Am gestrigen Montag, den 19. September 2016, jährte sich der Todestag von Samuel Yeboah zum fünfundzwanzigsten Mal. Aus diesem Grund besuchte die Antifa Saar / Projekt AK gestern Morgen zunächst den Ort des Geschehens und legte am Tatort in der Saarlouiser Straße ein Blumengesteck nieder. Ein weiteres Blumengesteck wurde anschließend im Rahmen einer Gedenkveranstaltung am Grab von Samuel Yeboah abgelegt. Während der Gedenkveranstaltung provozierte der Kameradschafts- und NPD-Aktivist Markus Karl-Heinz Mang durch seine Anwesenheit. Außerdem wurde während der Gedenkveranstaltung auf dem Friedhofsparkplatz eine Autoscheibe eingeschlagen. Die Antifa Saar / Projekt AK fordert ein würdiges Gedenken und ruft für den kommenden Samstag zu einer Demonstration in Saarlouis auf.
Kategoriearchiv: Nazis
Bericht zur Nazidemonstration am 17.09.2016 in Saarbrücken
Jacqueline Süßdorfs Nazidemo durch Saarbrücken wurde von der Polizei durchgesetzt. Der Demonstrationszug und die Abschlusskundgebung an der Europagalerie wurde erfolgreich von Gegendemonstrant_innen gestört.
Am Samstag, dem 17.9.2016 durfte Jacqueline Süßdorf mit ihrer Bande von rund 30 Nazis unter dem Schutz der Polizei ihre widerwärtige und menschenverachtende Propaganda in Saarbrücken verbreiten. Die Nazidemo startete mit rund 18 Personen an der ehemaligen Kneipe Süßdorfs in Burbach, die aufgrund antifaschistischer Intervention schließen musste. Von dort aus ging es in Richtung der Moschee in Burbach, wo Ricarda Riefling eine Rede gegen den Islam und Israel hielt. Auf der Demo waren unter anderem Markus Walter, Stefan Gerlach, Thorsten Dauster, Markus Mang und Siegrid Krieczewsky zugegen. Auf viel Gegenliebe stieß die von Jacqueline Süßdorf angemeldete Demo nicht. Von allen Seiten wurde sie und ihre Begleiter_innen von Umstehenden angepöbelt und beschimpft.
Kurzbericht: Antifaschistischer Protest gegen Nazikundgebung an der Europagalerie
// 12.08.2016: Redebeitrag ergänzt*
Für Freitag, den 5. August 2016 riefen die rechten Splitterorganisationen „Die Rechte“ und „Bündnis Saar“ wieder einmal zu einer gemeinsamen Mahnwache vor der Europagalerie auf. Angemeldet wurde die Kundgebung von der Nazi-Aktivistin Jaqueline Süßdorf, die neben ihrem Engagement bei „Bündnis Saar“ und dem Verein „Deutschland muss leben e.V.“ (Dml) auch Vorsitzende des NPD-Ortsverbandes in Saarbrücken-Burbach ist.
Sagesa blamiert sich – 0 (in Worten: Null) Teilnehmer bei Nazi-Kundgebung an der Europagalerie
Fast schon klammheimliche Freude konnte man bei den Aktivistinnen und Aktivisten der Saarländer gegen Salafisten (Sagesa) spüren, wenn sie sich in den sozialen Netzwerken über den „Amoklauf“ von München ä
ußerten. Sahen sie doch in diesen hinterhältigen Morden die Chance nochmal an die Öffentlichkeit zu treten. Und so wurde schnell angekündigt am Montag dem 25. Juli zeitgleich in Saarbrücken und in Kaiserslautern Kundgebungen durchzuführen. In Kaiserslautern versammelten sich etwa 16 Gefolgsleute der “Pfälzer Spaziergänge” und in Saarbrücken standen den etwa 25 anwesenden Antifaschist_innen sage und schreibe 0 (in Worten: Null) Sagesa-Leute gegenüber. Angeblich weil dem Sagesa-Aktivisten Sascha Wagner der PKW verreckt sei. Wir sind gespannt wie Sagesa diesen Minusrekord in Zukunft noch toppen will. Der neue VW Caddy von Sascha Wagner im Wert von 18.400 € wurde ihm übrigens erst vor kurzem von der „Aktion Kinderträume“1 gespendet. Ob dieser „Verein der deutschen Fleischwirtschaft e.V.“ glücklich damit ist, dass der PKW nun zur Durchführung rassistischer und teilweise neonazistischer Kundgebungen genutzt werden soll, ist uns derzeit noch nicht bekannt.
Die nächste Gelegenheit den saarländischen Nazis eins auszuwischen, ist aber schon in sichtbarer Nähe. Für Freitag, den 5. August 2016 hat Jacky Süßdorf mit ihrem „Bündnis Saar“ und der Partei „Die Rechte“ eine Kundgebung ab 17.30 Uhr an der Europagalerie angemeldet.
1http://www.aktion-kindertraeume.de/projekte.php?id=1215
Antifaschist_innen stören erfolgreich die Sagesa-Kundgebung am St. Johanner Markt

12 Teilnehmer hatte die Nazi-Bastelgruppe “Sagesa” mobilisiert, die dem Gestammel Peter Marx’ lauschten und eine stilvoll beschmierte Tapete in die Luft hielten.
Am Donnerstag, den 14. Juli war es wieder so weit: Der vorbestrafte Nazi-Hool Sascha Wagner mobilisierte wieder eine Auswahl an Lächerlichkeit nach Saarbrücken. Gerade einmal 12 Teilnehmer_innen konnte er nur deshalb mobilisieren, weil er um Hilfe von den Pfälzer Spaziergängern gebeten hatte. Von der ursprünglichen Aktivistengruppe ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die sog. „besorgten Bürger“ bleiben zuhause, während die Lücken mühevoll mit Nazis aus dem Hooligan-Spektrum, der FBU und der NPD Saar aufgefüllt werden.
Über 30 Antifaschist_innen standen spontan bereit, sich Sagesa entgegenzustellen und ihre Kundgebung zu stören. Zahlreiche Passanten schlossen sich der Kundgebung an und machten mit Parolen und Trillerpfeifen ihrem Unmut über den peinlichen Auftritt der Sagesa-Nazis Luft. Weiterlesen
Die Saar-AfD: Rechtsaußen angekommen

Nicht nur inhaltlich nah beisammen: AfD, NPD und Sagesa auf einer AfD — Kundgebung. Foto: Saarbrücker Zeitung
Auf ihrem Landesparteitag am 17. April 2016 stellten sich die Delegierten hinter den Vorsitzenden Josef Dörr und dessen Stellvertreter Lutz Hecker. Diese waren über Recherchen gestolpert, in denen die Kooperation der Saar-AfD mit extrem rechten Splittergruppen aufgedeckt wurde. Mit dem Parteitagsbeschluss ordnet sich die Saar-AfD damit in eine Reihe extrem rechter Landesverbände um den Faschisten Björn Höcke1 ein. Ein endgültiger Beschluss des Parteischiedsgerichts über die Auflösung des Saar-Landesverbandes durch die Bundespartei steht noch aus. Neben der Zusammenarbeit mit der extremen Rechten rekrutiert die AfD Mitglieder aus nationalistischen Burschenschaften und bietet auch Geschichtsrevisionisten und NS-Verherrlichern eine wohlige Heimat. Am 3. Juli findet nun erneut ein Landesparteitag in Völklingen Wehrden statt, auf dem Rudolf Müller als enger Vertrauter des skandalumwitterten Parteivorsitzenden Dörr zum Spitzenkandidaten gewählt werden soll.2
Lesehinweis: Jungle World — Keine anständigen Kurven
In der Jungle World ist unter dem Titel “Keine anständigen Kurven” ein Artikel von Ralf Fischer erschienen, der ausführlich auf unsere letzten Veröffentlichungen zur saarländischen Fußballszene eingeht. Wir empfehlen die Lektüre!
Interview mit Alexander Breser zum 1. FC Saarbrücken
Das Stadion, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2016. Überall in Deutschland brennen Flüchtlingsunterkünfte. Die rechtsradikale Partei AfD feiert den Einzug in mehrere Landesparlamente und das gesellschaftliche Klima in Deutschland ist zunehmend geprägt von rassistischer Mobilmachung. Die Regierung schränkt das ohnehin kaum noch vorhandene Recht auf Asyl weiter ein. Doch vielerorts regt sich Widerstand. Menschen organisieren sich, um gegen Nazis und Brandstifter in Nadelstreifen aktiv zu werden. Im kleinen Saarland macht derweil die Antifa Saar / Projekt AK auf Verbindungen zwischen lokalen Nazis und diversen Fangruppierungen des 1.FC Saarbrücken aufmerksam.
Das Saarland — von vielen auch verächtlich „der Osten des Westens“ genannt — macht seinem Schmähnamen daraufhin wieder einmal alle Ehre. Während bundesweit gerade auch Fußballfans dieser Tage immer wieder Haltung zeigen und sich gegen Nazis und Rassisten in ihrem Stadion aussprechen, möchte man sich im Saarland die Kuschelatmosphäre mit den benannten Nazis nicht kaputt machen lassen. Zu lange hat doch „alles gut funktioniert“. Und schließlich geben die Mörder von Morgen ihre Gesinnung ja bekanntlich am Stadiontor ab. Stattdessen wendet man sich in bester „Kill the Messenger“-Manier gegen vermeintliche und tatsächliche Antifaschist_innen, die statt der Nazis aus dem Stadion geworfen, eingeschüchtert und angegriffen werden. Diese Situation wirft Fragen auf, die Alexander Breser, Pressesprecher der Antifa Saar / Projekt AK, im folgenden Interview beantwortet.
Lesehinweis: Krawallbrüder und ihre Nazifreunde – Heute, morgen, für immer!
Wie bereits vor einem Jahr ist auf Indymedia Linksunten ein Hintergrundartikel über die Grauzone-Band “Krawallbrüder” und ihre Verbindungen zur saarländischen Naziszene veröffentlicht worden. Wir empfehlen die Lektüre des Textes wärmstens!
Lesehinweis: Vice berichtet über Christian Wirth
Die Vice hat unsere Pressemitteilung zur Mitgliedschaft von Christian Wirth (Kommisarischer Vertreter der AfD im Saarland) in der rechten Burschenschaft “Ghibellina zu Prag in Saarbrücken” aufgegriffen und berichtet im Artikel “Die AfD-Einzelfälle der Woche: Ein rechter Burschenschafter und ein Neonazi-Sympathisant” über den Vorfall.
Update — 14.04.16: In der Vice ist ein weiterer Artikel erschienen, in dem der Vorfall Erwähnung findet.

