Hammerskins im Saarland und angrenzenden Frankreich

In den ver­gan­genen Jahren haben die “Ham­mer­skins West­mark” ihren Schw­er­punkt bei der Durch­führung von Konz­erten auf das Saar­land und das gren­z­na­he Frankre­ich ver­lagert und dort auch gezielt ihre Infra­struk­tur ausgebaut.
Es wur­den neue Mit­glieder in das Net­zw­erk aufgenom­men und Rah­menbe­din­gun­gen geschaf­fen, um Konz­erte ver­schieden­ster Größenord­nun­gen durch­führen zu können.

Der Artikel beleuchtet die Struk­turen der neon­azis­tis­chen “Ham­mer­skin-Nation (HSN)” im Saar­land und im angren­zen­den Franke­ich und ist in dem Mag­a­zin “Der Rechte Rand” Nr. 132 erschienen:
Der Rechte Rand Nr. 132 (2011): Hör mal, wer da häm­mert — Ham­mer­skins im Saar­land und angren­zen­den Frankreich

Filmvorführung: „Die Wahrheit liegt/lügt in Rostock“ – mit Kurzvortrag zum Mord an Samuel Yeboah

Filmvor­führung: “Die Wahrheit liegt/lügt in Ros­tock” — mit Kurzvor­trag zum Mord an Samuel Yeboah
Don­ner­stag, 7. Juli 2011
20 Uhr im Kino achteinhalb
Nauwieser­straße 19, Saarbrücken

Am 19. Sep­tem­ber 1991 wurde der Flüchtling Samuel Yeboah bei einem ras­sis­tis­chen Bran­dan­schlag in Saar­louis ermordet. Diese Tat ist bis heute nicht aufgek­lärt, bis heute erin­nert nichts in Saar­louis an den gewalt­samen Tod Yeboahs. Im Rah­men ein­er Kam­pagne anlässlich seines 20. Todestages zeigen wir den Film “The truth lies in Ros­tock”. Weit­er­lesen

Vortrag: Die extreme Rechte in Frankreich

Die extreme Rechte in Frankre­ich – ein Überblick
mit Bernard Schmid (Paris)
Fre­itag 27. Mai 2011 — 20.00 Uhr
N.N. Nauwieser Straße 19, Saarbrücken

Noch keine vier Jahre ist es her, dass diese Partei weit­ge­hend tot­ge­sagt war: Seit 25 Jahren bei lokalen und über­re­gionalen Wahlen erfol­gs­gewöh­nt, war der extrem rechte Front Nation­al (FN) plöt­zlich in ein tiefes Loch gefall­en. Nach­dem seine Wahlergeb­nisse auf frankre­ich­weit­er Ebene über ein Jahrzehnt lang rund um die 15 Prozent lagen, erhielt er bei den Par­la­mentswahlen im Juni 2007 nur noch 4,3 % der Stim­men. Dadurch wurde auch eine Finanzkrise der Partei aus­gelöst, da die staatliche Parteien­fi­nanzierung in Frankre­ich sich nach den Par­la­mentswahlergeb­nis­sen der unter­schiedlichen poli­tis­chen Kräfte richtet. Weit­er­lesen

Antifa Saar zu Gast im saarländischen Landtag

Anhörung der Antifa Saar / Pro­jekt AK im saar­ländis­chen Landtag

Am Mon­tag, dem 18. April 2010 fand im saar­ländis­chen Land­tag auf Ein­ladung des Vor­sitzen­den des Innenauss­chuss Lothar Schnitzer (MdL, dieLinke) eine öffentliche Anhörung der Antifa Saar / Pro­jekt AK zur The­matik „Pri­vate Sicher­heits­di­en­ste und deren Ver­strick­un­gen mit der Neon­azi-Szene im Saar­land“ statt.
Zu dieser Ver­anstal­tung an einem für die saar­ländis­che Antifa doch eher unge­wohn­ten Ort kam es auf­grund ver­schieden­er Ereignisse des let­zten Jahres. Weit­er­lesen

Vortrag über Frauen in der extremen Rechten

Ohne Frauen funk­tion­iert gar nichts mehr in der Szene”

Vor­trag und Diskus­sion mit Andrea Röp­ke über die Rolle extrem rechter Frauen in Poli­tik, Sippe und Erziehung

Mittwoch, 6.4.2011
19 Uhr
Frauen­bib­lio­thek Saar,
Ble­ich­straße 4, Saarbrücken

Eine gemein­same Ver­anstal­tung von Antifa Saar / Pro­jek AK, Frauen­bib­lio­thek Saar, DGB Jugend Saar.
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Infoveranstaltung zu Dresden und anschließende Soliparty

Anlässlich des geplanten Nazi­auf­marschs in Dres­den find­et am 12.02.2011 in Saar­brück­en eine Infor­ma­tionsver­anstal­tung mit den aktuell­sten Infos rund um den Nazi­auf­marsch in Dres­den statt. Anschließend gibts ne fette Soli­par­ty mit toller Musik, net­ten Leuten und guter Stim­mung. Die Ein­nah­men der Par­ty dienen der Finanzierung des Busses nach Dres­den. Das ganze find­et im Philosophen­café an der Saar­brück­er Uni statt.
Beginn der Infover­anstal­tung ist 19 Uhr, die Par­ty im Anschluss ca. 20 Uhr.
An diesem Abend kön­nt ihr auch Karten für den Bus kaufen.

Kommt alle zur Par­ty, habt Spaß und unter­stützt die Fahrt nach Dresden!

Gemeinsam auf nach Dresden! Den Naziaufmarsch am 19.Februar 2011 verhindern!

Auch dieses Jahr wollen wieder tausende Nazis aus ganz Europa nach Dres­den fahren, um dort unter dem Vor­wand sie wür­den der „unschuldigen“ Opfer gedenken einen Auf­marsch durchzuführen.

Für die Nazis begrün­det sich die Attrak­tiv­ität dieses Auf­marschs aus den Anknüp­fungspunk­ten an den auch in bürg­er­lichen Kreisen geführten revi­sion­is­tis­chen Diskurs. Denn — so der Tenor der Debat­te — auch Deutsche waren Opfer und wenn alle Opfer der „Tragödie“ waren, wer wird da noch auf den Unter­schied zwis­chen dem zu Tode gequäl­ten KZ-Insassen und seinem auf Heimaturlaub zum „Opfer“ ein­er alli­ierten Bombe gewor­de­nen Auf­se­her, also der Schuld der deutschen „Volkesge­mein­schaft“ beharren.

Let­ztes Jahr gelang es, das was als größter Nazi­auf­marsch Europas angekündigt war durch eine Mis­chung aus direk­ten Aktio­nen und Block­aden zu ver­hin­dern. Auch dieses Jahr rufen wir dazu auf, den durch das säch­sis­che Oberver­wal­tungs­gericht „genehmigten“ Auf­marsch zu verhindern.

Lasst uns wieder zusam­men an diesem Tag nach Dres­den fahren und beteiligt euch an den dezen­tralen Aktio­nen und Blockaden.

Auch dieses Jahr wird es einen Bus aus dem Saar­land geben:

Für Karten wen­det ihr euch ein­fach per Mail an uns oder kauft euch welche am 12. Feb­ru­ar auf der Vor­bere­itungsver­anstal­tung mit anschließen­der Soli-Par­ty im Phi­lo-Café an der Uni Saarbrücken.

Regionalporträt: Zweibrücken und die Westpfalz

Vor Ort vere­int: An der Lan­des­gren­ze zwis­chen Rhein­land-Pfalz und dem Saar­land bilden der “Nationale Wider­stand Zweibrück­en” und die “NPD Westp­falz” seit Jahren eine poli­tis­che Zweck­ge­mein­schaft auf dem Weg zur kom­mu­nalen Ver­ankerung. Erschienen in “Der Rechte Rand Nr. 127”.

Der Rechte Rand, Nr. 127 (2010): Region­al­porträt: Zweibrück­en und die Westpfalz

Pressemitteilung: Einsatz von Neonazis im Sicherheitsdienst kein Einzelfall

Ein­satz von Neon­azis im Sicher­heits­di­enst kein Einzelfall

Die im Laufe der let­zten Woche bekan­nt gewor­de­nen Vor­fälle rund um den Ein­satz von Neon­azis im Sicher­heits­di­enst des Musik­fes­ti­vals Roc­co del Schlacko in Püt­tlin­gen sind kein Einzelfall. So kam min­destens ein­er, der beim Roc­co del Schlacko einge­set­zten Mit­glieder der Kam­er­ad­schaft Saarsturm, in diesem Jahr bere­its bei ein­er Ver­anstal­tung an der Uni­ver­sität des Saar­lan­des, beim Saar­brück­er Alt­stadt­fest und beim Bruch Fest der Bruch-Brauerei zum Ein­satz. Darüber hin­aus arbeit­et er auch regelmäßig in Fil­ialen der Super­mark­tkette „Net­to“ in Saar­brück­en und Dud­weil­er im Sicher­heits­di­enst. Die jew­eils betrof­fe­nen Ver­anstal­ter und Fir­men wer­den von uns im Laufe der Woche noch geson­dert angeschrieben.

Alexan­der Breser, stel­lvertre­tender Press­esprech­er der Antifa Saar / Pro­jekt AK erk­lärt hierzu:
„Im Zusam­men­hang mit unser­er Veröf­fentlichung zu dem The­menkom­plex­es „Ein­satz von Neon­azis im Secu­ri­ty- Dienst“ erhiel­ten wir in der ver­gan­genen Woche zahlre­iche Anrufe und E- Mails ver­schieden­er Musik-Bands, Sicher­heits­di­en­ste und Pri­vat­per­so­n­en, welche uns auf weit­ere Vor­fälle in diesem Zusam­men­hang hingewiesen haben, die noch genauer ver­i­fiziert wer­den müssen. Allerd­ings lässt sich bere­its jet­zt fes­thal­ten, dass sich ein nicht geringer Teil der Hin­weise auf saar­ländis­che Fußball­sta­di­en bezieht“.

Zudem liegen uns Belege für den Ein­satz von min­destens einem Mit­glied des offen neon­azis­tisch auftre­tenden „Nationalen Wider­stand Zweibrück­en“ bei einem Fes­ti­val, bere­its vor sechs Jahren, in Völk­lin­gen vor.

Damit müssen wir wieder ein­mal den Darstel­lun­gen des saar­ländis­chen Ver­fas­sungss­chutzes wider­sprechen, dessen Sprech­er in der BILD vom 19. August behauptet, dass es sich bei den Vor­fällen auf dem Fes­ti­val­gelände des Roc­co „um den ersten Fall bei dem solche Per­so­n­en als Sicher­heit­skräfte einge­set­zt wur­den“ handele.
Dazu Alexan­der Breser:
„Erneut muss sich der saar­ländis­che Ver­fas­sungss­chutz die Frage gefall­en lassen, ob er fach­lich vol­lkom­men inkom­pe­tent ist oder die Medi­en und die Bevölkerung bewusst mit falschen Tat­sachen­be­haup­tun­gen täuschen will. So oder so plädieren wir für die Auflö­sung dieser Behörde“.

Die bish­er bekan­nt gewor­de­nen Vor­fälle sind nach Ansicht der Antifa Saar / Pro­jekt AK lediglich die Spitze des Eisbergs.

Für Rück­fra­gen ste­hen wir gerne zu Ihrer Verfügung.

Saar­brück­en, den 21. August 2010

Pressemit­teilung als PDF.

Bisherige Reaktionen

Bish­erige Reaktionen:

Saar­brück­er Zeitung, 18.08.2010: Recht­sex­treme im Ord­nungs­di­enst beim „Roc­co del Schlacko“

Bild Zeitung, 19.08.2010: Rechter Mob als Sicherheitskraft?

SR1 Europawelle Nachricht­en: ab 03:04 min

Pressemit­teilung der Bun­destagsab­ge­ord­neten Yvonne Ploetz, Die Linke

Pressemit­teilung des Net­zw­erk für Demokratie und Courage e.V. (NDC)

Pressemit­teilung der Grü­nen Stad­trats­frak­tion Saarbrücken

Entschuldigungsver­such der Ver­anstal­ter des Roc­co del Schlacko und der ver­ant­wortlichen Sicherheitsfirma