Benefizkonzert mit “What We Feel” und “Moscow Death Brigade” — 01.10.2014

Mittwoch, 1. Okto­ber 2014
20.30 Uhr
das mod­ul, Kaiser­straße 4, Saar­brück­en

Bene­fizkonz­ert mit den Moskauer Hard­core-Bands “What We Feel” und “Moscow Death Brigade”
Sup­port: “The Day We Fall” (HC/Neunkirchen)

Whatwefeel-SolikonzertWhat We Feel
Die Band grün­dete sich im Dezem­ber 2005 und vere­inte in sich Mit­glieder aus 3 rus­sis­chen Städten — Moskau, Sankt Peters­burg und Ryazan. Sie ist eine der weni­gen Bands in der ehe­ma­li­gen UdSSR, die nicht bloß pop­uläre west­liche Punk- und Hard­core­bands kopiert, son­dern raue, sozialkri­tis­che Musik spielt. Die Mit­glieder schrieben zu kein­er Zeit inter­pre­ta­tions­bedürftige oder gar belan­glose Texte, son­dern ver­sucht­en stets konkret und ungeschönt ihrer Hör­erschaft mitzuteilen, welche Prob­leme sie in ihrer jew­eili­gen Stadt und im heuti­gen Rus­s­land ins­ge­samt beobacht­en.

Die Band spielte bis heute bere­its über 150 Konz­erte. Nach eini­gen Konz­erten in Rus­s­land tourte sie mehrfach durch Wes­teu­ropa, um Geld für wohltätige Zwecke einzus­pie­len. (Deutsch­land 2007, 2008, Frankre­ich 2008, Bul­gar­ien 2009, Europa-Tournee 2009, zwei Europa-Tourneen 2010 sowie das “Siem­pre Antifascista Fes­ti­val” 2012 in Berlin im Zuge ein­er Wiedervere­ini­gung der Band.)
In jed­er Stadt, in der “What we feel” bish­er Konz­erte gab, arrang­ierte die Band außer­dem Filmvor­führun­gen, um über die rus­sis­che Antifa-Szene und alter­na­tive Sub­kul­turen zu informieren. Darüber hin­aus lag der Band immer am Herzen, nicht bloß ihre Musik in der jew­eili­gen Stadt zu spie­len, son­dern immer auch mit den Leuten vor Ort u.a. Work­shops und Diskus­sion­srun­den zu organ­isieren, um auf Neon­azige­walt bzw. staatliche Repres­sion aufmerk­sam zu machen, mit denen sich Ange­hörige aus sub­kul­turellen und antifaschis­tis­chen Strö­mungen in Rus­s­land zunehmend kon­fron­tiert sehen. Infos: www.facebook.com/wwfhc

Moscow Death Brigade
Moscow Death Brigade ist eine Hard­core-Punk Band aus Rus­s­land, die in ihrer Musik sowohl Hip Hop als auch Punk und Met­al vere­int. Textlich set­zt die Band auf sozialkri­tis­che und poli­tis­che The­men. MDB ist zu ein­er der aktivsten antifaschis­tis­chen Bands in Rus­s­land avanciert, die sich strikt gegen jegliche Form von Diskri­m­inierung und Faschis­mus ausspricht. In diesem Zusam­men­hang organ­isiert sie seit ihrer Grün­dung Bene­fizver­anstal­tun­gen und par­tizip­iert darüber hin­aus an solchen, welche von anderen Organ­isatoren ver­wirk­licht wer­den. Das Pub­likum, das die Konz­erte der Band besucht, set­zt sich für gewöhn­lich aus den ver­schieden­sten Sub­kul­turen zusam­men. Diese Mis­chung umfasst Punks, Skin­heads und Met­al­fans bis hin zu Hip Hop-Fans oder auch Graf­fi­tikün­stlern und Fußball­fans. Die Band möchte zusam­men mit ihren Fans deut­lich machen, dass sie als Ein­heit Teil ein­er weltweit­en sub­ver­siv­en Bewe­gung sind, die sich auf Fre­und­schaft, Sol­i­dar­ität und Frei­heit grün­det.

Sämtliche Ein­nah­men dienen der finanziellen Unter­stützung der Fam­i­lie von Ivan “Vanya” Khutur­oskoy. Ivan, ein engagiert­er Antifaschist, wurde im Novem­ber 2009 im Trep­pen­haus sein­er Moskauer Woh­nung von einem Neon­azi erschossen. Da er der alleinige Ernährer sein­er Fam­i­lie war, sind seine Hin­terbliebe­nen auf Sozial­hil­fe und die Ein­nah­men aus der Sol­i­dar­itäts-Tournee von What We Feel und Moscow Death Brigade angewiesen.

Ein­lass: 20.30 Uhr. Beginn: 21.00 Uhr
Ein­tritt: 6 € (wer kann, gibt mehr)

Hin­weis: Die Ver­anstal­tenden behal­ten sich vor, von ihrem Haus­recht Gebrauch zu machen und Per­so­n­en, die recht­en Parteien oder Organ­i­sa­tio­nen ange­hören, der recht­en Szene zuzuord­nen sind oder bere­its in der Ver­gan­gen­heit durch ras­sis­tis­che, nation­al­is­tis­che, anti­semi­tis­che oder son­stige Men­schen ver­ach­t­ende äußerun­gen in Erschei­n­ung getreten sind, den Zutritt zur Ver­anstal­tung zu ver­wehren oder von dieser auszuschließen.

Eine Ver­anstal­tung der “Unbekan­nten Konz­ert­gruppe” in Zusam­me­nar­beit der Hein­rich Böll Stiftung Saar.