Filmvorführung: “Sad but True”

Don­ner­stag, 25. Sep­tem­ber 2014
17.00 Uhr
kino achtein­halb, Nauwieser Str. 19, Saar­brück­en

Am 16.11.2009 wurde Ivan “Vanya” Khutur­oskoy im Trep­pen­haus zu sein­er Moskauer Woh­nung von einem Neo-Nazi erschossen.

Zuvor gab es bere­its drei fehlgeschla­gene Mor­dan­schläge auf Vanya. Er galt der Moskauer Naziszene als per­son­ifziertes Feind­bild, da er gemeinivansam mit Freund_innen antifaschis­tis­che Selb­stvertei­di­gungs­grup­pen auf­baute, um Punk- und Hard­core­shows vor den zahlre­ichen Nazian­grif­f­en zu schützen.
Der Film ist ein Por­trait einiger Fre­unde über Ivan selb­st und ein Bericht über die Umstände sein­er Ermor­dung.
Er erzählt jedoch nicht nur über den Ver­lust eines Fre­un­des und Genossen, son­dern gibt auch einen Ein­blick in die Sit­u­a­tion des Moskauer Punk-Unter­grun­des der 2000er-Jahre und die Bedin­gun­gen, denen die antifaschis­tis­che Bewe­gung in Rus­s­land aus­ge­set­zt war. Weit­er­lesen

Sonntag 16. November 2014: Israel — Der ewige Sündenbock. Vortrag & Diskussion mit Tilman Tarach

Nach dem Ausfall der Veranstaltung im Oktober ist es uns gelungen schnell diesen neuen Termin zu organisieren. Dank an Tilman Tarach, das Team vom Kino Achteinhalb und unsere Kooperationspartner_innen.

Sonntag 16. November 2014 / 18.00 Uhr / Kino 8 1/2 /

Nauwieserstr. 19 / 66111 Saarbrücken

Israel: Der ewige Sün­den­bock
Vor­trag und Diskus­sion mit Tilman Tarach
Heiliger Krieg, die »Pro­tokolle der Weisen von Zion« und die Ver­logen­heit der soge­nan­nten Linken im Nahostkon­flikt.

Über keinen Staat gibt es so viele Gerüchte wie über Israel. Tilman Tarach zeigt, daß die deutschen Medi­en, aber auch Organ­i­sa­tio­nen wie die Uno und jede Menge »Israelkri­tik­er« den Stoff liefern, aus dem diese
dif­famieren­den Leg­en­den gestrickt wer­den. Die alte Parole »Die Juden sind schuld« wird heute in weit­en Teilen der Gesellschaft begierig auf den jüdis­chen Staat angewen­det, und zwar reich­lich unab­hängig davon, wie er sich ver­hält.

Tilman Tarach zeich­net die entschei­den­den his­torischen und aktuellen Aspek­te des Nahostkon­flik­ts nach und zeigt auf, welch groteskes zweier­lei Maß in der all­ge­meinen Debat­te um Israel Anwen­dung find­et.

Tilman Tarach, Dr. jur., lebt und arbeit­et in Berlin. Neben der Mono­gra­phie „Der ewige Sün­den­bock“, die 2011 im Ver­lag Edi­tion Telok erschien und mit­tler­weile in der vierten Auflage im Han­del ist, veröf­fentlichte Tarach u.a. auch in Jerusalem Post, Jüdis­che All­ge­meine und konkret.

Eine Ver­anstal­tung von Hein­rich Böll Stiftung Saar, Deutsch-Israelis­che-Gesellschaft Saar, Aktion 3. Welt Saar, CriThink!e.V. und Antifa Saar / Pro­jekt AK.

Veranstaltungshinweis: “Mursi gestürzt — der arabische Frühling gerettet?” Zur aktuellen Lage in Ägypten.

Mur­si gestürzt – der ara­bis­che Früh­ling gerettet?”
Zur aktuellen Lage in Ägypten. Vor­trag von Dr. Matthias Küntzel (Ham­burg)

Sam­stag, 17. Mai 2014
18.00 Uhr
Galerie im Filmhaus, Mainz­er Str. 8, Saar­brück­en

20140517_Veranstaltung_KuentzelGott ist unser Streben, der Prophet unser Führer, der Koran unsere Ver­fas­sung, der Dji­had unser Weg und für Gott zu ster­ben unser höch­stes Ziel” – diese Parolen fassen das Pro­gramm der 1928 gegrün­de­ten Mus­lim­brud­er­schaft zusam­men.

Als 2011 der “ara­bis­che Früh­ling” auch Ägypten erre­ichte und die Abset­zung des Dik­ta­tors Mubarak erzwang ver­fügte die ägyp­tis­che Mus­lim­brud­er­schaft über mehr als 500.000 Mit­glieder und war somit die stärk­ste poli­tis­che Grup­pierung im Land.

 

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Veranstaltung zum NSU-Prozess

28.10.1318:00 in der “Galerie N. N.” (Nauwieser Str. 19, 66111 Saarbrücken)

Entwicklungen und Erkenntnisse zum Prozess

Es ist ein­er der auf­se­hen­erre­gend­sten Prozesse in der jün­geren deutschen Geschichte: Seit April 2013 wird vor dem Ober­lan­des­gericht München die Mord­serie des recht­sex­trem­istis­chen Nation­al­sozial­is­tis­chen Unter­grunds NSU ver­han­delt. presse_nsu-prozess_reutersHaup­tangeklagte ist Beate Zschäpe, der unter anderem Mit­täter­schaft an zehn Mor­den sowie Mit­glied­schaft in ein­er ter­ror­is­tis­chen Vere­ini­gung vorge­wor­fen wird. In dem Prozess müssen sich noch vier weit­ere mut­maßliche Unter­stützer der Ter­ror­gruppe ver­ant­worten. Weit­er­lesen

Pro Deutschland” im Nauwieser Viertel

Für Mitt­woch, den 4. Sep­tem­ber, haben die Ras­sis­ten und Anti­se­mi­ten von “Pro Deutsch­land” ab 09:30 Uhr eine Kund­ge­bung auf dem Saar­brü­cker Max-Ophüls-Platz im Nau­wie­ser Vier­tel angemeldet.

du_bist_deutschland

 

Im Rah­men ihrer Wahl­kampf­tour zieht es sie an Orte, die ver­meint­lich beson­ders weit von ihrer Traum­vor­stel­lung eines Deutsch­lands der “rein­ras­si­gen” Bio­deut­schen ent­fernt sind. Für Saar­brü­cken haben sie sich das Nau­wie­ser Vier­tel aus­ge­sucht. Grundge­setz-schwenk­end geben sie vor für Frei­heit und gegen Isla­mis­ten zu demons­trie­ren und sind denen, die sie ver­meint­lich bekämp­fen, doch recht ähn­lich. Ob Natio­nal– oder Umma-sozial­is­ten, einig sind sie sich darin, dass alle, die ihren Vor­stel­lun­gen ein­er homo­ge­nen, repres­si­ven und auto­ri­tä­ren Gemein­schaft nichts abge­win­nen kön­nen, mit aller Härte bekämpft wer­den müssen.

Vor ger­ade ein­mal fünf Wochen haben Nazis ver­sucht, im Nau­wie­ser Vier­tel eine Kund­ge­bung für einen Nazi­kriegs­ver­bre­cher abzu­hal­ten. Dies wurde durch ent­schlos­se­nen anti­fa­schis­ti­schen Pro­test ver­hin­dert. Daran anknüp­fend rufen wir, die Antifa Saar / Pro­jekt AK, dazu auf, die Kund­ge­bung von “Pro Deutsch­land” durch dezen­trale Aktio­nen zu stö­ren und zu ver­hin­dern.
Brin­gen wir gemein­sam den Traum des deut­schen Mobs zum platzen!

Wir soli­da­ri­sie­ren uns mit allen anti­fa­schis­ti­schen Pro­tes­ten!
Pas de quar­tiers pour les fascis­tes — Pas de fascis­tes dans les quartiers!

Pro Deutschland im Nauwieser Viertel!

Für Mittwoch, den 4. Sep­tem­ber, haben die Ras­sis­ten und Anti­semiten von “Pro Deutsch­land” ab 09:30 Uhr eine Kundge­bung auf dem Saar­brück­er Max-Ophüls-Platz im Nauwieser Vier­tel angemeldet.

Im Rah­men ihrer Wahlkampf­tour zieht es sie an Orte, die ver­meintlich beson­ders weit von ihrer Traumvorstel­lung eines Deutsch­lands der “rein­ras­si­gen” Biodeutschen ent­fer­nt sind. 7738304874Für Saar­brück­en haben sie sich das Nauwieser Vier­tel aus­ge­sucht. Weit­er­lesen

29.07.2013: Nazimahnwache vor italienischem Konsulat in Saarbrücken verhindern!

Nazis aus dem süd­west­deutschen Raum pla­nen für Mon­tag, den 29. Juli 2013, um 13.00 Uhr eine Mah­nwache unter dem Mot­to „Frei­heit für Erich Priebke“ vor dem ital­ienis­chen Kon­sulat in der Saar­brück­er Johan­nis­straße. Tre­ff­punkt der Nazis ist bis 12.30 Uhr der Saar­brück­er Haupt­bahn­hof. Weit­er­lesen

Bericht von der Demonstration am 13. April 2013 in München

Am Sam­stag, dem 13. April 2013 fand in München, anlässlich der bevorste­hen­den Eröff­nung des Prozess­es gegen einige wenige Mit­glieder und Unter­stützer des Nation­al­sozial­is­tis­chen Unter­grunds (NSU) eine große anti­ras­sis­tis­che Demo statt. (Aufruf kann hier nachge­le­sen wer­den). Dass es auf­grund des fehler­haften Vorge­hens des Gerichts bei der Ver­gabe von Plätzen an Medienvertreter_innen zu ein­er Ver­schiebung des Prozess­es kom­men sollte, kon­nte zu diesem Zeit­punkt noch nie­mand ahnen.

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Veranstaltung: Im Schatten des Weltkriegs

Im Schat­ten des Weltkriegs
Mas­sen­ge­walt der Ustaša gegen Ser­ben, Juden und Roma in Kroa­t­ien 1941–45
Buchvorstel­lung mit Alexan­der Korb

Don­ner­stag, 6. Juni,19.30
Buchhand­lung St.Johann
Kronenstr.6, Sa
arbrück­en

Im Schat­ten 20130606_Korb_sidedes Zweit­en Weltkriegs ver­suchte die kroat­is­che Ustaša-Bewe­gung, gewalt­sam einen eth­nisch homo­ge­nen Nation­al­staat zu schaf­fen. Die Zer­schla­gung Jugoslaw­iens durch die Wehrma­cht ver­set­zte die Ustaša in die Lage, ein Ter­ror­regime zu etablieren, das sich vornehm­lich gegen Ser­ben, Juden und Roma richtete. Damit ent­fes­selte die Ustaša einen Bürg­erkrieg, dem etwa 500.000 Men­schen zum Opfer fie­len.

Alexan­der Korb fragt nach den Motiv­en, Inter­essen und Hand­lungsspiel­räu­men der Ustaša, nach dem Ver­lauf des Gewal­tein­satzes und nach dem Zusam­men­spiel von Bürg­erkriegs­dy­namiken und Bru­tal­isierung. Dabei beschreibt er eine kom­plexe Spi­rale der Gewalt, an der kroat­is­che, ser­bis­che, deutsche und ital­ienis­che Akteure beteiligt waren. Seine Studie erschließt auf ein­drück­liche Weise die Vielschichtigkeit des Geschehens, beschreibt die sit­u­a­tive Gewalt­logik und gibt damit der Holo­caust- wie Gewalt­forschung entschei­dende neue Anstöße.

»Im Schat­ten des Weltkriegs« wurde bere­its mehrfach aus­geze­ich­net:

  •     Fraenkel Prize in Con­tem­po­rary His­to­ry der Wiener Library, Lon­don
  •     Irma Rosen­berg Förder­preis des Insti­tuts für Zeit­geschichte, Wien
  •     Andrej-Mitro­vic-Preis der Michael-Zikic-Stiftung, Bonn
  •     Her­bert-Stein­er-Preis des Doku­men­ta­tion­sarchivs des öster­re­ichis­chen Wider­standes
  • Inter­na­tion­al Con­fer­ence of Labour and Social His­to­ry (ITH)

Eine Ver­anstal­tung in Zusam­me­nar­beit mit der Hein­rich-Böll-Stiftung Saar und Cri­Think! e.V. — Gesellschaft zur Förderung des kri­tis­chen Denkens und Han­delns

Nachtrag: Skandalöser Prozess gegen Antifaschisten endet mit Einstellung

Heute mor­gen fand am Amts­gericht in Saar­brück­en ein Prozess wegen „Land­friedens­bruch“ gegen mehrere Antifaschis­ten aus dem Umfeld des selb­stver­wal­teten Jugendzen­trums Neunkirchen statt. Vorge­wor­fen wurde ihnen am 13. Jan­u­ar 2008 den, zu diesem Zeit­punkt in Neunkirchen ansäs­si­gen, Naziladen „First Class Streetwear“ mit Steinen und Farbe ange­grif­f­en zu haben. Der heutige Prozess wurde von unge­fähr 60 Antifaschist_innen begleit­et, die Sol­i­dar­ität mit den Angeklagten zeigten. Weit­er­lesen