Wie bereits vor einem Jahr ist auf Indymedia Linksunten ein Hintergrundartikel über die Grauzone-Band “Krawallbrüder” und ihre Verbindungen zur saarländischen Naziszene veröffentlicht worden. Wir empfehlen die Lektüre des Textes wärmstens!
Lesehinweis: Vice berichtet über Christian Wirth
Die Vice hat unsere Pressemitteilung zur Mitgliedschaft von Christian Wirth (Kommisarischer Vertreter der AfD im Saarland) in der rechten Burschenschaft “Ghibellina zu Prag in Saarbrücken” aufgegriffen und berichtet im Artikel “Die AfD-Einzelfälle der Woche: Ein rechter Burschenschafter und ein Neonazi-Sympathisant” über den Vorfall.
Update — 14.04.16: In der Vice ist ein weiterer Artikel erschienen, in dem der Vorfall Erwähnung findet.
Kurzmeldung: Nazi-Kundgebung vor Europagalerie erneut blockiert.
Für den 01. April 2016 rief die wegen Volksverhetzung vorbestrafte Vorsitzende der NPD Burbach, Jaqueline Süßdorf, „alle Fahnen, alle Organisationen, Bürgerinitiativen, Bürgerliche, DML e.V. — Deutschland muss leben, Bürgerwehr, Fußballfans, Biker, Bruderschaften, die RECHTE und NPD“ zu einer Mahnwache auf. Wie bereits bei der verhinderten Kundgebung von Sagesa in der vergangenen Woche beabsichtigte die Veranstalterin, die Opfer des Terroranschlags vom 22.3.2016 in Brüssel für ihre Hetze gegen Flüchtlinge zu instrumentalisieren.

Am Thema Vorbei: S. Hellmann hat keine Lust mehr auf Fortpflanzungszwang für Volk und Nation.
Auch diesmal sind die Nazis mit diesem Ansinnen in der Saarbrücker Innenstadt kläglich gescheitert. Trotz Beschwörungen durch die Veranstalterinnen „jetzt doch endlich mal den Arsch hoch zu kriegen“, schafften es nur 22 Vertreter der mobilisierenden Splittergruppierungen zur Mahnwache. Anders als die Woche zuvor versuchten sie sich nicht einmal in rhetorischen Ausführungen. So blieb den spontan zusammengekommenen Nazi-Gegner_innen und Passant_innen die immer gleiche Leier vom Untergang des Abendlandes erspart. Währenddessen sammelte sich um die Kundgebung eine Menschenmenge von zeitweise bis zu 150 Saarbrücker_innen, die lautstark ihren Unmut kundtaten.
AfD macht Bock zum Gärtner: Kommissarischer Vertreter ist Mitglied in rechter Burschenschaft
Pressemitteilung:
Nach der Auflösung des saarländischen Landesverbandes der AfD hat der Bundesvorstand der Partei mit Christian Wirth mindestens eine Person zur Vertretung bestimmt, die Mitglied in der rechten Burschenschaft „Ghibellinia zu Prag in Saarbrücken“ ist.

Nachdem der Landesverband der AfD erst letzte Woche wegen Verbindungen zur rechten Szene aufgelöst wurde, ist mit Christian Wirth ein Mitglied der schlagenden Burschenschaft „Ghibellinia zu Prag in Saarbrücken“ zu einem der drei kommissarischen Vertreter des Landesvorstandes bestimmt worden. Die in Saarbrücken-Scheidt ansässige Burschenschaft „Ghibellinia zu Prag in Saarbrücken“ ist in der Vergangenheit nicht nur durch ihre ungebrochene Tradition zur nationalsozialistischen Vernichtungselite im Prag der 1930er Jahre aufgefallen, sondern auch mehrfach durch ihre Kontakte zur extremen Rechten. So versuchte die Burschenschaft im Wintersemester 2012/2013 ein Mitglied der Saarländischen Naziszene für die Verbindung anzuwerben. Weiterlesen
Lesehinweise: Naziaufmarsch in Bruchsal / Kameradschaft „Weisse Wölfe Terrorcrew“
Bereits am 19. März fand in Bruchsal (Baden-Württemberg) unter dem Motto “Tag der Heimattreue” ein Aufmarsch von etwa 110 Nazis statt. Unter den Teilnehmer_Innen des Aufmarsch befanden sich zahlreiche Nazis aus dem Saarland und der Westpfalz. Fotos und Namen der Nazis, die dem saarländischen Landesverband der Partei “die Rechte” und der Kameradschaft “Nationaler Widerstand Zweibrücken” zu zuordnen sind, finden sich in diesem Artikel auf Indymedia: https://linksunten.indymedia.org/de/node/173028
Der “Nationale Widerstand Zweibrücken” bzw. seine beiden Mitglieder Detlef Walk und Andreas Werner Fröhlich sind auch Gegenstand eines Artikels, der sich mit dem Verbot der Kameradschaft “Weisse Wölfe Terrorcrew” beschäftigt. Walk und Fröhlich waren bereits mehrfach Teilnehmer bei Aktionen von Sagesa. Zum ausführlichen Artikel geht es hier: https://linksunten.indymedia.org/de/node/173317
Kurzmeldung: Lesehinweis zur AfD Saar
Passend zur Auflösung des saarländischen Landesverbands der AfD durch den Bundesvorstand aufgrund der Verflechtungen der Saar-AfD mit der Naziszene ist auf Indymedia ein Artikel erschienen, der neben den bereits bekannten Verbindungen (1,2) zwischen NPD und AfD weitere Verstrickungen von AfD und NPD Saar belegt. Zu dem Artikel geht es hier: https://linksunten.indymedia.org/de/node/173387
Kurzmeldung: Sagesa muss Kundgebung abbrechen
Für den 24. März 2016 rief die NPD-Vorfeldorganisation Sagesa zu einer Mahnwache auf. Dabei beabsichtigten die Veranstalter die Opfer des Terroranschlags von 22.3.2016 in Brüssel für ihre Hetze gegen Flüchtlinge zu instrumentalisieren. Dieser Versuch der Sagesa-Nazis scheiterte kläglich. Lediglich ein kleines Häufchen der Sagesa-Freakshow war anwesend und spulte die immer gleiche Leier vom Untergang des Abendlandes ab. Währenddessen sammelte sich um die Kundgebung eine Menschenmenge von zeitweise bis zu 200 Saarbrücker_innen, die lautstark ihren Unmut kundtaten. Otfried Bests Rede wurde durch Pfiffe und Rufe der Umstehenden ständig unterbrochen. Stefan Gerlach beschwerte sich daraufhin über das Mikrofon, die Polizei würde die Gegendemonstranten trotz Anzeigen nicht zum Schweigen bringen. Die umstehenden Saarbrücker_innen quittierten das Gestammel sachgerecht mit “Heul doch!”-Rufen. Gabriele Conrad demonstrierte schließlich eindrücklich, wie sehr sie und ihre braunen Kameraden den Kontakt zur Realität verloren haben: Während ihre klägliche Kundgebung von einer immer größer werdenden Menge von saarbrücker Fußgängern regelrecht eingekesselt wurde, rief sie hinaus, dass es in Deutschland keine Demokratie gebe. So sieht es wohl aus, wenn sich ein vollkommen debiler Geist versucht zu erklären, warum die spontane Reaktion der großen Mehrheit des Publikums in Abneigung statt in Zustimmung besteht. Wenn die Mehrheit gegen einen ist, dann Weiterlesen
Riegelsberger „Initiativgruppe Hindenburgturm“ bestätigt erneut ihr nationalsozialistisches Weltbild
Nachdem es Antifaschist_innen gelungen ist, den Bau eines Denkmals für Wehrmachts- und SS-Angehörige in Riegelsberg vorerst unmöglich zu machen, melden sich nun die Initiatoren des Vorhabens zu Wort. In zwei in der „Riegelsberger Wochenpost“ veröffentlichten konfusen und vor Hass überschäumenden „Gegendarstellungen“ stellt die „Initiativgruppe (IG) Hindenburgturm“ um Dietmar Braun erneut ihr nationalsozialistisches Weltbild zur Schau.
Verfahren nach Hausdurchsuchung eingestellt

von links: Asif Khan mit Daniel Zanner beim Angriff auf das Jugendzentrum Neunkirchen, 2007.
Seit dem September 2013 hatte das saarländische LKA nach einem Naziübergriff ermittelt. Doch nicht etwa gegen die Täter, sondern gegen einen Antifaschisten, dem vorgeworfen wurde, an der Veröffentlichung von Namen und Bildmaterial bekannter Nazischläger aus der Saarbrücker Fußballszene beteiligt gewesen zu sein. Ende 2015 wurde das Verfahren schließlich eingestellt. Obwohl wir selbstverständlich die Einstellung des Verfahrens begrüßen, bleibt ein fader Beigeschmack hinsichtlich der skandalösen Ermittlungsarbeit der Polizei.
Blau-Schwarze-Family – Der 1. FC Saarbrücken und seine Nazis
Probleme mit Nazis in Fankurven bestehen nicht nur im gesamten Bundesgebiet, sondern europaweit. Nazis werden von dem beim Fussball verbreiteten Gewalt- und Männlichkeitskult magisch anzogen.Deshalb wundert es wenig, dass auch rund um den 1. FC Saarbrücken (FCS) Nazis immer wieder von sich reden machen. Dabei kann man davon ausgehen, dass nur ein Bruchteil der tatsächlichen Vorfälle die Öffentlichkeit erreicht, denn gerade beim Fußball werden rechte Übergriffe immer wieder verharmlost, heruntergespielt und als Streitigkeiten zwischen Fangruppierungen abgetan.

Nazis beim FCS: Gruppenfoto mit Jacky Süßdorf und Marion Meier (beide mittig in der zweiten Reihe)