Das Stadion, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2016. Überall in Deutschland brennen Flüchtlingsunterkünfte. Die rechtsradikale Partei AfD feiert den Einzug in mehrere Landesparlamente und das gesellschaftliche Klima in Deutschland ist zunehmend geprägt von rassistischer Mobilmachung. Die Regierung schränkt das ohnehin kaum noch vorhandene Recht auf Asyl weiter ein. Doch vielerorts regt sich Widerstand. Menschen organisieren sich, um gegen Nazis und Brandstifter in Nadelstreifen aktiv zu werden. Im kleinen Saarland macht derweil die Antifa Saar / Projekt AK auf Verbindungen zwischen lokalen Nazis und diversen Fangruppierungen des 1.FC Saarbrücken aufmerksam.
Das Saarland — von vielen auch verächtlich „der Osten des Westens“ genannt — macht seinem Schmähnamen daraufhin wieder einmal alle Ehre. Während bundesweit gerade auch Fußballfans dieser Tage immer wieder Haltung zeigen und sich gegen Nazis und Rassisten in ihrem Stadion aussprechen, möchte man sich im Saarland die Kuschelatmosphäre mit den benannten Nazis nicht kaputt machen lassen. Zu lange hat doch „alles gut funktioniert“. Und schließlich geben die Mörder von Morgen ihre Gesinnung ja bekanntlich am Stadiontor ab. Stattdessen wendet man sich in bester „Kill the Messenger“-Manier gegen vermeintliche und tatsächliche Antifaschist_innen, die statt der Nazis aus dem Stadion geworfen, eingeschüchtert und angegriffen werden. Diese Situation wirft Fragen auf, die Alexander Breser, Pressesprecher der Antifa Saar / Projekt AK, im folgenden Interview beantwortet.


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