gegenstände” zugelassen und müssen vor Ort abgegeben werden. Aus diesem Grund empfehlen wir keine Handys etc. mit zur Verhandlung zu nehmen, da diese bei den Wachtmeistern hinterlegt werden müssen.
Ja, tatsächlich; so wie es aussieht kommt es zu einem Prozess vor dem Saarbrücker Amtsgericht gegen einen der uniformierten Schläger vom 29. Juli 2013. Damals verhinderten über 200 Antifaschist_innen eine Kundgebung von Nazis aus dem Umfeld der NPD und der Sturmdivision Saar vor dem italienischen Konsulat im Nauwieser Viertel in Saarbrücken. Aber auch die Ausweichkundgebung der ca. 20 Nazis für den in Italien verurteilten und unter Hausarrest stehenden — mittlerweile verstorbenen — NS-Kriegsverbrecher Erich Priebke vor der Europagalerie wurde erfolgreich angegangen. Die Kundgebung musste aufgelöst und die Priebke-Jünger in Polizeibussen aus der Stadt eskortiert werden. Im Grunde genommen ein erfolgreicher Tag aus antifaschisticher Sicht, wenn es nicht wieder, wie so oft, zu gewalttätigen Angriffen der Polizei auf die demonstrierenden Antifaschist_innen gekommen wäre. Ein junger Gegendemonstrant wurde durch einen gezielten Schlag mit dem Einsatzstock ins Gesicht so schwer verletzt, dass er kurzzeitig das Bewusstsein verlor und in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Weiterlesen
Soli T‑Shirt gegen Islamismus
Kurzmitteilung
Die Antifa-Saar / Projekt AK führt ab sofort folgendes T‑Shirt an ihrem Infostand.
Der Erlös aus dem Verkauf kommt den kurdischen Selbstverteidigungskräften in Nordsyrien zugute. Weitere Infos per mail info@antifa-saar.org oder an unserem Infostand.



