Bericht zum Prozess am 6. Mai 2015

Am ver­gan­genen Mittwoch, den 6. Mai, wurde ein saar­ländis­ch­er Antifaschist vom Saar­brück­er Amts­gericht erstin­stan­zlich zu ein­er Bewährungsstrafe verurteilt.
Dem Aufruf der Antifa Saar / Pro­jekt AK, den Prozess kri­tisch zu begleit­en und Sol­i­dar­ität mit dem Angeklagten zu zeigen, fol­gten über 20 Per­so­n­en. Die Jus­tiz ver­suchte die Prozessbeobachter_innen durch penible Ein­lasskon­trollen einzuschüchtern. Daran anknüpfend beobachtete die poli­tis­che Polizei (Staatss­chutz) den Prozessver­lauf und die Unterstützer_innen genau.

Zu Beginn des Prozess­es ver­las der Anklagte eine Prozesserk­lärung, Weit­er­lesen

Aufruf zum Prozessbesuch am 6. Mai 2015

Update 05. Mai 2015: Für den morgi­gen Prozess wur­den vom Gericht beson­dere “Sicher­heit­san­forderun­gen” angekündigt. Diese umfassen einen “geson­dert gesicherten Bere­ich” um den Sitzungssaal 1, der nur nach vorheriger Durch­suchung betreten wer­den darf. Darüber hin­aus wer­den im Gerichtssaal keine Mobil­tele­fone, Fotoap­pa­rate, Com­puter etc. sowie “gefährlich erscheinende Gegen­stände” zuge­lassen und müssen vor Ort abgegeben wer­den. Aus diesem Grund empfehlen wir keine Handys etc. mit zur Ver­hand­lung zu nehmen, da diese bei den Wacht­meis­tern hin­ter­legt wer­den müssen.

Wir sind hier, um uns zu entschuldigen…

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Am 6. Mai soll einem Genossen vor dem hiesi­gen Amts­gericht der Prozess gemacht wer­den. Die Staat­san­waltschaft wirft ihm vor, in der Sil­vester­nacht 2013/2014 eine Polizeistreife im Saar­brück­er Nauwieser Vier­tel mit Feuer­w­erk ange­grif­f­en, sowie am Rande eines Nazi­auf­marschs im Mai 2014 in Völk­lin­gen einen Polizis­ten mit ein­er Fah­nen­stange geschla­gen zu haben. Die staatlichen Repres­sion­sor­gane wollen das Bild eines gewalt­täti­gen Ran­dalier­ers zeich­nen, der in seinem Hass auf die Repräsen­tan­ten des Staates auch vor mas­siv­er Gewalt nicht zurückschrecke.

für jede Straßen­schlacht, jeden Wider­spruch, und was son­st noch unschön war…

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Szene auf dem Höhepunkt? – Rechte Aktivitäten im März 2015

NPD-Landesvorsitzender Peter Marx mit SaGeSa-Aktivisten

NPD-Lan­desvor­sitzen­der Peter Marx (drit­ter von links) mit SaGeSa-Aktivisten

Im März fan­den zahlre­iche Ver­anstal­tun­gen der extremen Recht­en von NPD bis zu Kam­er­ad­schaften im Saar­land statt. Auf den ersten Blick kön­nte man deshalb annehmen, dass die rechte Szene deut­lich erstarkt ist. Dies ist zumin­d­est teil­weise der Fall, denn so viele öffentliche Aktio­nen fan­den seit Jahren nicht statt. Allerd­ings trügt der Schein, denn bei näherem Hin­se­hen wird deut­lich, dass die Tak­tiken der Nazis vielfach nicht aufge­gan­gen sind. Der Ver­such bre­ite Teile der saar­ländis­chen Nazi-Hooli­gan­szene hin­ter „SaGe­Sa“ zu schar­ren, scheit­erte schon im let­zten Jahr an Stre­it­igkeit­en rund um die Rolle der NPD bei „SaGe­Sa“. Die Ver­suche der NPD Saar über „SaGe­Sa“ an den Aktio­nen von „SaarGI­DA“ teilzunehmen scheit­erten eben­falls.

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Veranstaltung: Was tun wenn’s brennt?

Tipps und Tricks im Umgang mit den staatlichen Repressionsorganen

rh_web-e1428237215416Wer an Demon­stra­tio­nen oder Ver­anstal­tun­gen teil­nimmt, läuft immer auch Gefahr, mit Polizei und Jus­tiz kon­fron­tiert zu werden.Damit diese Begeg­nung nicht zum Desaster wird, bere­it­en wir euch in diesem Work­shop auf solche Kon­fronta­tio­nen vor. Es gibt viele nüt­zliche Tipps & Tricks zum Umgang mit den staatlichen Repres­sion­sor­ga­nen in bren­zli­gen Sit­u­a­tio­nen: ange­fan­gen mit der Vor­bere­itung auf eine Demo, über das Ver­hal­ten bei Übergif­f­en, Haus­durch­suchun­gen und bei Fes­t­nah­men bis hin zu den Nach­we­hen wie Straf­be­fehlen, Gerichtsver­fahren und DNA-Ent­nah­men. Gemein­sam mit Euch wollen wir einen sicheren Umgang mit Polizei und Jus­tiz erarbeiten.

Don­ner­stag, 09.04.2015
18:30 Uhr (pünk­tlich!)
Peter Imandt Gesellschaft
(Rosa-Lux­em­burg-Stiftung Saar)
Fut­ter­straße 17–19, 66111 Saar­brück­en

Ein­tritt frei!

Frank Franz und die Saar-NPD

logoIn dem  Mag­a­zin “der rechte rand” ist in der Aus­gabe 152 (Januar/Februar) ein Artikel über den poli­tis­chen Werde­gang von Frank Franz inner­halb der saar­ländis­chen NPD erschienen. Das Mag­a­zin ist an unserem Info– und Bücher­tisch erhältlich oder direkt beziehbar unter http://www.der-rechte-rand.de/.

Down­load des Artikels: DRR 152: Frank Franz und die Saar — NPD

 

 

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Übergriffe häufen sich – Rechte Mobilisierungen motivieren Neonazis

Über­griffe häufen sich – Rechte Mobil­isierun­gen motivieren Neonazis

Homo­phober Über­griff im Kau­fland in Merzig – Per­son­al und Kun­den schauen weg!

Matthias Treinen wurde als einer der Angreifer im Merziger Kaufland idendifiziert

Matthias Treinen wurde als ein­er der Angreifer im Merziger Kau­fland identifiziert

Am Fre­itag, dem 4. Feb­ru­ar 2015, kam es in dem Dis­counter Kau­fland in der saar­ländis­chen Kreis­stadt Merzig zu einem Angriff auf ein junges Paar. Die bei­den Män­ner wur­den durch Mit­glieder der neon­azis­tis­chen Kam­er­ad­schaft „Stur­m­di­vi­sion Saar“ zuerst belei­digt und dann ver­fol­gt, geschub­st und mas­siv bedro­ht. Die Neon­azis, die auf­grund der Schriftzüge an ihren Jack­en ein­deutig der Stur­m­di­vi­sion Saar zuge­ord­net wer­den kon­nten, beschimpften das junge Paar unter anderem als „wider­natür­lich“ und dass sie „ver­gast gehören“. Wed­er die Kund_innen im Kau­fland noch das Per­son­al grif­f­en ein oder holten Hil­fe. Schließlich kon­nten die Ange­grif­f­e­nen zu ihrem PKW gelan­gen und flüchten.

Im Inter­net recher­chierten sie dann nach der „Stur­m­di­vi­sion Saar“ und stießen dabei auf Weit­er­lesen

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Aufruf: Gegen den politischen Aschermittwoch der NPD!

Immer wieder dieselbe Scheiße!

Update 17.02.2015:
Kundge­bung am Bahn­hof Schaf­brücke — 17.00 Uhr!

Update 16.02.2015:
Gemein­samer Zugtr­e­ff­punkt: 16:00 Uhr Haupt­bahn­hof Saarbrücken

Am kom­menden Mittwoch, den 18.2.2015, will die saar­ländis­che NPD mal wieder ihren poli­tis­chen Ascher­mittwoch in der Fes­thalle Schaf­brücke abhalten.

20150218_Gegen_NPD_AschermittwochNaziver­anstal­tun­gen in dieser Halle waren in den ver­gan­genen Jahren immer wieder Ziel antifaschis­tis­ch­er Inter­ven­tion. Bere­its zum poli­tis­chen Ascher­mittwoch 2009 block­ierten mehrere Hun­dert Antifaschist_innen über Stun­den eine Zufahrtsstraße zur Halle. An diesem Tag erregte der ehe­ma­lige NPD-Bun­desvor­sitzende Udo Pastörs bun­desweite Aufmerk­samkeit, als er in sein­er Rede in der Fes­thalle Schaf­brücke Aus­län­der als „Samenkanonen“ und die BRD als „Juden­re­pub­lik“ beze­ich­nete, was ihm im Nach­gang eine Verurteilung wegen Volksver­het­zung einbrachte.

Auch dieses mal sind die gelade­nen Gäste alles andere als Unbekan­nte. Mit dem Berlin­er Lan­desvor­sitzen­den Sebas­t­ian Schmidtke soll ein­er der Haupt­stadt-Pro­tag­o­nis­ten der NPD, welch­er aus dem Umfeld der freien Kam­er­ad­schaft stammt, am Mittwoch sprechen. Das zur musikalis­chen Begleitung ein­ge­ladene Nazi-Duo „A3stus“ fiel zulet­zt u.a. bei ein­er Aktion vor ein­er Flüchtling­sun­terkun­ft in Berlin-Hellers­dorf auf.

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Prozess gegen „Fahnenstangen-Nazi“ von der Priebke-Mahnwache

Prozess gegen „Fah­nen­stan­gen-Nazi“ von der Priebke-Mahnwache

Am Dien­stag, dem 3. Feb­ru­ar 2015 wurde in Saar­brück­en der Neon­azi Har­ald Hörn­er zu ein­er Geld­strafe verurteilt.

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Hin­ter­grund der Ver­hand­lung war der Angriff des Saar­louis­ers auf eine Frau während der Mah­nwache für den deutschen Kriegsver­brech­er Erich Priebke am 29. Juli 2013

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Veranstaltung: Die Einsamkeit Israels

Buchvorstel­lung mit Stephan Gri­gat: “Die Ein­samkeit Israels” — 
Zion­is­mus, die israelis­che Linke & die iranis­che Bedrohung

Don­ner­stag, 12. März 2015
19.00 Uhr
Galerie im Filmhaus
Mainz­er Str. 8, 6
6111 Saar­brück­en

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In der deutschsprachi­gen Nahost-Diskus­sion trifft man immer wieder auf die Behaup­tung, der Anti­semitismus in den ara­bis­chen und islamis­chen Län­dern sei ein Resul­tat des Nahost-Kon­flik­ts. Dage­gen soll verdeut­licht wer­den, inwiefern der ara­bis­che und islamis­che Anti­semitismus eine der zen­tralen Ursachen dieses Kon­flik­tes ist, dessen Ver­lauf maßge­blich bes­timmt hat und bis heute prägt. Seit Beginn des 21. Jahrhun­derts ist die antizion­is­tis­che Ide­olo­gie zu neuem Leben erwacht und weist weit über den Kreis link­er Kle­in­grup­pen hin­aus. Ein­er sein­er Haupt­pro­tag­o­nis­ten ist heute das iranis­che Regime. Dass die im Antizion­is­mus angelegten Ver­nich­tungsphan­tasien nicht Real­ität gewor­den sind, ver­dankt sich einzig und allein der israelis­chen Staats­ge­walt. Weit­er­lesen

NPD — Strukturen und Gegenwehr an der Saar

105-Titel-A4-300x426pxFür das Antifaschis­tis­che Infoblatt (AIB) haben wir für die Aus­gabe 105 (Win­ter 2014) einen Artikel ver­fasst, in dem die NPD als stärk­ster Akteur der extremen Recht­en im Saar­land beleuchtet wird und antifaschis­tis­che Gege­nak­tiv­itäten dargestellt werden.

Anmerkung: Lei­der hat sich in den Artikel ein Fehler eingeschlichen. Markus Mang ist nicht in den Stad­trat von Völk­lin­gen einge­zo­gen, son­dern Frank Franz (4,0 %). Mang hat den Einzug in den Stad­trat von Saar­louis mit 1,5 % ver­passt. Darüber hin­aus erre­ichte auch Thorsten Kreis für die NPD ein Man­dat im Ort­srat Völklingen.

Das Antifaschis­tis­che Infoblatt ist bei dem Info- und Bücher­tisch der Antifa Saar erhältlich oder direkt beziehbar unter http://www.antifainfoblatt.de/.
Down­load: NPD-Struk­turen und Gegen­wehr an der Saar [PDF]

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