Pressemitteilung: Oberverwaltungsgericht erlaubt NPD – Konzert in Schafbrücke

Oberver­wal­tungs­gericht erlaubt NPD – Konz­ert in Schafbrücke

Das saar­ländis­che Oberver­wal­tungs­gericht hat heute der Beschw­erde der NPD Saar gegen das Ver­bot der für den Ascher­mittwoch angekündigten NPD – Ver­anstal­tung in Schaf­brücke stattgegeben.

Einen Tag nach dem bekan­nt wurde, dass Mit­glieder der NPD Saar im Ver­dacht ste­hen an dem Über­griff auf einen von Gew­erkschaften organ­isierten Bus an der Rast­stätte Teufel­stal beteiligt gewe­sen zu sein, sorgt nun das saar­ländis­che Oberver­wal­tungs­gericht für das Stat­tfind­en eines weit­eren Neon­azikonz­ertes in Saar­brück­en. Durch die Vor­fälle am let­zten Woch­enende wurde wieder ein­mal deut­lich, dass die von der NPD propagierte Ide­olo­gie zwangsläu­fig zu Gewalt­tat­en gegen von ihnen als poli­tis­che Geg­n­er aus­gemachte Per­so­n­en führen muss. Eine Unter­schei­dung zwis­chen gewalt­bere­it­en Neon­azis und NPD-Mit­gliedern macht auf­grund ihrer men­schen­ver­ach­t­en­den Ide­olo­gie keinen Sinn, auch wenn die NPD in der Öffentlichkeit ver­sucht sich als demokratis­che Partei darzustellen.
Durch die Ein­bindung von Recht­srock­bands auf NPD – Ver­anstal­tun­gen wer­den ganz bewusst Neon­azis ange­sprochen und der Szene die Möglichkeit gegeben unter dem Deck­man­tel der NPD legale Recht­srock­konz­erte durchzuführen. Wie die Erfahrung der let­zten Jahre gezeigt hat, gehen von solchen NPD Ver­anstal­tun­gen immer wieder gewalt­tätige Über­griffe aus. So grif­f­en nach dem Ende eines von der NPD Saar organ­isierten Recht­srock­konz­ertes in Saar­brück­en- Fechin­gen im August 2005 Neon­azis mehrere Per­so­n­en auf dem St. Johan­ner Markt an und ver­let­zten diese zum Teil schwer.
Dazu sagte Alexan­der Breser, Press­esprech­er der Antifa Saar / Pro­jekt AK:
„Die Vor­fälle in der Ver­gan­gen­heit und die jüng­sten Ereignisse am Woch­enende verdeut­lichen wieder ein­mal mehr, dass im Zusam­men­hang mit NPD Ver­anstal­tun­gen von gewalt­täti­gen Über­grif­f­en aus­ge­gan­gen wer­den muss. Umso deut­lich­er rufen wir gemein­sam mit weit­eren antifaschis­tis­chen Grup­pen zu Protesten gegen das geplante Recht­srock­konz­ert am Ascher­mittwoch auf und rech­nen mit ein­er starken Beteiligung.“
Der Aufruf zu den Protesten wird bish­er unter­stützt von Antifa Saar / Pro­jekt AK, Anti­na­tionale Offen­sive Saar, Saar­b­o­tage, DKP-Saar, Jusos Saar und SJD – die Falken.

Für Rück­fra­gen ste­hen wir unter der Tele­fon­num­mer 0175–1271105 sowie per eMail unter antifasaar@yahoo.de zur Verfügung.

Pressemitteilung: Nazi-Überfall auf Gewerkschaftsbus an der Raststätte Teufelstal

Nazi-Über­fall auf Gew­erkschafts­bus an der Rast­stätte Teufel­stal — 17. Feb­ru­ar 2009

Nach Neon­azi-Über­fall auf Gew­erkschafter in Thürin­gen ist klar: Der Bus wurde vom saar­ländis­chen Lan­desver­band der NPD mitorganisiert.

Die Bus­reise von Neon­azis aus dem Saar­land, Hes­sen und Rhein­land-Pfalz und deren Über­fall auf antifaschis­tis­che Gew­erkschafter am let­zten Woch­enende ste­ht in einem ein­deuti­gen organ­isatorischen Zusam­men­hang mit dem saar­ländis­chen Lan­desver­band der NPD. So heißt es in einem Rund­schreiben der NPD vom 5. Jan­u­ar 2009, welch­es der Antifa Saar / Pro­jekt AK vorliegt:

Der Kreisver­band Westp­falz organ­isiert in Zusam­me­nar­beit mit dem LV Saar einen Bus nach Dres­den zum diesjähri­gen Trauer­marsch. Der Bus fährt von Pir­masens über Zweibrück­en, Hom­burg, Kaiser­slautern und Ludwigshafen“.

Timo Reuter, NPD-Experte der Antifa Saar und Autor der Fachzeitschrift Der Rechte Rand erläutert hierzu:
„Die öffentliche Aufmerk­samkeit der Bevölkerung und der Medi­en für den sam­stäglichen Über­fall auf antifaschis­tis­che Gew­erkschafter kommt für die saar­ländis­che NPD denkbar schlecht. Diese ver­sucht näm­lich, ins­beson­dere in Hin­blick auf das Super­wahl­jahr 2009 nach außen jede Neg­a­tiv-Schlagzeile in Zusam­men­hang mit gewalt­täti­gen Neon­azis zu ver­mei­den. Mein­er Ansicht nach macht es keinen Sinn zwis­chen NPD und gewalt­tätiger Szene zu unter­schei­den. Zum einen ver­bre­it­et die NPD eine völkische, nation­al­is­tis­che und anti­semi­tis­che Ide­olo­gie, die bere­its in sich gewalt­för­mig ist und zum anderen sind Partei und so genan­nte gewalt­tätige Szene so eng miteinan­der ver­flocht­en, dass eine Unter­schei­dung an diesem Punkt keinen Sinn macht.“

Der saar­ländis­che Lan­desver­band der NPD mobil­isiert derzeit zu ein­er Wahlkampfver­anstal­tung am Ascher­mittwoch in Saar­brück­en inklu­sive Konz­ert mit ein­er Recht­srock-Gruppe. In einem Rund­schreiben der NPD Süd­westp­falz vom 11. Feb­ru­ar heißt es dazu:

Aus dem süd­west­deutschen Raum sind uns bere­its organ­isierte Bus­fahrten bekan­nt. Entsprechende Mit­fahrgele­gen­heit­en kön­nen bei uns erfragt werden“

Alexan­der Breser, Press­esprech­er der Antifa Saar / Pro­jekt AK:
„Wir rufen dazu auf am Ascher­mittwoch gegen die NPD-Ver­anstal­tung vorzuge­hen. Wir haben auch mit den vom Über­fall betrof­fe­nen antifaschis­tis­chen Gew­erkschaftern Kon­takt aufgenom­men und sie ein­ge­laden bei den Gege­nak­tio­nen einen Rede­beitrag zu halten.“

Für Rück­fra­gen ste­hen wir unter der Tele­fon­num­mer 0175–1271105 sowie per eMail unter antifasaar@yahoo.de zur Verfügung.

Pressemit­teilung: Nazi-Über­fall auf Gew­erkschafts­bus an der Rast­stätte Teufel­stal — 17.2.2009 [pdf]

Pressemitteilung: Nazikonzert in Schleithal (Elsass/Frankreich)

Nazikonz­ert in Schlei­thal (Elsass/Frankreich) — 28.12.2008

PDF: Nazikonz­ert in Schleithal

Am Sam­stag, dem 27. Dezem­ber 2008 fand im franzö­sis­chen Schlei­thal ein Neon­azikonz­ert mit etwa 1.000, haupt­säch­lich aus der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land angereis­ten Besuch­ern statt. Organ­isiert wurde das Konz­ert von einem Chap­ter der so genan­nten „Ham­mer Skin Nation“ (HSN) um den Lud­wigshafen­er Malte Redek­er und den Saar­brück­er Frank Moli­na. Bei­de gehören schon seit Jahren zum harten Kern der deutschen Divi­sion dieser 1988 in Dal­las (Texas, USA) gegrün­de­ten Organ­i­sa­tion, die der „White Pow­er — Bewe­gung“ nahe steht.

Ide­ol­o­gisch wer­den sie vor allem bes­timmt von der Vorstel­lung der „Rein­heit der Rasse“ und der Ide­al­isierung von Krieger- und Männlichkeitsvorstel­lun­gen unter beson­derem Bezug zu „his­torischen Vor­bildern“ wie den Ari­ern, Wikingern und Nation­al­sozial­is­ten. Diese Ide­olo­gie spiegelt sich auch wider in der Auf­stel­lung der ein­ge­lade­nen Musik­grup­pen. So spiel­ten auf dem Konz­ert die in Neon­azikreisen sehr beliebten Bands „Stahlge­wit­ter“, „Jungsturm“ „Aris­tokrak­en“, „Gigi“ und „Rotte Charlotte“.

Schlei­thal ist eine kleine Gemeinde im unteren Elsass, nahe der Gren­ze zur Bun­desre­pub­lik Deutsch­land und hat etwa 1.400 Ein­wohn­er. Die näh­sten größeren Städte sind Karl­sruhe (ca. 30 km), Straßbourg (ca. 75 km), Stuttgart (ca. 100 km) und Saar­brück­en (ca. 120 km). Dementsprechend han­delte es sich bei einem Großteil der Konz­ertbe­such­er auch um Neon­azis aus dem gesamten süd­west­deutschen Raum, so etwa aus den Land­kreisen Aachen, Südliche Wein­straße, Lahn-Dill Kreis, Pir­masens, Zweibrück­en, West­er­wald, Hom­burg (Saar), Saar­brück­en, Karl­sruhe, Ras­tatt, Bad Ems, Kirche­im­bolan­den und Trier.

Unter ihnen waren zahlre­iche Kam­er­ad­schaft­sak­tivis­ten, aber auch Partei­funk­tionäre wie beispiel­sweise der stel­lvertre­tende rhein­land-pfälzis­che NPD-Vor­sitzende Sascha Wag­n­er. Dies zeigt wieder, dass in so genan­nten „Recht­srock“ ver­pack­te nation­al­sozial­is­tis­che Ide­olo­gie neben einem wichti­gen Mit­tel zur Poli­tisierung und Rekru­tierung Jugendlich­er auch einen gemein­samen Bezugspunkt offen neon­azis­tis­ch­er Organ­i­sa­tio­nen und der NPD darstellt. Dies drückt sich auch darin aus, dass beispiel­sweise die Band „Jungsturm“ um ihren Front­mann Frank Moli­na auch immer wieder auf NPD — Ver­anstal­tun­gen auftritt.

Nicht zu ver­nach­läs­si­gen ist auch der finanzielle Aspekt solch­er Konz­erte. Die „HSN“ arbeit­et immer auch gewin­nori­en­tiert, um sich selb­st und ihre führen­den Aktivis­ten finanziell abzu­sich­ern. Ein Teil des Gewinnes wird aber immer wieder zurück in die rechte Szene investiert, so dass die teil­weise defti­gen Preise bei den Besuch­ern nicht auf allzu viel Kri­tik stoßen. Außer­dem lohnt sich auch eine solche Investi­tion in die „Zukun­ft der Bewe­gung“ finanziell für das Unternehmen „Hammer.-Skin-Nation“, da dadurch die Kund­schaft der näch­sten Jahre herange­zo­gen wird.

Um zu verdeut­lichen, um welche Geld­sum­men es sich dabei han­delt fol­gende Rech­nung: Jed­er Besuch­er zahlt Ein­tritt (20,- Euro), nimmt 5 Getränke zu sich (7,50 Euro) und ver­sorgt sich an den Verkauf­sstän­den noch mit T‑Shirts, CDs und Fah­nen im Wert von 15,- Euro (durch­schnit­tlich dürften die Beträge weitaus höher liegen). Dies macht dann bei einem solchen Konz­ert wie am 27.12.2008 im Elsass einen geschätzten Umsatz von min­destens 42.500,- Euro.

Zudem bestätigt sich anhand der zunehmenden Ein­bindung saar­ländis­ch­er Neon­azis in die Organ­i­sa­tion von Konz­erten aus dem Spek­trum der „Ham­mer Skin Nation“, die Ten­denz, dass sich das Saar­land zu einem organ­isatorischen Schw­er­punkt der „Rechts-Rock-Szene“ im süd­west­deutschen Raum und darüber hin­aus entwick­elt. Dabei spielt auch ins­beson­dere die Gren­znähe zu Frankre­ich eine bedeu­tende Rolle. Über die „Kam­er­aden“ mit Wohnadressen in Frankre­ich kann so der Han­del mit in der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land ver­bote­nen Ton­trägern mit nation­al­sozial­is­tis­chen Tex­ten deut­lich ein­fach­er organ­isiert werden.

Eben­so bedeu­tend dürfte aber auch die Zurück­hal­tung von staatlich­er Seite gegenüber diesen Konz­erten sein. Wed­er auf deutsch­er noch auf franzö­sis­ch­er Seite waren mehr als zwei Streifen­wa­gen zur Kon­trolle der etwa 1.000 Neon­azis zu sehen, obwohl auf das Konz­ert bere­its seit mehreren Tagen öffentlich hingewiesen wurde. Aber auch der antifaschis­tis­che Protest blieb völ­lig aus. Und so ist es eine Auf­gabe für die antifaschis­tis­chen Grup­pen in der Region, dieses Aktions- und Agi­ta­tions­feld der Neon­azis stärk­er in den Fokus ihrer Arbeit zu rücken.

ANTIFA SAAR / PROJEKT AK
28. Dezem­ber 2008

(Ver­wen­dung der hier veröf­fentlicht­en Infor­ma­tio­nen unter Quel­lenangabe für antifaschis­tis­che Grup­pen und die Presse aus­drück­lich erwün­scht. Wir bit­ten um Zusendung eines Belegex­em­plars Von dieser Erlaub­nis ausgenom­men sind aus­drück­lich der extremen Recht­en zuzuord­nende Parteien, Zeitun­gen, Grup­pierun­gen, Veröffentlichungen)

Weit­ere Informationen:
Infor­ma­tio­nen zu den Nazibands

Pressemitteilung: NS-Kriegsverbrecher zur Verantwortung ziehen!

Über­re­gionaler Aktion­stag am Sam­stag, dem 1. Dezem­ber 2007: Opfer entschädi­gen – NS-Kriegsver­brech­er zur Ver­ant­wor­tung ziehen!

Antifaschis­tis­che Ini­tia­tiv­en aus dem gesamten Bun­des­ge­bi­et rufen am 1. Dezem­ber 2007 zu einem Aktion­stag gegen verurteilte Kriegsver­brech­er auf. Diese waren an Mas­sak­ern an der ital­ienis­chen Zivil­bevölkerung in Marz­abot­to, Sant’ Anna di Stazze­ma und Civitel­la im Som­mer und Herb­st 1944 beteiligt.

In zwölf Städten, darunter auch in Saar­brück­en, wer­den Kundge­bun­gen, Demon­stra­tio­nen und Aktio­nen an den Wohnorten der Täter stat­tfind­en, die in Ital­ien zu lebenslanger Haft und zum Teil zu hohen Entschädi­gungszahlun­gen recht­skräftig verurteilt wurden.

In Saar­brück­en wohnt der 1919 geboren Paul Albers, der 2006 von dem Mil­itärg­ericht in La Spezia wegen des Mas­sak­ers in Marz­abot­to zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.
Die Nazi-Kar­riere von Paul Albers begann 1937 mit dem Beitritt zur SS im Alter von 17 Jahren. Zuvor war er drei Jahre lang Mit­glied der Hitler­ju­gend. Am 14.2.1943 kam er zur 16. Pg-Divi­sion. Einen Monat später stieg er in den Rang des Unter­sturm­führers auf. Ihm wurde im Laufe des Krieges das Eis­erne Kreuz 2. und 1. Klasse verliehen.

Die Mas­sak­er und die hier­für Ver­ant­wortlichen sind nicht vergessen. Wir fordern eine gesellschaftliche Auseinan­der­set­zung mit den Ver­brechen und unter­stützen die Über­leben­den und die Ange­höri­gen der Ermorde­ten in ihrem Kampf um Anerken­nung des began­genen Unrechts.
Am Sam­stag, 1. Dezem­ber 2007 wird es um 13 Uhr 30 auf dem Platz vor der Sparkasse (Rathaus­platz) Saar­brück­en eine Kundge­bung geben. Für weit­ere Infor­ma­tio­nen ste­ht Ihnen Ralph Klein, der Press­esprech­er der Ini­tia­tive, zur Ver­fü­gung: Tel.: 0178 / 8472211. Am Sam­stag ste­hen Ihnen vor Ort außer­dem Ansprech­part­ner für Inter­views zur Verfügung.

Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zum Aktion­stag find­en Sie unter www.keine-ruhe.org

Ver­ant­wortlich: Ini­tia­tive gegen das Vergessen, Ludolf-Cam­phausen-Str. 36, 50672 Köln, Antifa Saar / Pro­jekt AK 

Pressemitteilung: Antifa Saar kündigt Widerstand gegen NPD-Bundesparteitag an

Am kom­menden Woch­enende, dem 27. und 28. Okto­ber soll der Bun­desparteitag der NPD stat­tfind­en. Dieser Parteitag kann als das derzeit wichtig­ste Beschlusstr­e­f­fen der deutschen Naziszene beze­ich­net wer­den. Es ist mit etwa 600 Neon­azis aus dem gesamten Bun­des­ge­bi­et und dem Aus­land zu rech­nen. Nach­dem Bemühun­gen der NPD um die Ems-Weser-Halle im nieder­säch­sis­chen Old­en­burg mit ein­er Nieder­lage der Nazis vor Gericht ende­ten, kündigte die Partei an ins Saar­land auszuweichen.

Die Antifa Saar ruft nun gemein­sam mit dem [saar­b­o­tage – net­work] und weit­eren antifaschis­tis­chen Grup­pen dazu auf gegen den Bun­desparteitag vorzuge­hen. Sara Jost, die Press­esprecherin der Antifa Saar schätzt die Lage fol­gen­der­maßen ein:
„Das Saar­land gilt in NPD- und mil­i­tan­ten Neon­azikreisen schon seit län­gerem als sicheres Rück­zugs­ge­bi­et, da ihnen wed­er von Seit­en der Lan­desregierung noch von der kom­mu­nalen Ver­wal­tung Steine in den Weg gelegt wer­den. Im Gegen­teil. Vielmehr muss man das Ver­hal­ten der offiziellen Stellen als bewusste Unter­stützung der NPD oder gnaden­lose poli­tis­che Inkom­pe­tenz der Ver­ant­wortlichen auffassen“.

So fand am 30. Juni diesen Jahres in der Fes­thalle Saar­brück­en-Schaf­brücke ein von der NPD Saar ver­anstal­tetes Konz­ert mit ca. 300 Besuch­ern aus dem gesamten Bun­des­ge­bi­et und dem Aus­land statt. Ein für diesen Tag in Ulm geplantes und dann ver­botenes Neon­azikonz­ert europäis­ch­er Recht­srock-Bands wurde kurzfristig nach Saar­brück­en ver­legt. Ermuntert durch das Ent­ge­genkom­men der Saar­brück­er Stadtver­wal­tung und der saar­ländis­chen Polizei kon­nten die Neon­azis so die Ver­botsver­fü­gung in Baden-Würt­tem­berg umgehen.

Fast auf den Tag genau ein Jahr zuvor am 1. Juli 2006 ver­hin­derten über 700 Polizis­ten eine antifaschis­tis­che Kundge­bung in Merzig und ermöglicht­en so ein­er 50-köp­fi­gen NPD-Demo die Ver­bre­itung ihrer Ide­olo­gie in Saar­louis und Merzig.

Die Antifa Saar ruft zum Wider­stand gegen den Bun­desparteitag auf und fordert alle antifaschis­tis­chen Kräfte dazu auf sich daran zu beteiligen.

Genaue Infor­ma­tio­nen über Zeit­punkt und Ort wer­den auf der Home­page der Antifa Saar unter www.antifasaar.de.vu bekan­nt gegeben sobald der Tagung­sort der NPD feststeht.
Aktuelle Infor­ma­tio­nen kön­nen unter fol­gen­der Info­line abge­fragt wer­den: 0175 – 3219299

Für weit­ere Infor­ma­tio­nen sind wir zu erre­ichen unter
Tele­fon: 0175 / 1271105
Email: antifasaar@yahoo.de

ANTIFA SAAR / PROJEKT AK 

Pressemitteilung zu den Naziaufmärschen am 1.Juli im Saarland

Neon­azis wollen in Saar­louis und Merzig demonstrieren!

Unter dem Mot­to „Arbeit­splätze statt Krieg­sein­sätze“ rufen saar­ländis­che Neon­azis zu ein­er Dop­peldemon­stra­tion am 1. Juli 2006 in Saar­louis und in Merzig auf. Dabei beziehen sie sich auf den bevorste­hen­den Ein­satz der Saar­land­bri­gade im Kon­go. Die Demon­stra­tion wird vom NPD-Lan­desver­band Saar und dem Aktions­büro Saar, einem Zusam­men­schluss neon­azis­tis­ch­er Kam­er­ad­schaften aus dem Saar­land, organisiert.
Die Antifa Saar / Pro­jekt AK kündigt Proteste gegen die neon­azis­tis­che Mobil­isierung an.

Bere­its seit Ende let­zten Monats kündi­gen das neon­azis­tis­che „Aktions­büro Saar“ und der NPD-Lan­desver­band die Dop­peldemon­stra­tion an. Dabei nehmen sie den bevorste­hen­den Kon­go-Ein­satz der Saar­land­bri­gade zum Anlass, um ihr völkisch-nation­al­is­tis­ches Gedankengut offen auf der Straße zu propagieren.

Chris­t­ian Schnei­der, Sprech­er der Antifa Saar / Pro­jekt AK, erk­lärt hierzu: „Uns ver­wun­dert es über­haupt nicht, dass die Nazis von NPD und so genan­nten „freien Kam­er­ad­schaften“ die Saar­land­bri­gade und ihren bevorste­hen­den Ein­satz the­ma­tisieren. So gibt es bei bei­den eine nicht zu leug­nende Affinität zum Nation­al­sozial­is­mus. Während man dies bei ersteren immer wieder in ihren neuen Veröf­fentlichun­gen nach­le­sen kann, gehört es bei der Saar­land­bri­gade zum guten Ton das NS-Fallschir­mjäger­lied „Rot scheint die Sonne“ abzusingen“.

Die Antifa Saar / Pro­jekt AK wird gegen den Ver­such neon­azis­tis­ches Gedankengut auf die Straße zu tra­gen protestieren und den Wider­stand organ­isieren. Außer­dem rufen wir alle fortschrit­tlichen Kräfte dazu auf selb­st aktiv zu wer­den und sich mit den ver­füg­baren Mit­teln gegen die Pro­voka­tion zu wehren.

Dabei wird es der Antifa Saar / Pro­jekt AK nicht darum gehen, während der Fußball ‑WM das Bild eines „anständi­gen Deutsch­lands“ sich­er zu stellen, son­dern vielmehr prak­tis­che Kri­tik an der deutschen Volk­stümelei zu üben und sich am 1. Juli deren offen­sichtlich­sten Vertretern in den Weg zu stellen.

Bei Rück­fra­gen: Tele­fon: 0175–1271105 e‑mail:antifasaar@yahoo.de www.antifasaar.de.vu

Antifa Saar / Pro­jekt AK

Pressemitteilung: Neonazis prügeln auf Besucher des Saarbrücker Altstadtfestes ein

Neon­azis prügeln auf Besuch­er des Saar­brück­er Stadt­festes ein

In der Nacht von Sam­stag auf Son­ntag kam es auf der Rock­wiese des Saar­brück­er Alt­stadt­festes, unter­halb der Musikhochschule, zu neon­azis­tis­chen Über­grif­f­en mit mehreren Ver­let­zten. Eine Gruppe, beste­hend aus einem knap­pen Dutzend Neon­azis aus dem Saar­brück­er Raum, prügel­ten mit Flaschen und Bierkrü­gen auf Fes­ti­valbe­such­er und –besucherin­nen ein.

Die Stim­mung auf der Saar­brück­er Rock­wiese war gut, bis gegen ca. 24.00 Uhr eine etwa zehnköp­fige Gruppe Neon­azis aus Saar­brück­en und Umge­bung auf­tauchte und damit begann demon­stra­tiv Wer­be­plakate für ein anti­ras­sis­tis­ches Konz­ert von den Wän­den zu reißen. Als mehrere Fes­ti­valbe­such­er ver­sucht­en sie daran zu hin­dern, schlu­gen die Neon­azis unver­mit­telt mit Bierkrü­gen und Flaschen auf diese ein. Auf bere­its am Boden liegende Per­so­n­en wurde mas­siv eingetreten.
Lediglich durch das Ein­schre­it­en von weit­eren Umste­hen­den kon­nten die Neon­azis schließlich in die Schranken gewiesen werden.

Eine Augen­zeu­g­in erk­lärte gegenüber der Antifa Saar / Pro­jekt AK: „Es war erschreck­end, mit welch­er Bru­tal­ität diese Nazis agierten. Wenn nicht mehrere Per­so­n­en eingeschrit­ten wären und die Nazis unter Ein­satz von Gewalt und CS-Gas zurückge­drängt hät­ten, wäre sicher­lich noch Schlim­meres passiert“. Die Antifa Saar / Pro­jekt AK begrüßt es aus­drück­lich, dass Men­schen die Anwe­sen­heit und die Pro­voka­tio­nen von Neon­azis nicht stillschweigend hin­nehmen, son­dern sich aktiv dage­gen zur Wehr setzen.

Alexan­der Breser, stel­lvertre­tender Press­esprech­er der Antifa Saar, erk­lärte hierzu: „Neon­azis präsen­tieren sich auch im Saar­brück­er Raum zunehmend bei Stadt­festen und anderen Ver­anstal­tun­gen. Wenn ihre Anwe­sen­heit geduldet wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie ver­suchen, alle die nicht in ihr Welt­bild passen zu vertreiben. Dort wo Ver­anstal­ter es nicht gewährleis­ten kön­nen, dass Neon­azis der Zutritt zu den Ver­anstal­tun­gen ver­wehrt wird, liegt es eben an den Besucherin­nen und Besuch­ern, dies durchzusetzen“.

Mehrere Per­so­n­en berichteten, dass bere­its am Vortag ähn­liche Vor­fälle am St. Johan­ner Markt zu beobacht­en gewe­sen wären.

Antifa Saar / Pro­jekt AK

Pressemitteilung nach den Naziaufmärschen am 1.Juli im Saarland

Saar­brück­en, 02.07.2006

700 Polizis­ten unter­drück­en jeglichen Protest gegen Nazi­auf­marsch in Merzig

50 Mit­glieder von NPD und „Freie Kam­er­ad­schaften“ marschieren durch Saar­louis und Merzig. Polizei erteilt großflächig Platzver­weise gegen Jugendliche und unterbindet so jeglichen Protest gegen den nation­al­sozial­is­tis­chen Aufmarsch.

Medi­en­bericht­en zufolge waren am Sam­stag, den 01.Juli 2006, im Rah­men der bei­den Aufmärsche von NPD Saar und „Aktions­büro Saar“, einem Zusam­men­schluss mil­i­tan­ter Neon­azis vor allem aus dem Raum Saar­louis und Saar­brück­en, bis zu 700 Polizis­ten einge­set­zt, die dafür sorgten, dass nie­mand seinen Unmut über diesen Aufzug äußern konnte.

Vor allem in Merzig, wo die Antifa Saar / Pro­jekt AK ursprünglich eine Gegenkundge­bung angemeldet hat­te, die aber durch die Lan­drätin des Kreis­es Merzig-Wadern ver­boten wurde, waren seit dem frühen Mor­gen zahlre­iche PolizistIn­nen, in ziv­il wie in Uni­form, unter­wegs. Die Ein­heit­en aus dem Saar­land und Rhein­land-Pfalz, darunter auch eine Spezialein­heit aus Mainz, kon­trol­lierten massen­haft vor allem Jugendliche in der Merziger Innen­stadt und erteil­ten unseren bish­eri­gen Erken­nt­nis­sen zufolge etwa 50 Platzver­weise, die den betrof­fe­nen Men­schen das Betreten der Stadt Merzig für den ganzen Tag verbot.

Dazu Alexan­der Bress­er, stel­lvertre­tender Press­esprech­er der Antifa Saar / Pro­jekt AK: „Die Frage nach der Ver­hält­nis­mäßigkeit der Mit­tel ist sicher­lich ange­bracht, wenn man sich vor Augen führt, dass an diesem Tag auf jedeN schein­baren oder tat­säch­lichen Demon­stran­tIn 7 PolizistIn­nen kamen. Wir kri­tisieren das Vorge­hen der Polizei, die jeden friedlichen ver­balen Protest in Hör­weite der Nazis durch die mas­siv­en Stadtver­bote unter­band, aufs schärf­ste und hal­ten diesen repres­siv­en Umgang mit dem Ver­samm­lungsrecht für äußerst fragwürdig.“

Für Rück­fra­gen ste­hen wir unter der Tele­fon­num­mer 0175–1271105 sowie per eMail an antifasaar@yahoo.de zur Verfügung.

ANTIFA SAAR / PROJEKT AK

Pressemitteilung zum Nazi-Konzert in Saarbrücken-Schafbrücke am 01.Juli 2007

Nazikonz­ert in Saar­brück­en – Schaf­brücke. Ver­botenes Konz­ert aus Baden-Würt­tem­berg kurzfristig ins Saar­land ver­legt — Polizei duldet ver­botene Symbole

Am gestri­gen Sam­stag fand in der Fes­thalle in Saar­brück­en-Schaf­brücke ein von der NPD Saar ver­anstal­tetes Konz­ert mit ca. 300 Besuch­ern aus dem gesamten Bun­des­ge­bi­et und dem Aus­land statt. Ein für gestern in Ulm geplantes Neon­azikonz­ert europäis­ch­er Recht­srock-Bands wurde dort kurzfristig ver­boten. Ermuntert durch das Ent­ge­genkom­men der Saar­brück­er Stadtver­wal­tung und der saar­ländis­chen Polizei wurde dieses ver­botene Konz­ert kurzfristig nach Saar­brück­en ver­legt und somit kon­nten die Neon­azis die Ver­botsver­fü­gung in Baden-Würt­tem­berg umge­hen und esfan­den gestern sozusagen zwei Konz­erte in einem statt. Des Weit­eren liegen der Antifa Saar / Pro­jekt AK Erken­nt­nisse vor, dass Sym­bole der ver­bote­nen Neon­azior­gan­i­sa­tion „Blood & Hon­our“ auf dem Konz­ert zu sehen waren. Die Polizei war über diesen Umstand informiert und weigerte sich einzuschre­it­en. So ver­wun­dert es auch über­haupt nicht, wenn Saar-NPD-Chef Franz das „angenehme Zusam­me­nar­beit­en“ mit der Polizei lobend erwähnt.

Der stel­lvertre­tende Press­esprech­er der Antifa Saar / Pro­jekt AK Alexan­der Bre­ser­dazu: „Die Saar­brück­er Polizei, die Stadtver­wal­tung und auch die Vertreter des Innen­min­is­teri­ums müssen sich nun die Frage gefall­en lassen, wie es sein kann, dass Neon­az­ibands, deren Auftritte für den gle­ichen Tag in Ulm ver­boten wurden,ungestört in der saar­ländis­chen Lan­deshaupt­stadt unter den Augen der Polizei auftreten dür­fen und darüber hin­aus nicht eingeschrit­ten wird, wenn Sym­bole ver­boten­er Organ­i­sa­tio­nen gezeigt wer­den. Ein solch­es Ver­hal­ten kann lediglich auf ver­stärk­te Sym­pa­thien gegenüber den Nazis, Igno­ranz oder Inkom­pe­tenz zurück­ge­führt werden“.

Zur Bedeu­tung solch­er Konz­erte erk­lärte Breser weit­er: „Neon­azis­tis­che Musik entwick­elt sich zunehmend zu einem der wichtig­sten Ide­olo­gi­eträger der extremen Recht­en. Die zahlre­ichen Konz­erte bieten Möglichkeit­en zur Agi­ta­tion und Ein­bindung von Jün­geren. Ger­ade für jün­gere Neon­azis ist Musik oft iden­titätss­tif­ten­des Mit­tel und ein ein­facher­er Weg ein recht­es Welt­bild zu fes­ti­gen als durch Flug­blät­ter, Reden und Demonstrationen“.

Die Antifa Saar / Pro­jekt AK wird in den näch­sten Wochen ver­stärkt Ver­anstal­tun­gen zu dieser The­matik anbi­eten und zur Diskus­sion stellen, wie solche Ver­anstal­tun­gen zukün­ftig ver­hin­dert wer­den können.

ANTIFA SAAR / PROJEKT AK

Gesammelte Presseartikel zu den Naziaufmärschen in Saarlouis und Merzig am 1. Juli 2006

Gesam­melte Presseartikel zu den Nazi­aufmärschen in Saar­louis & Merzig — 01.07.2006

(ältere Artikel weit­er unten)

 

SR-online, Saar­text

01.07.2006, abends

Saarlouis/Merzig: Rechte Demos ohne große Beteiligung

Eine angekündigte, gerichtlich ges­tat­tete Dop­peldemon­stra­tion rechter Grup­pen hat am Sam­sta­gnach­mit­tag im Saar­land stattge­fun­den. Nach Polizeiangaben nah­men daran etwa 50 Per­so­n­en teil.

Nach einem Marsch durch Saar­louis ver­sam­melten sich die Demon­stra­tionsteil­nehmer in Merzig. Dort hiel­ten sie eine Kundge­bung ab.

Der Auf­marsch der recht­en Grup­pen war vom Oberver­wal­tungs­gericht Saar­louis zuge­lassen wor­den. Eine Gegen­demon­stra­tion link­er Grup­pen in Merzig war im Vor­feld vom Ver­wal­tungs­gericht unter­sagt worden.

 

20 cent

01.07.2006

Gericht erlaubt Nazi-Demo

Jet­zt ist es endgültig: Die NPD darf am Sam­stag in Saar­louis demon­stri­eren. Das hat das Oberver­wal­tungs­gericht (OVG) des Saar­lan­des gestern entschieden.

Anfang Juni hat­ten die NPD und recht­sex­treme Kam­er­ad­schaften im Inter­net zu Demon­stra­tio­nen am 1.Juli aufgerufen (20cent berichtete). Sie kündigten an: Um gegen den Kon­go-Ein­satz der Bun­deswehr zu protestieren, wollen sie durch Saar­louis und Merzig ziehen. Sowohl die Lan­drätin des Land­kreis­es Saar­louis, Moni­ka Bach­mann (56), als auch die des Kreis­es Merzig-Wadern, Daniela Schlegel-Friedrich, unter­sagten das. Dage­gen klagte die NPD — und bekam Recht. Der Kreis Merzig-Wadern nahm das hin, Saar­louis erhob erneut Beschw­erde. Der hat das OVG damit jet­zt eine Absage erteilt. Faz­it: In bei­den Städten dür­fen sie marschieren. In Merzig war eine Gegen­demon­stra­tion geplant. Auch die hat das Gericht verboten.

 

Saar­brück­er Zeitung

01.07.2006

Oberver­wal­tungs­gericht genehmigt NPD-Demo

Saar­louis. Die für diesen Sam­stag in Saar­louis geplante NPD-Demon­stra­tion gegen den Bun­deswehr-Ein­satz im Kon­go darf stat­tfind­en. Das Oberver­wal­tungs­gericht hat die Beschw­erde des Land­kreis­es Saar­louis gegen einen entsprechen­den Entscheid des Ver­wal­tungs­gericht­es am Fre­itag abgewiesen. Zugle­ich hat das Ver­wal­tungs­gericht das Ver­bot ein­er Gegen­demon­stra­tion gegen den an diesem Sam­stag geplanten Protest­marsch der NPD in Merzig bestätigt. pum

 

Welt Kom­pakt Saar

30.06.2006

weltkompakt300606

 

 

Saar­brück­er Zeitung

22.06.2006

 Kreis Saar­louis ver­bi­etet NPD-Demo

Saarlouis/Merzig. Die Lan­drätin des Kreis­es Saar­louis, Moni­ka Bach­mann, hat gestern eine von der NPD angemeldete Demon­stra­tion am Sam­stag, 1. Juli, in Saar­louis ver­boten. In der Ver­fü­gung heißt es, die geplante Ver­samm­lung könne zu ein­er „konkreten Gefährdung der öffentlichen Sicher­heit“ führen. Zur Zeit der geplanten Demon­stra­tion wer­den in der Innen­stadt zahlre­iche Besuch­er erwartet, die die Viertel­fi­nal-Spiele der Fußball­welt­meis­ter­schaft auf einem Groß­bild­schirm ver­fol­gen. Auch in Merzig will die NPD am sel­ben Tag gegen den Bun­deswehrein­satz im Kon­go demon­stri­eren. Lan­drätin Daniela Schlegel-Friedrich sagte gestern auf Anfrage, der Land­kreis werde am Fre­itag entschei­den. Eine Ablehnung sei aber sehr wahrscheinlich.

 

Saar­brück­er Zeitung

13.06.2006

Protest gegen NPD-Aufmärsche

Kundge­bung der Antifa Saar — Parteien gegen Neonazis

Saarlouis/Merzig. Die saar­ländis­chen Antifaschis­ten wollen mit ein­er Kundge­bung am Sam­stag, 1. Juli in Merzig gegen die geplanten NPD-Aufmärsche in Merzig und Saar­louis demon­stri­eren. Dies teilte am Dien­stag der stel­lvertre­tende Press­esprech­er der Antifa Saar, Alexan­der Breser, auf SZ-Anfrage mit. Einen entsprechen­den Antrag werde man noch in dieser Woche bei der Ort­spolizeibehörde ein­re­ichen. Die recht­sex­treme NPD und recht­sex­treme Kam­er­ad­schaften hat­ten kür­zlich für den 1. Juli in Saar­louis und Merzig zu Protest­demon­stra­tio­nen gegen den Kon­go-Ein­satz der Bun­deswehr aufgerufen. Die Demos sind bish­er allerd­ings noch nicht genehmigt.

Die Land­tagsparteien riefen unter­dessen dazu auf, dem beab­sichtigten Treiben der Neon­azis eine deut­liche Abfuhr zu erteilen. SPD-Lan­deschef Heiko Maas zeigte sich davon überzeugt, dass die “ganz große Mehrheit der Bevölkerung den Recht­sex­tremen nicht auf den Leim gehen wird”. CDU-Frak­tionsvize Klaus Meis­er sagte, es wäre zu begrüßen, wenn eine solche Demo juris­tisch ver­hin­dert wer­den könne. Wenn dies ver­fas­sungsrechtlich nicht möglich sei, müsse eine Demokratie solche Proteste aushal­ten. Christoph Hart­mann, Vor­mann der saar­ländis­chen Lib­eralen, plädierte dafür, alle rechtsstaatlichen Mit­tel auszuschöpfen, um den Auf­marsch der Recht­sex­tremen zu ver­hin­dern. Nach Ansicht des Grü­nen-Vor­sitzen­den Hubert Ulrich soll­ten möglichst viele Men­schen bei der Gegen­ver­anstal­tung friedlich deut­lich machen, was sie von dem NPD-Auftritt hal­ten. gp

 

20cent

13.06.2006

 Wider­stand gegen Nazis formiert sich

SAARLOUIS/MERZIG. Gle­ich in zwei saar­ländis­chen Städten will die recht­sex­treme NPD am 1. Juli demon­stri­eren. Die Braunen wollen durch Saar­louis und Merzig marschieren (20cent berichtete). Sie wollen gegen den geplanten Kon­go-Ein­satz der Bun­deswehr protestieren.

Doch jet­zt formiert sich der Wider­stand! Antifaschis­ten wollen mit ein­er Kundge­bung in Merzig — eben­falls am 1. Juli — gegen die NPD-Aufmärsche demon­stri­eren. Alexan­der Breser, Sprech­er der Antifa-Saar: “Einen entsprechen­den Antrag wer­den wir noch in dieser Woche bei der Ort­spolizeibehörde ein­re­ichen.” Die muss dann die Gegen-Demo genehmi­gen. Bish­er sind auch die Nazi-Aufmärsche noch nicht von der Behörde abgesegnet.

Die Parteien im saar­ländis­chen Land­tag haben unter­dessen dazu aufgerufen, dem beab­sichtigten Treiben der Neon­azis eine deut­liche Abfuhr zu erteilen. SPD-Lan­deschef Heiko Maas (39): “Ich bin überzeugt, dass die ganz große Mehrheit der Bevölkerung den Recht­sex­tremen nicht auf den Leim gehen wird.” CDU-Frak­tionsvize Klaus Meis­er (52) sagte, es wäre zu begrüßen, wenn eine solche Demo juris­tisch ver­hin­dert wer­den könne. Meis­er: “Wenn dies ver­fas­sungsrechtlich nicht möglich ist, muss eine Demokratie solche Proteste aber aushal­ten.” Christoph Hart­mann (34), Chef der saar­ländis­chen FDP, plädierte dafür, alle rechtsstaatlichen Mit­tel auszuschöpfen, um den Auf­marsch der Recht­sex­tremen zu ver­hin­dern. Nach Ansicht des Grü­nen-Vor­sitzen­den Hubert Ulrich (48) soll­ten möglichst viele Men­schen bei der Gegen­ver­anstal­tung deut­lich machen, was sie von dem NPD-Auftritt hal­ten. szn/aw

 

20cent

12.06.2006

 Recht­en-Demo im Saarland

Die recht­sex­treme NPD im Saar­land und recht­sex­treme Kam­er­ad­schaften rufen im Inter­net zu ein­er Demon­stra­tion am 1. Juli in Saar­louis und Merzig gegen den Kon­goein­satz der Saar­land­bri­gade auf. Laut Lan­drat­samt Saar­louis ist die Demon­stra­tion dort angemeldet. Chris­t­ian Schnei­der, Sprech­er der Antifa Saar, teilte mit, man werde gegen die NPD-Demo protestieren.