In mörderischer Tradition – Info-Flugschrift zur „Burschenschaft Ghibellinia zu Prag“ erschienen

Antifa Saar / Pro­jekt AK fordert Kon­se­quen­zen an der Uni­ver­sität des Saar­lan­des

Die Antifa Saar / Pro­jekt AK hat ein vier­seit­iges Infor­ma­tions-Flug­blatt zu der Saar­brück­er „Burschen­schaft Ghi­bellinia zu Prag“ erstellt und mehrere tausend Exem­plare an der Uni­ver­sität, in Schei­dt und in Saar­brück­en verteilt. Auf­grund der Geschichte der Burschen­schaft, ihrer Rolle im Nation­al­sozial­is­mus und ihrer Ver­strick­un­gen ins extrem rechte Milieu fordert die Antifa Saar die Uni­ver­sität und ins­beson­dere den Uni­ver­sität­spräsi­den­ten Prof. Dr. Volk­er Lin­newe­ber auf, Kon­se­quen­zen zu ziehen und ihre Poli­tik gegenüber den Saar­brück­er Burschen­schaften radikal zu ändern.

Im Fol­gen­den find­et sich die Info-Flugschrift im Wort­laut sowie als Pdf-Datei im Druck­lay­out. Außer­dem doku­men­tieren wir die von Lutz Paul­mann ver­fasste “Geschichte der Burschen­schaft Ghi­bellinia zu Prag in Saar­brück­en”, die zwis­chen­zeitlich von den Inter­net­seit­en der Burschen­schaft gelöscht wurde.

Info-Flugschrift “In mörderisch­er Tra­di­tion” im pdf-For­mat
“Lutz Paul­mann, Geschichte der Burschen­schaft Ghi­bellinia” als pdf

In mörderischer Tradition

Wieso hofiert der Universitätspräsident eine schlagende Verbindung in Saarbrücken?

An promi­nen­ten Für­sprech­ern fehlt es ihnen wahrlich nicht: der saar­ländis­che Noch-Min­is­ter­präsi­dent Peter Müller dank­te ihnen ganz her­zlich für „ihr Engage­ment zur Wahrung gesellschaftlich­er, demokratis­ch­er und frei­heitlich­er Werte“, und Uni­ver­sität­spräsi­dent Prof. Dr. Volk­er Lin­newe­ber sieht in ihnen gar die „Vor­re­it­er der kün­fti­gen akademis­chen Aus­bil­dung“. Wem so hohes Lob zuteil wird, der – so kön­nte man meinen – muss Beachtlich­es geleis­tet haben, ganz im Sinne der Ziele ein­er Uni­ver­sität, die bei jed­er sich bietenden Gele­gen­heit ihre inter­na­tionale Aus­rich­tung, ihre Lage im Herzen Europas, und ihre tra­di­tionell guten Verbindun­gen ins benach­barte Frankre­ich kol­portiert.
Doch die war­men Worte, gesprochen bzw. vor­ge­tra­gen am 14. Mai 2010 im großen Saal des Saar­brück­er Schloss­es, gel­ten ein­er Organ­i­sa­tion, die in ihrer nun­mehr 130jährigen Geschichte für so einiges stand, ganz bes­timmt aber nicht für demokratis­che Werte. Die Saar­brück­er Burschen­schaft Ghi­bellinia zu Prag, anlässlich deren 130. Stiftungs­fests der Min­is­ter­präsi­dent die Schirmherrschaft über­nom­men hat­te und der Uni­ver­sität­spräsi­dent die Fes­trede hielt, hat eine mil­i­tant völkische Geschichte.

Braunes Nest…
Gegrün­det wurde die Ghi­bellinia an der Deutschen Karls-Uni­ver­sität in Prag im Jahre 1880, neben anderen von dem radikalen Anti­semiten und Tschechen-Has­s­er Karl Her­mann Wolf. Seine demokratis­chen Überzeu­gun­gen demon­stri­erte der heute noch von den Ghi­belli­nen als unvergessen­er Vater der Grün­dung hoch verehrte Wolf, als er im Jahre 1897 den tschechis­chen Abge­ord­neten im Reich­srat dro­hte: „Wir kom­men wieder und schießen euch wie Hunde nieder“. Seine Anschau­un­gen hat­ten Vor­bild­charak­ter für den Prager Reich­spro­tek­toren und Nazi-Kriegsver­brech­er Karl Her­mann Frank, wie der His­torik­er René Küp­per deut­lich macht1.
Eine Vor­re­it­er­rolle über­nah­men die deutschen Burschen­schaften denn auch auf einem anderen Aktions­feld, allerd­ings nicht in dem Sinne, wie es der Uni­ver­sität­spräsi­dent gerne hätte: schon 1920, also ganze 15 Jahre vor den Nürn­berg­er Rassege­set­zen, machte der Ver­fas­sungsauss­chuss des Dachver­ban­des Deutsche Burschen­schaft (DB) den Rassenan­tisemitismus zur Regel: „Die Burschen­schaft ste­ht auf dem Rass­e­s­tand­punkt, deshalb dür­fen nur deutsche Stu­den­ten arisch­er Abstam­mung, die sich offen zum Deutsch­tum beken­nen, in die Burschen­schaft aufgenom­men wer­den. […] Der Burschen­tag verpflichtet die einzel­nen Burschen­schaften, ihre Mit­glieder so zu erziehen, dass eine Heirat mit einem jüdis­chen oder far­bigem Weib aus­geschlossen ist, oder dass bei ein­er solchen Heirat der Betr­e­f­fende auss­chei­det“. Für die Ghi­bellinia war die „Juden­frage“ damals schon lange kein The­ma mehr, denn, wie der „liebe Bun­des­brud­er Lutz Paul­mann“ anlässlich des 125jährigen Beste­hens der Burschen­schaft 2005 euphemistisch zu bericht­en weiß, kam es bei den deutschen Volk­s­tum­skämpfern in Prag bere­its 1887 zum „Auszug der Israeliten“2.

Die deutsche Karls-Uni­ver­sität Prag, die Heimatu­ni­ver­sität der Ghi­bellinia, wurde seit der Grün­dung der tsche­choslowakischen Repub­lik im Jahre 1918 zu einem wach­senden Zen­trum anti­semi­tis­ch­er und nation­al­is­tis­ch­er Agi­ta­tion. Im Win­terse­mes­ter 1922/23 het­zt die Stu­den­ten­schaft gegen die Wahl des jüdis­chen Pro­fes­sors Samuel Stein­herz zum Rek­tor der Uni­ver­sität und organ­isiert einen Vor­lesungs­boykott und anti­semi­tis­che Kundge­bun­gen3. Die deutsche Stu­den­ten­schaft in Prag, ihnen voran die radikalen Stu­den­ten­grup­pen und Burschen­schaften, wird zu ein­er Kader­schmiede der radikalen nation­al­is­tis­chen Bewe­gun­gen und Kampfver­bände. Ein­er der Haup­tak­tivis­ten: Karl Her­mann Wolf, Mit­be­grün­der der Ghi­bellinia.

In der Geschichte der Burschen­schaft Ghi­bellinia, die von“ Lutz Paul­mann zum Jubiläum 2005 ver­fasst wurde und die bis vor kurzem noch auf der Inter­net­seite der Burschen­schaft nachzule­sen war, taucht von all dem nichts auf. Stattdessen wird der Ein­marsch der Nazi-Wehrma­cht in Prag 1939 und die Zer­schla­gung der tsche­choslowakischen Repub­lik als Akt der Befreiung glo­ri­fiziert: „Der Ein­marsch der deutschen Trup­pen befre­ite die Deutschen von ein­er unge­heueren Bedrück­ung“, so Paul­mann. Vor lauter Dankbarkeit stimmten die Ghi­belli­nen dann auch ein­er Auflö­sung ihrer Burschen­haft zu, um als gle­ichgeschal­tete „Kam­er­ad­schaft Peter Par­ler“ weit­erbeste­hen zu kön­nen.
Erwäh­nung find­et auch ein „Über­fall von Tschechen“ auf den „Bun­des­brud­er Hugo Jury“, der „durch Messer­stiche erhe­blich ver­let­zt“ wurde. Über Jury heißt es weit­er, er „sollte später großen poli­tis­chen Ein­fluss gewin­nen“. Über die Details der poli­tis­chen Kar­riere Hugo Jurys schweigt sich Paul­mann jedoch wohlwis­send aus: Hugo Jury wurde bere­its 1931 Mit­glied der NSDAP, von 1936 bis 1938 war er stel­lvertre­tender Lan­desleit­er der ille­galen NSDAP in Öster­re­ich. Im Mai 1938 wurde er Gauleit­er des Reichs­gaues Nieder­donau, ab 1940 zusät­zlich Reichsstatthal­ter und ab 1942 auch Reichsvertei­di­gungskom­mis­sar für dieses Gebi­et. Im sel­ben Jahr wurde Jury zum SS-Ober­grup­pen­führer ernan­nt. Am Tag der bedin­gungslosen Kapit­u­la­tion Deutsch­lands, am 8. Mai 1945, ent­zog sich Hugo Jury ein­er juris­tis­chen Ver­fol­gung sein­er Tat­en — darunter die Depor­ta­tion der jüdis­chen Bevölkerung aus dem Reichs­gau Nieder­donau in die Ver­nich­tungslager und die Mitver­ant­wor­tung für die Ermor­dung von 61 poli­tis­chen Häftlin­gen durch die SS am 7. April 1945 in Hader­s­dorf am Kamp — durch Selb­st­mord. Ein kon­se­quenter Abgang, denn „der zweite Weltkrieg [hat­te] alle Wün­sche und Hoff­nun­gen zerstör[t]“, wie Paul­mann voller Wehmut über das Ende des „Tausend­jähri­gen Reichs“ berichtet.

…am Schmit­ten­berg in Schei­dt.
Heute ist die pflichtschla­gende und far­ben­tra­gende Burschen­schaft Ghi­bellinia, von deren Aktiv­itäten man an der Uni­ver­sität wohl vor allem ihre Zim­merange­bote und Fly­er für Cock­tail-Par­tys (auf denen dann auch aus­drück­lich „Damen“ erlaubt sind!) wahrn­immt, Mit­glied im Dachver­band „Deutsche Burschen­schaft“ (DB) und im „Ost­deutschen Bund“. Bis 2008 war sie außer­dem Mit­glied der „Burschen­schaftlichen Gemein­schaft“ (BG), die als extrem rechter Flügel der DB gilt.

Auf ihrem Verbindung­shaus in Saar­brück­en-Schei­dt ver­anstal­tet die Ghi­bellinia unter dem Slo­gan „Schei­dter Runde“ regelmäßig Vorträge zu gesellschaftlichen und poli­tis­chen The­men. Unter den Ref­er­enten der let­zten Jahre waren diverse rechte Poli­tik­er wie etwa Rolf Schlier­er (Die Repub­likan­er), Lutz Weinzinger (FPÖ) und der Mit­be­grün­der der ras­sis­tis­chen „Bürg­er­be­we­gung Pro Köln“, Markus Beisicht. Außer­dem durfte der ehe­ma­lige Gen­er­al und Kom­man­deur des „Kom­man­do Spezialkräfte“ (KSK) der Bun­deswehr, Rein­hard Günzel, auf dem Ghi­belli­nen-Haus sprechen. Günzel wurde im Novem­ber 2003 in den vorzeit­i­gen Ruh­e­s­tand ver­set­zt, weil er dem wegen ein­er anti­semi­tis­chen Rede aus der CDU aus­geschlosse­nen Bun­destagsab­ge­ord­neten Mar­tin Hohmann einen Sol­i­dar­itäts­brief geschrieben hat­te. Seine Affinität zum Nation­al­sozial­is­mus bewies Günzel mehrfach: so sagte er 1995, er „erwarte von [s]einer Truppe Diszi­plin wie bei den Spar­tan­ern, den Römern oder bei der Waf­fen-SS“; 2007 sorgte er erneut für Auf­se­hen, als er in seinem Buch „Geheime Krieger“ eine Verbindung von der Son­dere­in­heit „Bran­den­burg“ der Wehrma­cht zum KSK zog. Eben­falls beehrten die Ghi­bellinia mit ihrer Anwe­sen­heit der Präsi­dent des saar­ländis­chen Ver­fas­sungss­chutzes, Hel­mut Albert, sowie der ehe­ma­lige SPD-Min­is­ter Rein­hard Klimmt – trotz eines Unvere­in­barkeits­beschlusses des SPD-Vor­standes von 2006 im Bezug auf die Mit­glieds­burschen­schaften in der BG, die der Bun­desvor­stand der Jusos zu Recht als „rechtsextreme[n] Kampfver­band“ diag­nos­tizierte4.

Der Fes­tkom­mers zum 130jährigen Grün­dungsju­biläum am 14.Mai 2010 im Saar­brück­er Schloss klang dann auch so aus, wie es sich die Kam­er­aden aus alten Kampfzeit­en sicher­lich gewün­scht hät­ten: gemein­sam sang man das „saar­ländis­che Heimatlied“ „Deutsch ist die Saar“. Das Lied, das Anfang der 1920er Jahre von dem Lehrer und späteren NS-Beamten Hanns Maria Lux auf die Melodie der Bergmannshymne „Glück auf, der Steiger kommt“ (auch „Steiger­lied“) getex­tet wurde, ist stramm antifranzö­sisch und völkisch aufge­laden. Die musikalis­che Kamp­fansage an das Völker­bund-Man­dat, das das Saarge­bi­et nach dem 1. Weltkrieg unter franzö­sis­che Ver­wal­tung stellte, wurde dann auch von den Nation­al­sozial­is­ten gerne im Abstim­mungskampf 1935 über­nom­men. So schmetterten Zehn­tausende die Zeilen „Deutsch ist die Saar… deutsch immerdar…Deutsch bis zum Grab, Mägdlein und Knab…Ihr Him­mel, hört! Jung Saar­volk schwört…Wir wollen niemals Knechte sein; wir wollen ewig Deutsche sein!“ etwa bei ein­er „Saar­treuekundge­bung“ am 27. August 1933 bei Rüdesheim. In den fol­gen­den Jahren wurde „Deutsch ist die Saar“ als Ver­mächt­nis der ‘Kampfzeit’ in zahlre­iche NS-Lieder­büch­er aufgenom­men5. Auch bei der Abstim­mung über den Anschluss des Saarge­bi­etes an die Bun­desre­pub­lik 1955 wurde „Deutsch ist die Saar“, vor allem von den Anhängern der FDP-Vorgän­gerin „Demokratis­chen Partei Saar“ (DPS) unter Vor­sitz des hochrangi­gen NS-Funk­tionärs Hein­rich Schnei­der, wieder gerne gesun­gen. Dass das Lied heutzu­tage auch zum fes­ten Reper­toire des Nazi-Bar­den Frank Ren­nicke gehört, dürfte wohl nie­man­den ver­wun­dern.
Es bleibt wohl das Geheim­nis des Uni­ver­sität­spräsi­den­ten Prof. Dr. Volk­er Lin­newe­ber, warum er, der ein­er Uni­ver­sität vorste­ht, die so viel Wert auf ihre vorge­bliche Frankophilie und die guten akademis­chen Verbindun­gen ins Nach­bar­land legt, ein­er Ver­anstal­tung seine Aufwartung macht, die mit einem stramm völkisch-deutschna­tionalen, antifranzö­sis­chen Has­slied been­det wird.

So what?
Von den im Gruß­wort des Min­is­ter­präsi­den­ten behaupteten Grundw­erten „Men­schlichkeit, Gerechtigkeit, Sol­i­dar­ität, und Kol­le­gial­ität“, denen sich die deutschen Burschen­schaften ange­blich seit ihrer Grün­dung im 19. Jahrhun­dert verpflichtet fühlten, bleibt – außer Kam­er­ad­schaft in ihrem neg­a­tivsten Sinne – nicht viel übrig. Die Grün­dungs­burschen in Prag einte vor allem der Hass auf Juden und Tschechen und der Drang, die nicht­deutsche Bevölkerung zu unter­w­er­fen. Eine kri­tis­che Beschäf­ti­gung mit der eige­nen Geschichte find­et bei den Ghi­belli­nen indes nicht statt. Das wäre vielle­icht halb so wild, würde man sie bloß als das beze­ich­nen und behan­deln, was sie sind: ein anti­demokratis­ch­er, reak­tionär­er und frauen­feindlich­er Män­ner­bund, dem eine aufgek­lärte, mod­erne Gesellschaft selb­stver­ständlich die Teil­habe am zivilen Miteinan­der zu ver­weigern hat. Doch das Gegen­teil ist der Fall: die Ghi­bellinia wird hofiert von der Führungsriege der saar­ländis­chen Lan­despoli­tik, sie erhält finanzielle Zuschüsse von der CDU-Frak­tion im Land­tag, und der Uni­ver­sität­spräsi­dent ent­blödet sich nicht, diesen reak­tionär-völkischen Haufen als Vor­bild für die Studieren­den des 21. Jahrhun­derts hinzustellen.
Dass die Geschichte der Ghi­bellinia in der saar­ländis­chen Lan­desregierung und im Uni­ver­sität­sprä­sid­i­um nicht bekan­nt ist, dürfte kaum möglich sein. So räumte Prof. Lin­newe­ber gegenüber dem Jour­nal­is­ten Wil­fried Voigt dann auch ein „„dass einzelne Stu­den­ten oder auch ‘alte Her­ren’ dem recht­sex­tremen Umfeld zuzuord­nen sind“, hält es aber den­noch für „unangemessen“, damit „generell die Tätigkeit der Burschen­schaften zu ver­teufeln“6.

Wieso ist es möglich, dass Min­is­ter­präsi­dent Peter Müller, der aktuell darauf spekuliert, Richter am Bun­desver­fas­sungs­gericht in Karl­sruhe zu wer­den, ein­er anti­demokratis­chen mil­i­tan­ten Vere­ini­gung durch die Schirmherrschaft über ihr Stiftungs­fest das demokratis­che Feigen­blatt mimt, und das nie­man­den im Saar­land zu stören scheint? Warum hofiert der Uni­ver­sität­spräsi­dent den­noch eine Organ­i­sa­tion wie die Burschen­schaft Ghi­bellinia, die ihre Ver­strick­ung in den NS-Ter­ror im beset­zten Prag bis heute ver­schweigt und sich wahrheitswidrig als dessen Opfer geriert? Warum ist es im Saar­land unwider­sprochen möglich, dass die Lan­desregierung eine solche Grup­pierung nicht nur ideell, son­dern auch finanziell unter­stützt und sie durch Für­sprech­er von höch­ster Regierungsebene hof­fähig macht?

Wir fordern von der Uni­ver­sität des Saar­lan­des:
— keine Unter­stützung der „Burschen­schaft Ghi­bellinia zu Prag“, wed­er finanziell noch ideell; keine Räume, keine Schaukästen, keine pos­i­tive Würdi­gung auf den Uni-Web­seit­en
— eine Erk­lärung des Uni­ver­sität­spräsi­den­ten Prof. Dr. Volk­er Lin­newe­ber, wie es zu seinem Auftritt bei dem Stiftungs­fest der Ghi­bellinia im Mai 2010 kom­men kon­nte
— eine his­torische Aufar­beitung der Geschichte der Saar­brück­er Burschen­schaften und ihrer Mit­glieder, ins­beson­dere in der Zeit des Nation­al­sozial­is­mus, und eine Veröf­fentlichung der Ergeb­nisse durch die Uni­ver­sität!

Lit­er­atur:
Ein Großteil der Infor­ma­tio­nen in diesem Text stammt aus den fol­gen­den bei­den Mono­gra­phien, sowie von der Inter­net­seite der Burschen­schaft (www.ghibellinia-prag.de) selb­st.
— Voigt, Wil­fried. Die Jamai­ka Clique. Macht­spiele an der Saar. Saar­brück­en, 2011.
— Später, Erich. Vil­la Waign­er. Hanns Mar­tin Schley­er und die deutsche Ver­nich­tungselite in Prag 1939 – 1945. Ham­burg, 2009.

Kon­takt:
Antifa Saar / Pro­jekt AK

www.antifa-saar.org
antifasaar@yahoo.de
März 2011

Fußnoten:

  1. s. Küp­per, René: Karl Her­mann Frank (1898–1946). Poli­tis­che Biogra­phie eines sude­tendeutschen Nation­al­sozial­is­ten. München, 2010 [zurück]
  2. s. Paul­mann, Lutz. Burschen­schaft Ghi­bellinia zu Prag in Saar­brück­en. Geschichte der Burschen­schaft Ghi­bellinia, anlässlich des 125. Jubiläums 2005 ver­fasst. Der Text stand bis vor Kurzem sowohl auf den Inter­net­seit­en der Burschen­schaft Ghi­bellinia www.ghibellinia-prag.de sowie auf der Seite www.tradition-mit-zukunft.de , wurde aber mit­tler­weile ent­fer­nt. Er ist jedoch unter www.antifa-saar.org doku­men­tiert und nachzule­sen [zurück]
  3. Vgl. Später, Erich: Vil­la Waign­er. Ham­burg, 2009. S.48f [zurück]
  4. Lef­fers, Jochen. „Entwed­er Sozialdemokrat oder Burschen­schafter.“ in: SPIEGEL online, 28.03.2006. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,408440,00.html [zurück]
  5. Vgl. Voigt, Wil­fried. Die Jamai­ka-Clique. S.156ff [zurück]
  6. Eben­da, S.162 [zurück]