Die NPD konnte am Vorabend ihres Bundesparteitags in Saarbrücken erneut die Räumlichkeiten des Hotel Budapest in Saarbrücken-Fechingen nutzen. An der internen Veranstaltung am Abend des 10. März 2017 nahmen nach Informationen der Antifa Saar / Projekt AK circa 30 Personen, darunter hochrangige Kader der Landes- und Bundespartei, teil. Nachdem rechte Organisationen von NPD bis Stahlhelm über Jahrzehnte relativ ungestört die Räume des Hotel Budapest nutzen konnten, versprach Hotelinhaber Uwe Lukacs 2014, damals noch als Beisitzer des Vorstandes der CDU Halberg, keine Räume mehr für rechte Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen. Dass diese Distanzierung nicht ernst gemeint war, beweist die erneute Vermietung an die NPD vom 10. März.
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300 Antifaschisten verzögern NPD-Bundesparteitag
Für den heutigen Samstag, den 11. März 2017, hatte die Antifa Saar / Projekt AK ab 8 Uhr zu einer Kundgebung unter dem Motto „Kein NPD Bundesparteitag in Saarbrücken” auf dem Schlossplatz aufgerufen. Im Umfeld der Kundgebung gelang es bis zu 300 Antifaschist_innen die Anreise der NPD Delegierten durch Blockaden der Zugänge erheblich zu verzögern. So konnte die NPD ihren Bundesparteitag erst mit zweistündiger Verspätung beginnen. Die Antifa Saar / Projekt AK bewertet die Blockaden als Erfolg und bedankt sich bei allen, die sich den Nazis heute in den Weg gestellt haben.
Dazu Alexander Breser, stellvertretender Pressesprecher der Antifa Saar / Projekt AK:
Offener Brief prangert Verhalten des Regionalverbandsdirektors an
Im Hinblick auf den anstehenden
Bundesparteitag der NPD im Saarbrücker Schloss hat die Antifa Saar / Projekt AK hat sich in einem offenen Brief direkt an den Regionalverbandsdirektor gewandt. Darin fordern wir diesen auf der Partei nicht einfach die Räume des Regionalverbands zu überlassen. Außerdem gehen wir auf das vom Regionalverband intern verschickte Schreiben ein, in dem sich der Regionalverband hinter alten Gerichtsurteilen verschanzt um zu rechtfertigen, dass nichteinmal der Versuch unternommen wurde der NPD die Räumlichkeiten zu verwehren. Das Schreiben kann im Originaltext hier eingesehen werden.
An dieser Stelle dokumentieren wir den Inhalt des offenen Briefs, der hier als PDF eingesehen werden kann:
Recherche-Info: Die NPD im Saarland
Seit dem 17. Januar diesen Jahres ist klar, dass die NPD zwar eine verfassungswidrige aber wegen ihrer Bedeutungslosigkeit dennoch legale Partei ist. Im Saarland ist die NPD trotz bundesweit sinkender Mitgliederzahlen sowie zahlreicher Skandale und Querelen eine bedeutende Kraft innerhalb der extremen Rechten. Sie kämpft aktuell darum, bei den kommenden Landtagswahlen die 1%-Marke zu überspringen, um von der Wahlkampfkostenerstattung zu profitieren. Ferner wollen Akteure der Saar-NPD im März ihren Bundesparteitag im Saarbrücker Schloss durchführen. Im Hinblick auf den Landtagswahlkampf hat die Partei innerparteiliche Gräben vorläufig überbrückt und neue Unterstützer rekrutiert. All dies nehmen wir zum Anlass, die Partei mit dieser Recherche-Info näher unter die Lupe zu nehmen.
Lesehinweis: Anti-Antifa, Provokateure und Schlägertrupps im Saarland
Auf Indymedia Linksunten ist bereits am 19. Februar ein Artikel erschienen, der sich mit verschiedenen saarländischen Anti-Antifa-Aktivisten beschäftigt. Wir teilen die Einschätzungen im Artikel in weiten Teilen und empfehlen daher an dieser Stelle die Lektüre: https://linksunten.indymedia.org/en/node/204361 / .pdf-Datei
Rechtes Terrornetzwerk um Burghard Bangert, auch bekannt als „Lügen-Gandalf“ aufgeflogen – enge Kontakte ins Saarland sind belegt
Vielen unserer Leser_innen dürfte Burghard Bangert als Lügen-Gandalf bekannt sein. Insbesondere zwischen November 2014 und Mai 2015 mussten ihn viele live ertragen, wenn er seine Auftritte im Rahmen von SageSa und im direkten Umfeld von Jacqueline Süßdorf hatte. Auch in den sozialen Netzwerken fiel er immer wieder auf mit übelster rassistischer und antisemitischer Hetze bis hin zu Mordaufrufen. Am Mittwoch, dem 25.01.2017 sahen sich die Behörden gezwungen auf die immer offeneren Ankündigungen zu reagieren und wurden fündig. Bei Hausdurchsuchungen in verschiedenen Bundesländern wurden zahlreiche Waffen gefunden und Hinweise auf ein rechtes Terrornetzwerk. Trotz außerordentlich guten Verbindungen von Bungart zur NPD Saar und ihrer Tarnorganisation SageSa, in deren Umfeld es auch immer wieder zu zahlreichen Aufrufen zum Terror kommt, blieben die Behörden im Saarland diesbezüglich untätig.
Pressemitteilung: Rechtes Terror-Netzwerk mit engen Kontakten zur Saar-NPD

Bangert im Kreise anderer Nazis von der inzwischen geschlossenen Kneipe “Jackys” in der Hochstraße.
Am Mittwoch, dem 25. Januar 2017 kam es in mehreren Bundesländern zu Hausdurchsuchungen bei Mitgliedern einer vermeintlichen rechten Terrorgruppe, die der Reichsbürgerbewegung zugerechnet wird. Als Kopf gilt der in Schwetzingen, bei Heidelberg wohnhafte selbsternannte Druide Burghard Bangert. Bei Bangert wurden laut Saarbrücker Zeitung neben Munition auch scharfe Waffen gefunden, darunter eine geladene Pumpgun. Zwischen Bangert und der extrem rechten Szene im Saarland kann eine enge Zusammenarbeit nachgewiesen werden.
Insbesondere zwischen November 2014 und Mai 2015 hielt sich Burghard Bangert häufig im Saarland auf und unterstützte die von dem NPD-Aktivisten Sascha Wagner ins Leben gerufene Tarnorganisation „Saarländer gegen Salafisten“ (SageSa), die noch immer versucht mit Kleinstkundgebungen auf sich aufmerksam zu machen (zuletzt anlässlich des Besuchs von Angela Merkel am 17. November 2016).
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Dokumentation: Burghard Bangert – Neo-Druide, Reichsbürger, Antisemit
Auf linksunten.indymedia.org ist am 26.01.2017 unter https://linksunten.indymedia.org/de/node/202088 ein Text des Antifaschistischen Axioms über Burghard Bangert erschienen, den wir an dieser Stelle dokumentieren: Weiterlesen
Gedenken am 25. Todestag von Samuel Yeboah
Am gestrigen Montag, den 19. September 2016, jährte sich der Todestag von Samuel Yeboah zum fünfundzwanzigsten Mal. Aus diesem Grund besuchte die Antifa Saar / Projekt AK gestern Morgen zunächst den Ort des Geschehens und legte am Tatort in der Saarlouiser Straße ein Blumengesteck nieder. Ein weiteres Blumengesteck wurde anschließend im Rahmen einer Gedenkveranstaltung am Grab von Samuel Yeboah abgelegt. Während der Gedenkveranstaltung provozierte der Kameradschafts- und NPD-Aktivist Markus Karl-Heinz Mang durch seine Anwesenheit. Außerdem wurde während der Gedenkveranstaltung auf dem Friedhofsparkplatz eine Autoscheibe eingeschlagen. Die Antifa Saar / Projekt AK fordert ein würdiges Gedenken und ruft für den kommenden Samstag zu einer Demonstration in Saarlouis auf.
Bericht zur Nazidemonstration am 17.09.2016 in Saarbrücken
Jacqueline Süßdorfs Nazidemo durch Saarbrücken wurde von der Polizei durchgesetzt. Der Demonstrationszug und die Abschlusskundgebung an der Europagalerie wurde erfolgreich von Gegendemonstrant_innen gestört.
Am Samstag, dem 17.9.2016 durfte Jacqueline Süßdorf mit ihrer Bande von rund 30 Nazis unter dem Schutz der Polizei ihre widerwärtige und menschenverachtende Propaganda in Saarbrücken verbreiten. Die Nazidemo startete mit rund 18 Personen an der ehemaligen Kneipe Süßdorfs in Burbach, die aufgrund antifaschistischer Intervention schließen musste. Von dort aus ging es in Richtung der Moschee in Burbach, wo Ricarda Riefling eine Rede gegen den Islam und Israel hielt. Auf der Demo waren unter anderem Markus Walter, Stefan Gerlach, Thorsten Dauster, Markus Mang und Siegrid Krieczewsky zugegen. Auf viel Gegenliebe stieß die von Jacqueline Süßdorf angemeldete Demo nicht. Von allen Seiten wurde sie und ihre Begleiter_innen von Umstehenden angepöbelt und beschimpft.




